• Rundbrief VI 2018

     

    Detmold, den 15. Oktober 2018

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde,

    antisemitische Äußerungen finden derzeit in der Öffentlichkeit wieder erschreckend viel Platz. Dies ist nicht hinzunehmen. Wir reagieren unter Anderem mit unserem nächsten Vortrag darauf, zu dem wir Sie herzlich einladen:

     

    Montag, den 29. Oktober 2018 um 19:30 Uhr

    Ohne mit und aber! Wie und warum jüdisches Leben wieder deutsch sein kann.


    Michael Rubinstein

    Michael Rubinstein ist Deutscher. Bekennender deutscher Jude – oder jüdischer Deutscher, je nach Betrachtungsweise. Jüdisch und Deutsch klingt auch im Jahr 2018 noch fremd für viele Ohren, oder zumindest ist die Reaktion darauf eher distanziert als selbstverständlich. In seinem von persönlichen Eindrücken und Erfahrungen geprägten Vortrag gewährt Michael Rubinstein hintergründige Einblicke in das heutige jüdische (Gemeinde-)Leben und berichtet offen seine Sicht der Dinge.

    Geboren 1972 in Düsseldorf wurde Rubinstein Diplom-Medienwirt und übernahm 2004 die Geschäftsführung der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim/Ruhr-Oberhausen, der viertgrößten Jüdischen Gemeinde in Nordrhein-Westfalen. 2010 wurden die Verantwortlichen der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim/Ruhr-Oberhausen, darunter auch Michael Rubinstein, mit dem Preis für Toleranz und Zivilcourage Duisburg ausgezeichnet. 2012 rückte er durch seine Kandidatur als unabhängiger Oberbürgermeister für die Stadt Duisburg in einen breiteren Fokus der Öffentlichkeit und beendete die Wahl auf dem dritten Platz. Gemeinsam mit der Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor veröffentlichte er 2013 das Buch „So fremd und doch so nah – Juden und Muslime in Deutschland“. Seit Mitte 2015 ist er als Geschäftsführer des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein mit Sitz in Düsseldorf tätig.

    In der Reihe "Religionen im Gespräch". Moderation: Bettina Hanke-Postma

    Haus Münsterberg, Hornsche Str. 38 32756 Detmold

    Gedenkstunden zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November

    finden in mehreren lippischen Kommunen und Kirchengemeinden statt:

    Lage

    18:00 Uhr Gedenkstunde auf dem Jüdischen Friedhof an der Flurstraße neben Haus Nr. 9. Kirchenmusiker begleiten die Veranstaltung. Der Bürgermeister oder eine/r seiner Vertreter/Innen hält eine Rede und Vertreter der Kirchen verlesen die Namen der jüdischen Bewohner von Lage, die im Holocaust umgebracht wurden. Als Abschluss wird das Kaddisch verlesen. Nach der Gedenkstunde wird ins Gemeindehaus der SELK, Flurstraße 17, zu einem Gedankenaustausch eingeladen.

     

    Lemgo

    Der Arbeitskreis »9. November Lemgo« lädt Sie herzlich ein, an der Gedenkstunde teilzunehmen. Die Gedenk- und Begegnungsstätte Frenkel-Haus wird an diesem Tag ab 16:30 Uhr geöffnet sein.

    17:30 Uhr Treffen im Hof des Frenkel-Hauses, Echternstraße 70 A, Lemgo. Beiträge von Schüler*innen verschiedener Lemgoer Schulen.

    18:00 Uhr Fortsetzung der Gedenkstunde an der Mahn- und Gedenkstätte Ehemalige Synagoge, Neue Straße, Lemgo. Beiträge der Stadt, der Musikschule, der Karla-Raveh-Schule, Auszubildenden der Stadt und der Kirchengemeinden.

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    Samstag, 10. November 2018 um 10:30 Uhr

    Feierliche Einweihung des Gedenksteins für Karla Raveh

     

    Zur Erinnerung an Karla Raveh (†2017) wird von der Alten Hansestadt Lemgo für ihre ehemalige Ehrenbürgerin ein Gedenkstein errichtet.

    Der von der Lemgoer Bildhauerin Carolin Engels gestaltete Stein wird vor dem alten jüdischen Friedhof am Ostertorwall in Sichtweite des Lieblingsbaums und in der Nähe des Elternhauses von Karla Raveh seinen Platz finden.

    Die Alte Hansestadt Lemgo lädt Sie herzlich ein, an der feierlichen Einweihung und gleichzeitigen Übergabe des Gedenksteins an die Öffentlichkeit teilzunehmen.

    Alter jüdischer Friedhof, Ostertorwall Lemgo (westlich des Abzweigs Hirtenstraße)

    Ansprachen von Michael Raveh und Bürgermeister Dr. Reiner Austermann, Musik von Beate Ramisch und Mike Pigorsch, Beiträge von Schüler*innen Lemgoer Schulen.

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    Samstag, 10. November 2018 um 15:00 Uhr

    Stadtspaziergang »Spurensuche | Jüdisches Leben in Lemgo«


    mit Liesel Kochsiek-Jakobfeuerborn

    Treffpunkt: Eingang Museum Hexenbürgermeisterhaus

     

    Detmold

    (Flyer zu den Veranstaltungen)

    17:00 Uhr Kranzniederlegung der evangelischen und katholischen Jugend an der Gedenktafel der Neuen Synagoge in der Lortzingstraße.

