Montag, den 29. Oktober 2018 um 19:30 Uhr

Ohne mit und aber! Wie und warum jüdisches Leben wieder deutsch sein kann.

Michael Rubinstein

Michael Rubinstein ist Deutscher. Bekennender deutscher Jude – oder jüdischer Deutscher, je nach Betrachtungsweise. Jüdisch und Deutsch klingt auch im Jahr 2018 noch fremd für viele Ohren, oder zumindest ist die Reaktion darauf eher distanziert als selbstverständlich. In seinem von persönlichen Eindrücken und Erfahrungen geprägten Vortrag gewährt Michael Rubinstein hintergründige Einblicke in das heutige jüdische (Gemeinde-)Leben und berichtet offen seine Sicht der Dinge.

Geboren 1972 in Düsseldorf wurde Rubinstein Diplom-Medienwirt und übernahm 2004 die Geschäftsführung der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim/Ruhr-Oberhausen, der viertgrößten Jüdischen Gemeinde in Nordrhein-Westfalen. 2010 wurden die Verantwortlichen der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim/Ruhr-Oberhausen, darunter auch Michael Rubinstein, mit dem Preis für Toleranz und Zivilcourage Duisburg ausgezeichnet. 2012 rückte er durch seine Kandidatur als unabhängiger Oberbürgermeister für die Stadt Duisburg in einen breiteren Fokus der Öffentlichkeit und beendete die Wahl auf dem dritten Platz. Gemeinsam mit der Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor veröffentlichte er 2013 das Buch „So fremd und doch so nah – Juden und Muslime in Deutschland“. Seit Mitte 2015 ist er als Geschäftsführer des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein mit Sitz in Düsseldorf tätig.

In der Reihe "Religionen im Gespräch". Moderation: Bettina Hanke-Postma

Haus Münsterberg, Hornsche Str. 38 32756 Detmold

Gedenkstunden zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November

finden in mehreren lippischen Kommunen und Kirchengemeinden statt:

Lage

18:00 Uhr    Gedenkstunde auf dem Jüdischen Friedhof an der Flurstraße neben Haus Nr. 9. Kirchenmusiker begleiten die Veranstaltung. Der Bürgermeister oder eine/r seiner Vertreter/Innen hält eine Rede und Vertreter der Kirchen verlesen die Namen der jüdischen Bewohner von Lage, die im Holocaust umgebracht wurden. Als Abschluss wird das Kaddisch verlesen. Nach der Gedenkstunde wird ins Gemeindehaus der SELK, Flurstraße 17, zu einem Gedankenaustausch eingeladen.

 

Lemgo

Der Arbeitskreis »9. November Lemgo« lädt Sie herzlich ein, an der Gedenkstunde teilzunehmen. Die Gedenk- und Begegnungsstätte Frenkel-Haus wird an diesem Tag ab 16:30 Uhr geöffnet sein.

17:30 Uhr      Treffen im Hof des Frenkel-Hauses, Echternstraße 70 A, Lemgo. Beiträge von Schüler*innen verschiedener Lemgoer Schulen. 

18:00 Uhr      Fortsetzung der Gedenkstunde an der Mahn- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge, Neue Straße, Lemgo. Beiträge der Stadt, der Musikschule, der Karla-Raveh-Schule, Auszubildenden der Stadt und der Kirchengemeinden.

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Samstag, 10. November 2018 um 10:30 Uhr

Feierliche Einweihung des Gedenksteins für Karla Raveh

 

Zur Erinnerung an Karla Raveh (†2017) wird von der Alten Hansestadt Lemgo für ihre ehemalige Ehrenbürgerin ein Gedenkstein errichtet.

Der von der Lemgoer Bildhauerin Carolin Engels gestaltete Stein wird vor dem alten jüdischen Friedhof am Ostertorwall in Sichtweite des Lieblingsbaums und in der Nähe des Elternhauses von Karla Raveh seinen Platz finden.

Die Alte Hansestadt Lemgo lädt Sie herzlich ein, an der feierlichen Einweihung und gleichzeitigen Übergabe des Gedenksteins an die Öffentlichkeit teilzunehmen.

Alter jüdischer Friedhof, Ostertorwall Lemgo (westlich des Abzweigs Hirtenstraße)

Ansprachen von Michael Raveh und Bürgermeister Dr. Reiner Austermann, Musik von Beate Ramisch und Mike Pigorsch, Beiträge von Schüler*innen Lemgoer Schulen.

