Veranstaltungen und Hinweise
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Samstag, 09. Mai 2026 - Sonntag, 14. Juni 2026
Konzert „Eisnacht“ mit Liedern jüdischer Komponist*innen Pia Viola Buchert, Mezzosopran - Tatjana Travenau, Klavier Die sechs Komponist*innen, deren Lieder in diesem Programm erklingen, wurden zwischen 1890 und 1924 geboren. In ihren zwischen 1917 und 1997 entstandenen Kompositionen bildet sich die stilistische Vielfalt des 20. Jahrhunderts ab, die vom expressiven, spätromantischen Stil Hans Gáls über die sphärische Polyphonie von Felix Wolfes bis zu den hoch individualisierten Liedern Ruth Schonthals reicht. Gemeinsam ist den sechs Künstler*innen, dass die Verfolgung jüdischer Menschen während der nationalsozialistischen Diktatur zu radikalen Einschnitten und Brüchen in ihrer aller Leben führte. Der jeweilige Lebensweg, der Ort des Exils und das gesellschaftliche Umfeld, in dem die kompositorische Laufbahn fortgeführt wurde, haben die Weiterentwicklung ihrer Kompositionsstile beeinflusst und geprägt. Zugleich weisen die bis zu 500 Jahre alten Texte der Lieder Ausgrenzung, Verfolgung, Vertreibung und Exil als Konstante der Menschheitsgeschichte aus. Mit diesem Programm und der CD „Eisnacht“ (Genuin, 02/2026) möchten wir zur Rezeption dieser Lieder beitragen und würdigen, dass diese Menschen die Kraft und Kreativität besessen haben, das Erlebte seelisch und künstlerisch zu bewältigen. Dadurch haben sie eigenständige Kunstwerke geschaffen, die in ihrer künstlerischen Bedeutung weit über die Verarbeitung biographischer Ereignisse hinausweisen. Text: Tatjana Dravenau Termine: 09.05.2026 18.00 Uhr: Lemgo, Gemeindehaus St. Marien 10.05.2026: 17.00 Uhr: Zionskirche Bethel 14.06.2026: 16.00 Uhr: Synagoge Herford
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Mittwoch, 10. Juni 2026 um 11:30 Uhr
Verlegung von 10 Stolpersteinen in Oerlinghausen Auf Initiative der Stolpersteingruppe und der Stadtverwaltung Oerlinghausen werden in Erinnerung an die früheren Oerlinghauser Familien Bornheim, Kulemeyer und Paradies am 10. Juni weitere zehn Stolpersteine verlegt. Diese Bürger der Stadt wurden in der Zeit des Nationalsozialismus aufgrund ihres jüdischen Glaubens in Oerlinghausen verfolgt und missachtet, so dass sie sich gezwungen sahen zu flüchten. An der Stolpersteinverlegung am Rathausplatz (Familie Bornheim), der Rathausstraße 39 (Familie Kuhlemeyer) und der Hauptstraße 41 (Familie Paradies) werden auch Nachfahren der Familien teilnehmen, von denen einige aus Südamerika anreisen werden. Schülerinnen und Schüler des Niklas-Luhmann-Gymnasiums und der Heinz-Sielmann-Schule werden musikalische und literarische Beiträge vortragen, Herr Jakow Zelewitsch, Kantor der jüdischen Gemeinde Herford-Detmold, wird Psalmen und Gebete singen. Die Veranstaltung wird voraussichtlich ca. 2 Stunden dauern. Rathausplatz Oerlinghausen |
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Mittwoch, 10. Juni 2026 um 19 Uhr „Müssen Juden missioniert werden? Evangelische Kirche und Judenmission“ Vortrag von Jan Christian Pinsch „Israel bleibt Gottes erwähltes Volk, obwohl es den Glauben an Jesus als seinen Messias nicht angenommen hat“: So hat es die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) im Jahr 2000 festgehalten und einer institutionell organisierten Judenmission eine klare Absage erteilt. Doch bis dahin war es ein langer Prozess. Jan Christian Pinsch zeigt in seinem Vortrag, dass im Hintergrund der Judenmission eine antijüdische Grundhaltung steht, die seit der Reformationszeit bis weit in das 20. Jahrhundert die evangelische Kirche prägte. Nur langsam erhoben sich nach 1945 Stimmen für eine Neujustierung des christlich-jüdischen Verhältnisses. Zugleich gibt es bis heute vor allem evangelikale Kreise innerhalb und außerhalb der Landeskirchen, deren Wahrheitsanspruch und Missionsverständnis der Distanzierung von der Judenmission diametral entgegenstehen. Jan Christian Pinsch ist wissenschaftlicher Mitarbeiter für neuere Kirchengeschichte am Institut für Evangelische Theologie der Universität Paderborn. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören u.a. Antisemitismus und Verschwörungsmythen, ev. Kirche und Rechtspopulismus. Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38, Detmold |