    18:00 Uhr Gedenkstunde am Platz der Alten Synagoge, Exterstraße. Kranzniederlegung durch die Stadt Detmold, Redebeiträge von Schüler*innen des Grabbe-Gymnasiums.

    Im Anschluss gegen 19:00 Uhr


    Orgelkonzert mit Oana Maria Bran

    Musik von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Joseph Löw, Moritz Deutsch und Louis Lewandowsky.
    Improvisationen über ein Gedicht von Paul Celan.


    Die Stadt Detmold, die lutherische Gemeinde und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lippe laden ein.
    Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

    Martin-Luther-Kirche, Detmold, Schülerstraße.

     

    Steinheim

    18:00 Uhr Stadt, Kirchengemeinde und der Vorstand der Steinheimer Moschee laden die Bevölkerung sehr herzlich zu einer Andacht zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht am Platz der ehemaligen Steinheimer Synagoge in der Oberen Marktstraße ein.

     

    Blomberg

    19:30 Uhr: Konzert zum Gedenken an die Opfer der Kriege mit Musik von Gabriel Fauré. Ökumenisches Friedensgebet der Pax Christi Gruppe und der Chorgemeinschaft cantus novus Detmold.

    Evangelisch-reformierte Kirche im Seligen Winkel.

     

    Sonntag, 11. November 2018 um 18:00 Uhr

    Brücken bauen! Erinnern-Gedenken-Versöhnen

    80 Jahre Pogromnacht 9. November 1938

    Deutsch-Israelisches Gedenkkonzert

    Weitere Informationen: Flyer, Veranstaltungshinweis der Stadt Detmold

    Dieses einmalige Konzertprojekt auf Initiative von Prof. Matitjahu Kellig und der Jüdischen Gemeinde Herford/Detmold wird von den Kreisen Herford und Lippe, den Städten Detmold, Herford und Bad Salzuflen, dem Lippischen Heimatbund und den Sparkassen Paderborn-Detmold unterstützt.

    Eintritt 10€ (Schüler, Studenten und Schwerbehinderte frei)

    VVK ab 1.10.2018
    Bad Salzuflen-Theaterkasse im Kurpark und unter www.bad-salzuflen.de
    Tourist-Information Detmold und Herford unter www.reservix.de

    Konzerthalle, Bad Salzuflen

     

    Beachten Sie bitte auch Hinweise in der Presse. Veranstaltungen weiterer lippischer Kommunen oder Kirchengemeindem zum 9. November veröffentlichen wir gerne auf unserer Homepage! Bitte schicken Sie uns Informationen zu.

     

    Mittwoch, 14. November 2018 um 19:30 Uhr

    Felix Fechenbach und der lange Schatten der Revolution 1918

    Dr. Bärbel Sunderbrink, Stadtarchivarin Detmold

    Fechenbach war als junger Mann einer der engsten Vertrauten Kurt Eisners, des ersten Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern, und selbst ein wichtiger Protagonist des Münchener Revolutionsgeschehens. Die Wurzeln des mörderischen Hasses der Nationalsozialisten gegen Fechenbach liegen in seinem Wirken in dieser Novemberrevolution vor 100 Jahren in Bayern.

    Der Eintritt ist frei.

    Veranstalter: Stadt Detmold

    Großer Sitzungssaal, Rathaus am Markt, Detmold.

     

    Freitag, 16. November, 16:00 Uhr

    Lesekreis mit Gertrud Wagner

    Besprochen wird dieses Mal der Roman: "Herr Wolle lässt noch einmal grüßen" von Sibylle Krause-Burger. Weitere Teilnehmer*innen sind herzlich willkommen.
    Haus Münsterberg, Hornsche Str. 38 32756 Detmold

     

     

    Dienstag/Mittwoch 20./21. November

    „Dorfgeschichten“ mit Dominique Horwitz.

    Die Lesungen im Freilichtmuseum sind ausverkauft.

     

    Für die Lesung aus dem Roman "Die Welle" mit Dominique Horwitz im Sommertheater gibt es noch einige Karten für Schulklassen der Sekundarstufe I. Sie können die Karten unter der Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellen.

     

    Die Deutsch-Italienische Gesellschaft und die Stadt Detmold laden ein:

    Freitag, 23. November 2018 um 19:00 Uhr, Einlass ab 18:00 Uhr

    "Ama la Vita" - Liebe das Leben.

    Esther Bejerano meets Microphone Mafia


    Lesung und Konzert der KZ-Überlebenden.

    Esther Bejerano wurde 1924 in Saarlouis geboren. Sie wurde nach Auschwitz deportiert und überlebte mit viel Glück die Todesmärsche. Sie spielte im Mädchenorchester von Auschwitz. Mit ihrem Sohn Joram Bejerano und der Band Microphone Mafia rappt die Zeitzeugin auf der Bühne und liest aus ihrem Buch "Erinnerung".

    Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

    Veranstalter: Deutsch-Italienischen Gesellschaft in Kooperation mit der Stadt Detmold.

    Geschwister-Scholl-Gesamtschule Detmold, Sprottauer Str. 9, 32756 Detmold

     

    Dienstag, 27.November 2018 17:00 Uhr Ausstellungseröffnung

    "Grenzen des Vergessens". Fotografien aus Detmold von Bernd Lange.

    Bernd Lange fotografiert mit einem sehr neuen Blick und aus der Perspektive des Jahre 2018 Detmolder Orte, an denen Opfer und Täter des Holocaust in Detmold lebten und arbeiteten und verbindet sie mit Orten öffentlichen Gedenkens.