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Samstag, 10. November 2018 um 15:00 Uhr

Stadtspaziergang »Spurensuche | Jüdisches Leben in Lemgo«


mit Liesel Kochsiek-Jakobfeuerborn

Treffpunkt:   Eingang Museum Hexenbürgermeisterhaus

 

Detmold

(Flyer zu den Veranstaltungen)

17:00 Uhr     Kranzniederlegung der evangelischen und katholischen Jugend an der Gedenktafel der Neuen Synagoge in der Lortzingstraße.

18:00 Uhr     Gedenkstunde am Platz der Alten Synagoge, Exterstraße. Kranzniederlegung durch die Stadt Detmold, Redebeiträge von Schüler*innen des Grabbe-Gymnasiums.

Im Anschluss gegen 19:00 Uhr


Orgelkonzert mit Oana Maria Bran

Musik  von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Joseph Löw, Moritz Deutsch und Louis Lewandowsky.
Improvisationen über ein Gedicht von Paul Celan.


Die Stadt Detmold, die lutherische Gemeinde und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lippe laden ein.
Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

Martin-Luther-Kirche, Detmold, Schülerstraße.

 

Steinheim

18:00 Uhr   Stadt, Kirchengemeinde und der Vorstand der Steinheimer Moschee laden die Bevölkerung sehr herzlich zu einer Andacht zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht am Platz der ehemaligen Steinheimer Synagoge in der Oberen Marktstraße ein.

 

Blomberg

19:30 Uhr:     Konzert zum Gedenken an die Opfer der Kriege mit Musik von Gabriel Fauré. Ökumenisches Friedensgebet der Pax Christi Gruppe und der Chorgemeinschaft cantus novus Detmold.

Evangelisch-reformierte Kirche im Seligen Winkel.

 

Sonntag, 11. November 2018 um 18:00 Uhr

Brücken bauen! Erinnern-Gedenken-Versöhnen

80 Jahre Pogromnacht 9. November 1938

Deutsch-Israelisches Gedenkkonzert

Weitere Informationen: Flyer, Veranstaltungshinweis der Stadt Detmold

Eintritt 10€ (Schüler, Studenten und Schwerbehinderte frei)

VVK ab 1.10.2018
Bad Salzuflen-Theaterkasse im Kurpark und unter www.bad-salzuflen.de
Tourist-Information Detmold und Herford unter www.reservix.de

Konzerthalle, Bad Salzuflen

 

Beachten Sie bitte auch Hinweise in der Presse. Veranstaltungen weiterer lippischer Kommunen oder Kirchengemeindem zum 9. November veröffentlichen wir gerne auf unserer Homepage! Bitte schicken Sie uns Informationen zu.

 

Mittwoch, 14. November 2018 um 19:30 Uhr

Felix Fechenbach und der lange Schatten der Revolution 1918

Dr. Bärbel Sunderbrink, Stadtarchivarin Detmold

Fechenbach war als junger Mann einer der engsten Vertrauten Kurt Eisners, des ersten Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern, und selbst ein wichtiger Protagonist des Münchener Revolutionsgeschehens. Die Wurzeln des mörderischen Hasses der Nationalsozialisten gegen Fechenbach liegen in seinem Wirken in dieser Novemberrevoution vor 100 Jahren in Bayern.

Der Eintritt ist frei.

Veranstalter: Stadt Detmold

Großer Sitzungssaal, Rathaus am Markt, Detmold.
Freitag, 16. November, 16:00 Uhr

Lesekreis mit Gertrud Wagner

Besprochen wird dieses Mal der Roman: "Herr Wolle lässt noch einmal grüßen" von Sibylle Krause-Burger. Weitere Teilnehmer*innen sind herzlich willkommen.
Haus Münsterberg, Hornsche Str. 38 32756 Detmold
Dienstag/Mittwoch 20./21. November

„Dorfgeschichten“ mit Dominique Horwitz.

Die Lesungen im Freilichtmuseum sind ausverkauft.

 

Für die Lesung aus dem Roman "Die Welle" mit Dominique Horwitz im Sommertheater gibt es noch einige Karten für Schulklassen der Sekundarstufe I. Sie können die Karten unter der Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellen.

Freitag, 23. November 2018 um 19:00 Uhr, Einlass ab 18:00 Uhr

"Ama la Vita" - Liebe das Leben.

Esther Bejerano meets Microphone Mafia


Lesung und Konzert der KZ-Überlebenden.

Esther Bejerano wurde 1924 in Saarlouis geboren. Sie wurde nach Auschwitz deportiert und überlebte mit viel Glück die Todesmärsche. Sie spielte im Mädchenorchester von Auschwitz. Mit ihrem Sohn Joram Bejerano und der Band Microphone Mafia rappt die Zeitzeugin auf der Bühne und liest aus ihrem Buch "Erinnerung".