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Montag, 29. Juni 2026 um 18:00 Uhr Vortragsabend - „Autoritärer Nationalradikalismus in Deutschland“ Liebe Interessierte, Herr Heitmeyer zählt zu den bedeutendsten deutschen Soziologen und Erziehungswissenschaftlern im Bereich der Konflikt-, Gewalt- und Rechtsextremismusforschung. Als Gründungsdirektor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Uni Bielefeld, wo er bis 2025 als Forschungsprofessor tätig war, widmete er sich in seinen Arbeiten insbesondere den Themen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, soziale Desintegration, gesellschaftliche Konflikte und Rechtsextremismus. 2025 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zur gemeinsamen Diskussion. Wir freuen uns über Ihr / Euer Kommen. Veranstalter: Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung, Detmold Die Veranstaltung dauert bis ca. 20Uhr ZfsL Detmold, Bruchstraße 38a |
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Donnerstag, 09. Juli 2026 um 15:00 Uhr Rechter Glaube Die Ev. Erwachsenenbildung lädt zum Symposium mit Impulsvorträgen und Diskussion ein Die Ev. Erwachsenenbildung lädt am Donnerstag, 9. Juli, von 15 bis 18 Uhr in das Landeskirchenamt in Detmold, Leopoldstr. 27, ein. Der Theologe Dr. Jan Christian Pinsch stellt an diesem Nachmittag die Ergebnisse seiner Studie „Rechter Glaube. Netzwerke und Narrative bibelfundamentalistischer Christen in Lippe“ vor. Ergänzend berichtet die Journalistin und Filmemacherin Kyra Funk über ihre Recherchen. Sie ist die Autorin der TV-Doku „Russlanddeutsche, die AfD und ich“. Landespfarrer Horst-Dieter Mellies, Weltanschauungsbeauftragter der Lippischen Landeskirche, moderiert die Veranstaltung. Immer wieder zeigt sich eine Nähe zwischen rechtsextremen politischen Gruppen und rechtskonservativen christlichen Strömungen. Auch in Ostwestfalen-Lippe gibt es verschiedene Akteure und Netzwerke, die dem sogenannten Bibelfundamentalismus zugeordnet werden können. Sie vertreten die Auffassung, dass die Bibel wortwörtlich wahr und frei von Irrtümern sei. In extremen Ausprägungen können solche Überzeugungen demokratische Werte und das gesellschaftliche Zusammenleben gefährden. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Evangelischen Bund Westfalen und Lippe und dem Institut für Evangelische Theologie der Universität Paderborn. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist erforderlich unter Rechter Glaube [https://lippische-landeskirche.de/13852-0-70] Landeskirchenamt in Detmold, Leopoldstr. 27 |
Zum Terroranschlag auf die Chanukka-Feier am Bondi Beach in Sydney am 14. Dezember 2025
Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. ist erschrocken über diesen antisemitischen Anschlag. Unser Mitgefühl gehört den Familien und Angehörigen der Opfer.
Diese erneute Brutalität und Missachtung jeglicher Menschenwürde erfüllt uns mit Entsetzen, erschüttert uns zutiefst und schafft eine starke Verunsicherung.
Wir bewundern die Zivilcourage von Ahmed Al Ahmed. Sie zeigt uns, dass engagiertes Handeln für jedes friedliche Zusammenleben wichtig und sinnhaft ist.
Der Vorstand der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V.
Informationen über vergangene Veranstaltungen finden Sie in unseren Rundbriefen und in einzelnen Berichten.