    Veranstalter: Stadt Detmold

    Rathaus am Markt, Detmold.

     

     

    In Kooperation mit dem Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung laden wir zu einer Wiederholung des Vortrages von Eva Lettermann ein:

    Mittwoch, 28. November 2018 um 18:00 Uhr

    „Onkel Franz doch nicht!“ – Historisches Lernen über die Shoah durch die Auseinandersetzung mit individuellem Täterhandeln

    Dr. Eva Lettermann

     

    Die Tatsache, dass ihr Großonkel Franz Fischer als NS-Verbrecher fast 44 Jahre inhaftiert war, im Familiennarrativ aber stets als „Kriegsgefangener“ bezeichnet wurde, bildet den familienbiografischen Ausgangspunkt der Forschungen Eva Lettermanns.
    Ausgehend von der kritischen Aufarbeitung der Biografie ihres Großonkels setzt sich die Detmolder Lehrerin und Fachleiterin in ihrer Dissertation sowohl fachwissenschaftlich, fachdidaktisch als auch familienbiografisch mit individuellem Täterhandeln auseinander. Aufbauend auf den theoretischen Erkenntnissen konzipiert sie ein Unterrichtsmodell zum historischen Lernen über die Shoah und reflektiert ihre Unterrichtserfahrungen. In ihrem Detmolder Vortrag wird sie insbesondere die Entscheidungs- und Handlungsspielräume unterschiedlicher Täter thematisieren.

    Gäste sind willkommen.

    Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung in Detmold, Bruchstraße 38

     

    Donnerstag, 13. Dezember 2018 um 19:30 Uhr

    Lesung aus den Werken von Ruth Michaelis-Jena, Detmold, und Jenny Aloni, Paderborn

    Ein Projekt des Literaturzirkels Bielefeld mit Musik des Jazzklarinettisten Lothar Henkenjohann.


    Die aus Detmold stammende Buchhändlerin und Autorin Ruth Michaelis-Jena wurde durch ihren autobiografischen Bericht "Auch wir waren des Kaisers Kinder" bekannt. Sie gibt hier anschauliche Einblicke in das Leben eines sehr wachen jüdischen Mädchens zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Schleichender Antisemitismus eskalierte in dem Beschmieren ihres Buchladens bereits im März 1933 - eine Erfahrung, die sie schnellstens Detmold verlassen ließ. Sie lebte bis 1989 in Edinburg.

    Jenny Aloni wurde 1917 in Paderborn geboren und verließ auf Grund antisemitischer Anfeindungen schon als Schülerin und gegen den Willen ihrer Eltern Paderborn. Sie wollte nach Israel emigrieren. Das gelang ihr schließlich noch gerade rechtzeitig mit Hilfe eines Kindertransportes im Jahr 1939. In Israel arbeitete sie in unterschiedlichen sozialen Berufen und schrieb gleichzeitig literarische Texte - weiterhin in ihrer deutschen Muttersprache. Eine Fülle von Romanen, Erzählungen, Gedichten und Tagebucheinträgen sind überliefert und inzwischen auch zugänglich. Jenny Aloni starb 1993 in Ganei Yehuda.

    Der Eintritt ist frei.

    Haus Münsterberg, Hornsche Str. 38 32756 Detmold

     

    Weitere Mitteilungen:

    Wenn Sie einen Blick auf unsere von Rüdiger Schleysing sehr gut aktualisierte Homepage werfen mögen, finden Sie als einen der neueren Beiträge die Dokumentation der Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof Barntrup. Sie konnten durch die Arbeit von Adalbert Böning und Martin Böttcher vor Verwitterung und Vergessen bewahrt werden. Das Beschmieren von Barntruper Häusern mit Nazisymbolen in gleich zwei Nächten im Oktober diesen Jahres erfüllt uns mit Erschrecken und Abscheu.

    In Amerika ist der Schwiegersohn von Felix Fechenbach, der Historiker Richard Sherman im Alter von 88 Jahren verstorben. Unser Mitgefühl gilt seiner Ehefrau Hanni und seiner ganzen Familie.

     

    Mit herzlichen Grüßen – im Namen des ganzen Vorstands

    Micheline Prüter-Müller

    Wenn Sie unseren Rundbrief nicht mehr bekommen möchten, schicken Sie uns bitte eine kurze Mail an die obige Adresse.

     

     

    Rundbrief als Pdf-Datei

  • Circular VI 2018 not yet available

 

  • Rundbrief V 2018

    Detmold, den 27. August 2018

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde,

    im Rahmen unserer Kooperation mit dem Literaturbüro und dem Freilichtmuseum machen wir Sie bereits jetzt auf die diesjährigen „Dorfgeschichten“ aufmerksam. Es ist dem Literaturbüro gelungen, Dominique Horwitz einzuladen, der aus dem Roman „Verschwörung gegen Amerika“ des in diesem Jahr verstorbenen großen amerikanischen Schriftstellers Philip Roth lesen wird. Es ist ein Roman über die Demokratie und ihre Gefährdung von innen. Was wäre, wenn Charles Lindbergh 1940 zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner geworden wäre und die Wahl gewonnen hätte. Aus Sicht des 8-jährigen Philip erzählt Roth von einer vertrauten Welt, in der das Undenkbare Wirklichkeit wird. Der Roman mischt Autobiografie und Gedankenexperiment und stellt Weltgeschichte und Alltagskatastrophen schroff gegeneinander.
    Die Lesungen werden am 20. und 21. November im Freilichtmuseum sein. Der Kartenvorverkauf beginnt am 10. September unter der Telefonnummer 05231/3080210 oder evtl. unter www.literaturbuero-owl.de. Bitte notieren Sie sich diesen Termin, denn die Karten sind erfahrungsgemäß sehr schnell ausverkauft!

