Kurt Gumpel wurde am 28. März 1922 in Lemgo als drittes Kind der Kaufleute Gustav Gumpel und Rosalie, geborene Mosberg, geboren. Sein Vater betrieb in der Mittelstraße 82 ein Geschäft für „Manufakturen und Betten“. Da die jüdische Gemeinde in Lemgo keinen eigenen Rabbiner oder Prediger hatte, leitete er oft den Gottesdienst.

Bereits 1936 mussten Kurts Eltern ihr Geschäft schließen. Nach dem Tod des Vaters im Jahre 1937 verkaufte die Mutter zwei Jahre später das Haus.

Kurt Gumpel wuchs in Lemgo auf und besuchte zunächst die Volksschule. Der Übergang zum Realgymnasium wurde ihm im Gegensatz zu seinen beiden Brüdern Hans und Herbert (später Mordechai) verwehrt. Nach dem Abschluss der Volksschule fand Kurt aufgrund seiner Religionszughörigkeit keine Lehrstelle.

Karla Raveh besichtigt das Uhlmann-Haus im Freilichtmuseum in Detmold.

(Foto: privat)

 

Karla Raveh, geborene Frenkel, wurde am 15. Mai 1927 als zweitälteste Tochter von Walter Frenkel und seiner Frau Herta, geborene Rosenberg, in Lemgo geboren.

Während des Novemberpogroms 1938 wurden ihr Vater und auch ihr Onkel verhaftet. Karla und ihre Geschwister Helga und Ludwig  (s. Gudrun Mitschke-Buchholz: Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold. – Bielefeld 2001) mussten wie alle jüdischen Schüler die staatliche Schule verlassen und besuchten fortan die jüdische Schule in der Gartenstraße in Detmold. (S. hierzu: Gartenstraße 6. Zur Geschichte der eines Detmolder „Judenhauses“ und seiner Bewohner. In: Wolfgang Müller: Juden in Detmold. Gesammelte Beiträge zur jüdischen Geschichte und ihre Aufarbeitung in Archiv und Schule. Hg. v. Micheline Prüter-Müller. – Lage 2008, S. 17-51.)

Werner Buchholz und seine Frau Ann.

(Foto: privat)

Werner Buchholz wurde am 24. Oktober 1922 als Sohn des Kaufmanns Julius Buchholz (s. Gudrun Mitschke-Buchholz: Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold. – Bielefeld 2001) und dessen Frau Elsa, geb. Hellwitz (s. Gedenkbuch) in Detmold geboren.

Den festen Vorsatz, Deutschland zu verlassen und nach Palästina zu emigrieren, setzte die Familie nicht in die Tat um. 1936 zogen sie in der Hoffnung nach Köln, in der Großstadt in größerer Anonymität leben zu können. Doch diese Hoffnungen erfüllten sich nicht: 1941 wurde Julius Buchholz in das Ghetto Litzmannstadt/Lodz deportiert, wo er ein Jahr später umkam. Das Schicksal von Elsa Buchholz bleibt ungeklärt. Es spricht vieles dafür, dass sie ebenfalls nach Litzmannstadt verschleppt wurde. Sie gilt als verschollen.