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

Veranstalter: Deutsch-Italienischen Gesellschaft in Kooperation mit der Stadt Detmold.

Geschwister-Scholl-Gesamtschule Detmold, Sprottauer Str. 9, 32756 Detmold

 

Dienstag, 27.November 2018  17:00 Uhr Ausstellungseröffnung

"Grenzen des Vergessens". Fotografien aus Detmold von Bernd Lange.

Bernd Lange fotografiert mit einem sehr neuen Blick und aus der Perspektive des Jahre 2018 Detmolder Orte, an denen Opfer und Täter des Holocaust in Detmold lebten und arbeiteten und verbindet sie mit Orten öffentlichen Gedenkens.

Veranstalter: Stadt Detmold

Rathaus am Markt, Detmold.

Mittwoch, 28. November 2018 um 18:00 Uhr

„Onkel Franz doch nicht!“ – Historisches Lernen über die Shoah durch die Auseinandersetzung mit individuellem Täterhandeln

Dr. Eva Lettermann

 

Die Tatsache, dass ihr Großonkel Franz Fischer als NS-Verbrecher fast 44 Jahre inhaftiert war, im Familiennarrativ aber stets als „Kriegsgefangener“ bezeichnet wurde, bildet den familienbiografischen Ausgangspunkt der Forschungen Eva Lettermanns.
Ausgehend von der kritischen Aufarbeitung der Biografie ihres Großonkels setzt sich die Detmolder Lehrerin und Fachleiterin in ihrer Dissertation sowohl fachwissenschaftlich, fachdidaktisch als auch familienbiografisch mit individuellem Täterhandeln auseinander. Aufbauend auf den theoretischen Erkenntnissen konzipiert sie ein Unterrichtsmodell zum historischen Lernen über die Shoah und reflektiert ihre Unterrichtserfahrungen. In ihrem Detmolder Vortrag wird sie insbesondere die Entscheidungs- und Handlungsspielräume unterschiedlicher Täter thematisieren.

Gäste sind willkommen.

Veranstalter: GfCJZ in Kooperation mit dem Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung

Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung in Detmold, Bruchstraße 38

 

Donnerstag, 13. Dezember 2018 um 19:30 Uhr

Lesung aus den Werken von Ruth Michaelis-Jena, Detmold, und Jenny Aloni, Paderborn

Ein Projekt des Literaturzirkels Bielefeld mit Musik des Jazzklarinettisten Lothar Henkenjohann.


Die aus Detmold stammende Buchhändlerin und Autorin Ruth Michaelis-Jena wurde durch ihren autobiografischen Bericht "Auch wir waren des Kaisers Kinder" bekannt. Sie gibt hier anschauliche Einblicke in das Leben eines sehr wachen jüdischen Mädchens zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Schleichender Antisemitismus eskalierte in dem Beschmieren ihres Buchladens bereits im März 1933 - eine Erfahrung, die sie schnellstens Detmold verlassen ließ. Sie lebte bis 1989 in Edinburg. 

Jenny Aloni wurde 1917 in Paderborn geboren und verließ auf Grund antisemitischer Anfeindungen schon als Schülerin und gegen den Willen ihrer Eltern Paderborn. Sie wollte nach Israel emigrieren. Das gelang ihr schließlich noch gerade rechtzeitig mit Hilfe eines Kindertransportes im Jahr 1939. In Israel arbeitete sie in unterschiedlichen sozialen Berufen und schrieb gleichzeitig literarische Texte - weiterhin in ihrer deutschen Muttersprache. Eine Fülle von Romanen, Erzählungen, Gedichten und Tagebucheinträgen sind überliefert und inzwischen auch zugänglich. Jenny Aloni starb 1993 in Ganei Yehuda.

Der Eintritt ist frei.

Haus Münsterberg, Hornsche Str. 38 32756 Detmold
   

Neues:

11. 9. 2018: Onlinestellung der Dokumentation des Jüdischen Friedhofes in Barntrup

17. 5. 2018: Onlinestellung des Buches von Karla Raveh: "Überleben" als e-Buch

4.12.2017: Veröffentlichung einer Bropschüre zum Haus Münsterberg

4.12.2017: Freischaltung der Internetseite, die die Online-Version des Gedenkbuches für die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Detmold präsentiert.

 

Hier finden Sie uns:

Haus Muensterberg

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e. V.

Haus Münsterberg
Hornsche Str. 38

32756 Detmold

Tel.: +49 5231 29758

eMail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Homepage: www.GfCJZ-Lippe.de

 

 

   
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