    Im Folgenden laden wir Sie zu unseren Veranstaltungen im September ein, geben Ihnen eine Veranstaltungsübersicht bis zum Ende des Jahres und erlauben uns am Schluss einige Hinweise von anderen Organisationen zu unserer „gemeinsamen Sache“.

     

    Sonntag, 9. September 2018 um 14:00 Uhr

    Tag des offenen Denkmals: Haus Münsterberg

    Öffnung des Hauses Münsterberg am Tag des offenen Denkmals

    Jeweils „um halb“ werden Marlen Dettmer und Sarah Bloch vom Literaturbüro kurze Vorträge zu Geschichte und Bedeutung des Hauses halten. Die Räume der Gesellschaft für Christlich – Jüdische Zusammenarbeit werden geöffnet sein und wir freuen uns über Besucher!

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38

     

    Freitag, 14. September 2018 um 19:30 Uhr

    Im Teuto versteckt und überlebt. Das geheime Leben des Dr. Sommer.

    Dr. Marion Meier

    Jeder in einem bestimmten Alter kannte ihn: Den Sexualaufklärer Dr. Jochen Sommer aus der "Bravo". Aber nur wenige kannten den Mann hinter dem Pseudonym, den Arzt, Psychologen und Religionslehrer Dr. Martin Goldstein, der im Bielefelder Westen geboren wurde, dort aufwuchs und der sich vor den Nazis im Teutoburger Wald verstecken musste, denn Goldstein war nach der Terminologie der braunen Machthaber "Halbjude". Dr. Martin Goldstein ist als Dr. Sommer in Deutschland mit seiner Rubrik in der Jugendzeitschrift BRAVO zu einem bedeutenden Aufklärer geworden. Generationen von Teenagern ebnete er den Weg in eine befreite, selbstverständliche Sexualität. Für die Sexualpädagogik ist das Wirken von Martin Goldstein ein Meilenstein mit einem nicht zu unterschätzenden Beitrag zu demokratischer Erziehung. Nach seinem Tod 2012 erhielt er in großen überregionalen Zeitungen würdigende Nachrufe.
    Die Bielefelder Journalistin Marion Meier hat sich in ihrem 2015 herausgegeben Buch „Im Teuto versteckt und überlebt“ auf die Spuren des berühmten Arztes und Psychologen begeben und erzählt von ihren Gesprächen mit dem Mann hinter dem Pseudonym Dr. Sommer. Martin Goldstein verdeutlicht in dieser Biographie, wie Verfolgung und Fremdenfeindlichkeit den Alltag einer deutschen Großstadt zur Nazizeit prägten. Dabei gelingt ein Mahnmal, das uns den Wert gelebter Toleranz beeindruckend in Erinnerung ruft.

    Die Lesung wird musikalisch umrahmt von der Saxophonistin und Musikpädagogin Gitta Schäfer.

    In Kooperation mit der Buchhandlung „Kafka&Co", Detmold. Karten gibt es in der Buchhandlung (Tel: 05231 39569). Der Eintritt ist für die Mitglieder unserer Gesellschaft frei.

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38

     

    Samstag, 22. September 2018 um 7:30 Uhr

    Tagesfahrt zur Ausstellung „Exil. Erfahrung und Zeugnis“ nach Frankfurt

    Die Ausstellung geht der Frage nach, was es bedeutet, ins Exil gehen zu müssen. Erstmals in seiner mehr als 60-jährigen Geschichte zeigt das Deutsche Exilarchiv 1933 – 1945 eine Dauerausstellung, die folgenden Fragen nach geht: „Was bedeutet es, ins Exil gehe zu müssen? Was erlebt man dort? Gibt es ein Ende des Exils? Und was bleibt vom Exil? Die Ausstellung zeigt Spuren des Exils in 250 einzigartigen Zeugnissen und mehr als 300 Exilveröffentlichungen aus den Beständen des Exilarchivs.

    Zusätzlich gibt es die Gelegenheit, die Ausstellung „Damenwahl“ Zum 100. Geburtstag der parlamentarischen Demokratie und zum 100. Jubiläum der Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland anzusehen.
    Am 19. Januar 1919 war es soweit. Frauen in Deutschland durften zum ersten Mal wählen und sich wählen lassen. Das Historische Museum Frankfurt lenkt mit einer großen, ganz Deutschland in den Blick nehmenden Jubiläumsausstellung die Aufmerksamkeit auf die Frauen, die zur Entstehung der Weimarer Republik und zur Einführung des Frauenwahlrechts 1918/1919 in Deutschland beitrugen.

    Gebühr: 69,00 € (inkl. Busfahrt, Eintritt, Führungen) TN-Zahl mind. 20, max. 25.

    Bitte melden Sie sich bis zum 13.9. mit der Anmeldenummer R-BA 8 für diese Exkursion an. Telefon: 05231/976742 oder per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

    In Kooperation mit der Lippischen Landeskirche unter der Leitung von Susanne Schüring-Koop.

