Mordechai
Gumpel wurde am 14. 2. 1912 in Lemgo als Herbert Gumpel geboren. Er interessierte
sich schon sehr früh für Zeichnen und Malen. 1935 ging er nach
Frankfurt, wo der jüdische Kulturverband ein Studio für jüdische
Kunsstudenten eingerichtet hatte.
Dort erhielt
er ein Stipendium der Rothschild Stiftung. 1937 absolvierte Herbert Gumpel
eine Landwirtschaftslehre zur Vorbereitung auf die Einwanderung nach Palästina,
die 1939 erfolgte. Dort wurde er Mitglied im Kibbuz bis 1949. Später
arbeitete er als Lehrer unter anderem in Landwirtschaftsschulen oder in
arabischen Lehrerseminaren. Seine künstlerische Arbeit ermöglichte
ihm die Beteiligung an vielen internationalen Ausstellungen. Das Frenkel-Haus
in Lemgo wurde 1988 mit einer Ausstellung seiner Werke eröffnet.

Heute lebt er mit seiner Frau Vered in der Nähe von Jerusalem. Er macht noch sehr viele Bilder, Zeichnungen und sogar Mosaike. Als meine Mutter und ich einmal in Jerusalem mit ihm in ein Reisebüro gingen, sagte er: "Guckt mal, das ist von mir!" An der Wand hing ein riesiges, wunderschönes Mosaik.