Mittwoch, 06. Oktober 2021 um 19:00 Uhr

Herrad Schenk

Lesung mit Herrad Schenk aus Detmold-Heiligenkirchen

"Wie in einem uferlosen Strom. Das Leben meiner Eltern"

Als sie sich im Jahr 1930 zum ersten Mal begegnen, ist er ein 19jähriger Student aus ärmlichen kleinbürgerlichen Verhältnissen, jedoch mit großem Ehrgeiz, und sie eine 22jährige Abenteurerin aus deklassierter großbürgerlicher Familie, die gerne Schriftstellerin wäre. Als sie 1940 heiraten, hat er Karriere bei den Nazis im SD gemacht, und sie will nun vor allem viele Kinder, eine richtige Familie. Von 1940 bis 1944 leben sie im Osten, mitten im Zentrum der Judenverfolgung. Nach Kriegsende entzieht er sich der Internierung, nimmt Hilfsarbeiterjobs an und schlägt sich in wechselnden Quartieren durch, während sie im Haus der Mutter Unterschlupf gefunden hat und fünf Kinder versorgt. Das heißt für sie: Trennung, existentielle Not und die Schuld, zu denen zu gehören, die Deutschland und die Welt ins Verderben gestürzt haben.

Herrad Schenk erzählt die Geschichte ihrer Eltern. Sie spürt den Idealen und Hoffnungen nach, die ihre Eltern bewegten.

Herrad Schenk

wuchs als vierte von fünf Schwestern auf und verlebte ihre ersten sieben Lebensjahre in Heiligenkirchen bei Detmold. Sie studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Köln und York (England). Von 1972 bis 1980 war sie wissenschaftliche Assistentin am Institut für Sozialpsychologie der Universität Köln. 1975 promovierte sie mit einem Thema aus dem Bereich der Gerontologie. 

Seit 1980 ist sie freie Schriftstellerin für Romane und Sachbücher und Rundfunk- und Fernsehmoderatorin.

Bitte beachten Sie die drei G (getestet, geimpft oder genesen).

Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38

   

Neues:

19.9. 2021: Die Mitgliederversammlung der Gesellschaft beschließt eine Erweiterung des Vorstandes. Mehr.

10. 9. 2020: Der Rat der Stadt Detmold beschließt einstimmig den Beitritt Detmolds zum Deutschen Riga-Komitee. Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe hatte dies in einem Antrag an die Stadt gefordert und begründet. Aus Detmold waren 1941/42 32 Mitbürger jüdischen Glaubens nach Riga deportiert und dort und im Umfeld ermordet worden. Das Riga-Komitee betreut die Gedenkstätte im Wald von Bikernieki für die insgesamt mehr als 25.000 Opfer.

28. 10. 2019: Für ihre herausragende Arbeit als Autorin des Gedenkbuches für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold erhält Frau Mitschke-Buchholz den Felix-Fechenbach-Preis 2019 der sozialdemokratischen Felix-Fechenbach-Stiftung. Redebeiträge und Bilder der Preisverleihung finden Sie über das Stadtarchiv Detmold. Das Gedenkbuch ist online als eigenständige Internetseite der Gesellschaft einsehbar.

11. 9. 2018: Onlinestellung der Dokumentation des Jüdischen Friedhofes in Barntrup

17. 5. 2018: Onlinestellung des Buches von Karla Raveh: "Überleben" als e-Buch

4.12.2017: Veröffentlichung einer Broschüre zum Haus Münsterberg

4.12.2017: Freischaltung der Internetseite, die die Online-Version des Gedenkbuches für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold präsentiert.

 

Hier finden Sie uns:

Haus Muensterberg

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e. V.

Haus Münsterberg
Hornsche Str. 38

32756 Detmold

Tel.: +49 5231 29758

eMail: GfCJZ-Lippe@t-online.de

Homepage: www.GfCJZ-Lippe.de

 

 

   
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