     

     

    Sonntag, 23. September 2018 um 11:00 UhrPassoverPictureNo2 1938
     

    Stadtrundgang in Detmold: „Auf den Spuren der jüdischen Familie Herzberg aus Detmold“

    Gudrun Mitschke-Buchholz

    Am Beispiel dieser Familie soll der jüdischen Geschichte von Detmold mit ihren religiösen Stätten und den ehemals jüdischen Geschäfts- und Wohnhäusern nachgegangen werden. Ebenso werden Detmolder NS-Institutionen thematisiert, die für die Entrechtung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung verantwortlich waren.

    Der Rundgang dauert etwa 1 ½ - 2 Stunden, die Kosten betragen 5 € pro Person, SchülerInnen und Auszubildende 2 €.

     

    Treffpunkt: Rathaustreppe Detmold, Marktplatz Detmold

     

    Führungen „Auf jüdischen Spuren“ für ganze Schulklassen sind kostenlos. Bitte melden Sie sich dafür unter der Telefonnummer 05231/29758!

     

    Donnerstag, 27. September 2018 um 19:30 Uhr

    Das vergessene jüdische Bethaus in Detmold von 1633

    Fred Kaspar, LWL-Amt Denkmalpflege 

    Hinter den Häusern Krumme Str. 26 und 28 stand die erste Synagoge von Detmold. Sie war von der Straße aus nicht zu erkennen und nur durch das Haus Krumme Straße 28 zugänglich. Heute ist sie als verfallendes Haus von der Bruchmauerstrasse aus zu sehen.
    Der Bau der Synagoge/des Bethauses erfolgte in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, als es (wieder) eine wohlhabendere Gruppe jüdischer Bürger gab. Ihr Dasein wurde vom Fürstenhaus unterstützt.
    Dr. Fred Kaspar ist es zu verdanken, dass die Bedeutung der Synagoge bzw. des Bethauses „als einzigartiges historisches Zeugnis“ in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gelangte. Er hat als Bauhistoriker im Auftrag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe das Hinterhaus an der Bruchmauerstraße baugeschichtlich untersucht und erforscht.
    Der erkennbare ursprüngliche Bau des Hauses sowie weitere Quellen lassen seiner Meinung nach keinen Zweifel daran aufkommen, dass es als Bethaus, erste Synagoge in Detmold genutzt wurde. Vor dem erschlossenen historischen Hintergrund erweist sich das Gebäude heute als ein zentrales und schützenswertes Zeugnis der jüdischen Bevölkerung in Detmold und steht damit für einen wesentlichen Aspekt der Stadtgeschichte.

    In Zusammenarbeit mit dem Katholischen Bildungswerk Bielefeld-Lippe und dem AK gegen das Vergessen.

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38

     

     

    Sonntag, 7. Oktober 2018 um 11:00 UhrBlick auf den jüdischen Friedhof in Detmold
     

    Führung über den jüdischen Friedhof in Detmold

    Volker Buchholz

    Männer benötigen für diese Führung eine Kopfbedeckung.

    Der Rundgang dauert etwa 1 ½ - 2 Stunden, die Kosten betragen 5 € pro Person, SchülerInnen und Auszubildende 2 €.

     

    Treffpunkt ist am Eingang des Friedhofes an der Spitzenkamptwete, auf Höhe der Nummer 35.

    Vorankündigungen:

    Montag, 29.10.: Vortrag von Michael Rubinstein, Landesverband der jüdischen Gemeinden Nordrhein: „Judesein angesichts des Antisemitismus in Deutschland heute“. In der Reihe „Religionen im Gespräch“.

    Freitag, 9.11.: Gedenkveranstaltungen in vielen lippischen Gemeinden. In Detmold im Anschluss und in Zusammenarbeit mit der Stadt: Orgelkonzert mit Werken jüdischer Komponisten mit Oana Maria Bran in der Martin-Luther-Kirche, Schülerstraße.

    Dienstag/Mittwoch 20./21.11.: „Dorfgeschichten“ im Freilichtmuseum (siehe oben)

    Freitag, 23.11.: Konzert mit Esther Bejerano in der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Detmold. Eine Veranstaltung der Deutsch-Italienischen Gesellschaft.

    Mittwoch, 28.11.: Dr. Eva Lettermann, „Onkel Franz doch nicht“. Wiederholung des Vortrages in den Räumen des Zentrums für schulpraktische Lehrerausbildung in Detmold, Bruchstraße 38. Gäste sind willkommen.

    Donnerstag, 13.12.: Lesung aus den Werken von Ruth Michaelis-Jena, Detmold, und Jenny Aloni, Paderborn, im Haus Münsterberg. Ein Projekt des Literaturzirkels Bielefeld mit Musik des Jazzklarinettisten Lothar Henkenjohann.

    Am 1. Oktober findet der nächste Abend unter dem Motto „Wir müssen reden!“ – Talk der Religionen statt. Den genauen Ort entnehmen Sie bitte der örtlichen Presse.

    Weitere Hinweise:

    Für Mittwoch, den 29. August, 1830 Uhr lädt der Verein »Stolpersteine und Frenkel-Haus in Lemgo« e.V. ein in den Hof des Frenkelhauses zu: EIN ABEND FÜR KARLA RAVEH Hofgespräche und Musik. Leider konnten wir in der Sommerpause den Einladungsflyer nicht rechtzeitig an Sie weiterleiten.

    Am 2. September erhält unser langjähriges und sehr aktives Mitglied Ingrid Schäfer das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland! Wir gratulieren von Herzen!

    Das neue „Rosenland“ ist da. Sie können diese spannende Internetzeitschrift mit einem Vortrag von Jürgen Hartmann über Juden in Bösingfeld unter der Adresse www.rosenland-lippe.de herunterladen.

    Dank der Initiative unseres Mitglieds Martin Hankemeier finden Sie zurzeit in der Lippischen Landeszeitung sehr interessante Berichte über die jüdische Geschichte der Stadt Lage.

    Der „Arbeitskreis gegen das Vergessen“ bietet vom 12. – 14. Oktober 2018 eine Studienfahrt in die Gedenkstätte Sachsenhausen zum Preis von 249,-€ an. Falls Sie daran Interesse haben, erkundigen Sie sich bitte unter der Mailadresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, ob aktuell noch Plätze frei sind.

    Das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk IBB in Dortmund bietet vom 23. – 27. 10. zum Preis von 750€ eine Studienfahrt nach Amsterdam an: “Jüdisches Amsterdam gestern und heute“. Es werden auch Einblicke in den Umgang der Stadt mit aktuellem Rechtspopulismus und Antisemitismus gegeben. Sie können sich unter der Adresse https://ibb-d.de/events/juedisches-amsterdam-gestern-und-heute anmelden. Unsere Mitglieder Dr. Hermann und Gesine Niebuhr haben sich bereits angemeldet und schlagen Fahrgemeinschaften nach Dortmund vor.

    Über die eindrucksvolle Reise Detmolder Organisationen und lippischer SchülerInnen nach Warschau anlässlich der Gedenkveranstaltungen zur 75. Wiederkehr der Zerschlagung des Ghettoaufstandes unter der Leitung von Jürgen Stroop hat die Stadt eine Dokumentation erstellt, die Sie im Haus Münsterberg einsehen können, bzw. die wir Ihnen bei Interesse gerne zuschicken. Außerdem finden Sie dort ein Fotobuch zur Ansicht, das unser Mitglied Inge Ehrlicher für die Gesellschaft erstellt hat.

    Die Dokumentation des alten Teils des jüdischen Friedhofs in Detmold ist inzwischen abgeschlossen und über einen Link auf unserer Homepage (unter dem Menu-Punkt: Jüdische Friedhöfe in Lippe) einzusehen. Die Jüdische Gemeinde Herford-Detmold hat inzwischen die Finanzierung der Dokumentation auch des neuen Teils übernommen, so dass die Arbeit des Salomon Steinheim Institutes dort weitergehen kann!

    Bitte werfen Sie von Zeit zu Zeit eine Blick auf die Seiten des Digitalen Gedenkbuches für die Opfer des Nationalsozialismus in Detmold www.gedenkbuch-detmold.de. Frau Mitschke-Buchholz findet durch ihre unermüdliche Arbeit immer wieder neue Dokumente und Hinweise zu weiteren Opfern, deren Namen wir lebendig halten möchten. In diesem Sommer haben Nachkommen der Familie des lippischen Rabbiners Moritz Rülf ihre Wurzeln in Detmold gesucht. Sie waren von der Fülle der durch die Digitalisierung leicht zugänglichen Dokumente sehr beeindruckt. Einen offiziellen Besuch der Nachfahren im nächsten Sommer haben wir ins Auge gefasst.

    Mit herzlichen Grüßen – im Namen des ganzen Vorstands

    Micheline Prüter-Müller

    Rundbrief als Pdf-Datei 

  • Circular V 2018
  • Rundbrief IV 2018

    Detmold, den 25. April 2018

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde,

        im Mai des vergangenen Jahres feierte unsere jüdische Vorsitzende und Freundin Karla Raveh ihren 90. Geburtstag hier in Lippe. Kurz darauf ist sie verstorben. Wir möchten mit einem besonderen Konzert an Karla erinnern, bei dem sie sicherlich gerne dabei gewesen wäre:

    Montag, 14. Mai 2018 um 19:30 Uhr

    Monika Rey FotoEva Schuettler Foto
    „IRGENDWO AUF DER WELT“

    Jüdische Komponisten der 1920er und 30er Jahre

    Konzert mit Monika Rey (Gesang) und Eva Schüttler (Klavier) 

    Eintritt AK: 12 € / VVK: 10 €     Ermäßigung AK: 10 € / VVK: 8 €

    Die Eintrittskarten für das Konzert können Sie per Telefon (Anrufbeantworter) oder Mail in unserem Büro vorbestellen und an der Abendkasse bezahlen. In Lemgo können Sie die Karten an der Kasse des Museums Hexenbürgermeisterhaus oder im Gemeindebüro St. Johann erwerben.

    Veranstalterinnen: Stadt Lemgo, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Lippe e.V., Gedenkstätte Frenkelhaus, Landeszentrale für politische Bildung NRW

    Gemeindezentrum St. Johann, Hinter dem Kloster 1, Lemgo


    Im Januar dieses Jahres ist leider auch der Senior der großen Familie Hochfeld aus Lemgo, Uri Hochfeld, gestorben. Jürgen Scheffler erinnert an ihn in einem eindrucksvollen Text, den wir Ihnen als Anhang an diesen Rundbrief zusenden. Im Mai vergangenen Jahres war Uri Hochfeld anlässlich der Ausstellung „Gehen oder Bleiben“ noch zu einem großen Familientreffen nach Lemgo gekommen!

    Anlässlich der erneut aufgeflammten unsäglichen antisemitischen Vorfälle auch und gerade unter Jugendlichen weisen wir erneut darauf hin, dass wir Führungen auf jüdischen Spuren speziell für Schulklassen anbieten. Informationen und emotionale Berührung ermöglichen Führungen in ganz besonderer Weise. Melden Sie sich per Mail oder Telefon jederzeit in unserer Geschäftsstelle oder direkt bei mir (05231/24776).


    Weiterhin laden wir Sie herzlich zu folgenden Veranstaltungen ein:


    Dienstag, 15. Mai 2018 um 19:30 Uhr

    Radikalisierung: Jugendliche bauen sich ihren "Lego Islam"

    Dr. Michael Kiefer, Islamwissenschaftler Universität Osnabrück 

    Junge Menschen, die sich gewaltbereiten radikal-islamischen Gruppen anschließen, wissen oft sehr wenig vom Islam. "Man kann sagen, sie bauen sich ihren eigenen "Lego-Islam", so formuliert der Islamwissenschaftler Michael Kiefer das Ergebnis seiner Studie, die er gemeinsam mit Andreas Zwick von der Universität Bielefeld durchgeführt hat.
    Die beiden Wissenschaftler untersuchten 5.757 Postings einer WhatsApp Chat-Gruppe, der zwölf junge Männer im Alter von 15 bis 35 Jahren angehörten und erforschten auf diese Weise, wie es zur Radikalisierung bei jungen Muslimen kommt. Dabei kommen die Wissenschaftler zu überraschenden Ergebnissen. So hätten die Mitglieder der Gruppe kaum Bindungen an Moscheegemeinden oder traditionelle Formen des Glaubens. Risikofaktoren für eine Radikalisierung seien der Übergang von Schule zur Ausbildung, Gewalterfahrung oder andere kritische Lebensereignisse. Michael Kiefer wird an diesem Abend die Studie vorstellen und als Diskussionspartner zur Verfügung stehen.

    Moderation Dr. Katharina Kleine Vennekate

    In der Reihe "Religionen im Gespräch" in Kooperation mit der Ev. Studierendengemeinde Detmold/Lemgo (ESG) und dem Katholischen Bildungswerk Lippe e.V.

    Cafe Viva, Wiesenstraße 5, 32756 Detmold

    Freitag, 18. Mai 2018 um 16:00 Uhr

    Lesekreis

    mit Gertrud Wagner 

    Neue TeilnehmerInnen sind willkommen. Gelesen wird dieses Mal: Clare Hajal, Der Duft der bitteren Orangen.

    Haus Münsterberg, Hornsche Str. 38, Detmold

     

     

    Sonntag, 27. Mai 2018 um 11:00 UhrPostkarte der zerstörten Synagoge in
                      derLortzingstraße
     

    Stadtrundgang in Detmold: "Auf jüdischen Spuren"

    Gudrun Mitschke-Buchholz

    Im Mittelpunkt dieser Führung stehen Stätten der religiösen Kultur, Orte der öffentlichen Erinnerung an das jüdische Leben in Detmold und ehemalige jüdische Wohn- und Geschäftshäuser. Gezeigt werden auch die jüdische Volksschule, einige der sog. Judenhäuser, sowie Orte der NS-Institutionen, die in Detmold für die Verfolgung und Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung verantwortlich waren.

    Der Rundgang dauert etwa 1 ½ - 2 Stunden, die Kosten betragen 5 € pro Person, SchülerInnen und Auszubildende 2 €.

     Treffpunkt: Rathaustreppe Detmold, Marktplatz Detmold


    Dienstag, 29. Mai 2018 um 20:30 Uhr


    Abendliches Fastenbrechen - gemeinsam feiern

    Mitte Mai beginnt der Monat Ramadan. In dieser Zeit ist Muslimen das Essen und Trinken in der Zeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nicht erlaubt. Nach Sonnenuntergang wird jeden Abend das Fasten gebrochen und zu einem gemeinsamen Essen eingeladen. An diesem Abend wollen wir als Menschen mit unterschiedlicher Religionszugehörigkeit gemeinsam das abendliche Fastenbrechen feiern und laden zum Essen ein. Wir starten mit gemeinsamen Vorbereitungen und Gedankenaustausch. Nach Sonnenuntergang wird dann zusammen gegessen.

    Vorbereitende Gruppe: Studierende aus der Burse und Dr. Katharina Kleine Vennekate

    Anmeldung zum Essen bis zum 25.05.2018 erbeten unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

    In der Reihe "Religionen im Gespräch" in Kooperation mit der Ev. Studierendengemeinde Detmold/Lemgo (ESG) und dem Katholischen Bildungswerk Lippe e.V.

    Cafe Viva, Wiesenstraße 5, 32756 Detmold

     

     

    Sonntag, 3. Juni 2018 um 11:00 UhrBlick auf den jüdischen Friedhof in Detmold
     

    Führung über den jüdischen Friedhof in Detmold

    Volker Buchholz

    Männer benötigen für diese Führung eine Kopfbedeckung.

    Der Rundgang dauert etwa 1 ½ - 2 Stunden, die Kosten betragen 5 € pro Person, SchülerInnen und Auszubildende 2 €.

     

    Treffpunkt ist am Eingang des Friedhofes an der Spitzenkamptwete, auf Höhe der Nummer 35.



    In der Reihe „Blicke auf Israel“:

    Dienstag, 19. Juni 2018 um 19:30 Uhr

    Feature-Präsentation mit anschließendem Gespräch mit Heike Tauch

    Mit den Augen eines Scharfschützen.

    Die Geschichte des ehemaligen israelischen Elitesoldaten Nadav Weiman

    Feature von Herlinde Koelbl und Heike Tauch

    Nadav Weiman, Foto Copyright: Herlinde
                        Koelbl 

    Nadav Weiman, Foto Copyright: Herlinde Koelbl

    Mit: Sigrid Burkholder (Sprecherin) und Martin Bross (Voice Over)
    Regie: Heike Tauch
    Redaktion: Wolfgang Schiller
    Produktion: DLF 2017(45 min)

    Wir nehmen ihnen die Handys ab. Einer von uns sitzt die ganze Nacht über bei ihnen, mit dem Gewehr im Anschlag. Das also machten wir, und wir machten es so gut, dass die Familie nicht einmal aufwachte, als wir in das Haus eindrangen. Ich musste also eines der Kinder in seinem Bett aufwecken, mit angelegtem Gewehr, Tarnfarbe im Gesicht - die ganze Nummer. Als der Junge mich dann völlig verängstigt anstarrte, als ich so über ihm stand, die Waffe auf ihn gerichtet, und ihn aus dem Bett holte, dachte ich: ´Hier stimmt was nicht. Das gab’s schon mal in der Geschichte meines Volkes. Nur diesmal bin ich auf der falschen Seite.´ (Nadav Weiman in dem Feature „Mit den Augen eines Scharfschützen“)

    Nadav Weiman wächst in einer Familie mit großer Militärtradition auf: Nadavs Großvater und Urgroßvater kämpften im jüdischen Widerstand, Nadavs Vater im Jom-Kippur- und im ersten Libanon-Krieg, seine Brüder sind Elitekämpfer in der israelischen Armee. Mit 18 Jahren geht auch Nadav voller Überzeugung zur Armee und lässt sich zum Scharfschützen bei einer Eliteeinheit ausbilden. Sein Haupteinsatzgebiet werden die besetzten Gebiete. Mit der Zeit wachsen seine Zweifel am Sinn seiner Antiterroreinsätze.
    Als ihn die Fotografin Herlinde Koelbl 2012 bei ihren Arbeiten zum Ausstellungsprojekt „Targets“ kennenlernt, hat er seinen dreijährigen Dienst bereits beendet und engagiert sich bei „Breaking the Silence“, einer regierungskritischen Organisation von ehemaligen und aktiven israelischen Soldaten.(*) In den Folgejahren hält Koelbl den Kontakt mit ihm aufrecht. 2016, während der Vorbereitungen zu ihrer Ausstellung „Faces of Jerusalem“, trifft sie den inzwischen 30jährigen erneut.


    Herlinde Koelbl - Informationen zur Person der bekannten Künstlerin auf www.herlindekoelbl.de

    Heike Tauch (www.heike-tauch.de), seit 1992 als Autorin und Regisseurin fürs Radio mit Schwerpunkt Hörspiel und Feature. Zuletzt: „Metamorphosen“; (DLF 2015, zusammen mit Florian Goldberg), „Bürger Zweiter Klasse - Eine neu-deutsche Familie“ (DLF 2016, n-ost-Reportagepreis 2017).
    Von 1996-2012 leitete Tauch das Hörtheater für Deutschlandradio in Berlin.

    (*)GfCJZ: Das Treffen von Außenminister Gabriel im April 2017 mit Vertretern der Organisation "Breaking the Silence" in Israel führte zum Eklat mit der israelischen Regierung.

    Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdischer Zusammenarbeit in Lippe e.V.

    Haus Münsterberg
    Hornsche Straße 38, Detmold


    Zum Schluss noch ein besonderes Reiseangebot:

    Israelreise in den Herbstferien 2018
    Es sind noch Plätze frei!

    Die Kirchengemeinden Wöbbel und Reelkirchen bieten vom 17. - 26. Oktober 2018 eine Israelreise mit einem jüdisch-christlichen Schwerpunkt an.
    In Zusammenarbeit mit dem Reisebüro Krull, Blomberg, und einer weiteren Agentur für Gruppenreisen, wurde ein schönes und zum Teil außergewöhnliches Programm zusammengestellt. Pfarrer Holger Postma und Pfarrerin Bettina Hanke-Postma übernehmen die Reiseleitung zusammen mit einer ortskundigen Reiseführung.
    Die Reise vor Ort, mit Flug von Frankfurt nach Tel Aviv, startet im Süden Israels in der Negev Wüste und am Toten Meer. Nachdem wir Masada besichtigt haben, werden wir in den Norden zum See Genezareth reisen. Besuche in Kapernaum, auf dem Berg der Seligpreisungen leiten uns zu den Spuren Jesu und seiner Jüngerinnen und Jünger. Der Schwerpunkt der Reise liegt in diesem Jahr auf Jerusalem. Wir werden drei Nächte im lutherischen Hospiz in der Altstadt übernachten und vor Ort Begegnungen mit Menschen haben, die dort leben und uns aus ihrer Perspektive über das Leben heute in Israel und Palästina berichten können. Von dort aus werden wir auch nach Bethlehem fahren.
    Eine genaue Reisebeschreibung mit allen Kosten und weiteren Informationen schicken wir ihnen gern zu, rufen Sie an unter 05233-4323. Bettina Hanke-Postma

     
    Mit herzlichen Grüßen – im Namen des ganzen Vorstandes –

    Micheline Prüter-Müller

    Rundbrief als Pdf-Datei 

    Erinnerung an Uri Hochfeld


  • Circular IV 2018
   
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