• Rundbrief 3/2020

     

    Detmold, den 3. 6. 2020

     

    Sehr geehrte, liebe Mitglieder unserer "Gesellschaft",

    schon lange haben Sie nichts von uns gehört - eine traurige Zeit, in der wir alle Veranstaltungen - und vor allem auch unsere Besuchswoche anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung vom Hitlerfaschismus - absagen mussten. Eine traurige Zeit auch, weil laut neuesten Studien die antisemitischen Gewalttaten und Verschwörungstheorien in erschreckendem Maße zugenommen haben. Besonders zu diesem Thema planen wir aktuell neue Veranstaltungen, aber noch wissen wir nicht, wie es weitergehen wird. Die Altersstruktur unseres Vereines lässt uns besonders vorsichtig sein. Aber es gibt doch einiges, das wir Ihnen gerne auf der Mitgliederversammlung im März berichtet hätten und das ich nun schriftlich zusammenfassen möchte.

    Wir werden versuchen, die Besuchswoche für die Angehörigen der Familie Ehrmann/Margalit nächstes Jahr nachzuholen. Dann werden wir auch das inzwischen fast fertiggestellte EBook der vergriffenen Lebenserinnerungen von Ruth und Benjamin Margalit "Zerbrochene Kindheit" vorstellen.

    Die Verlegung der Stolpersteine für die Familie Herzberg wird entweder wie ursprünglich geplant Ende Juni sein - oder aber in den Herbst verschoben werden. Sobald wir Näheres wissen, werden wir das auf unserer Homepage mitteilen. Das gilt auch für das nächste Treffen der AG Stolpersteine.

    Unsere jährliche Mitgliederversammlung werden wir auf nächstes Jahr vertagen. Wir haben inzwischen die Nachricht erhalten, dass so etwas trotz anstehender Wahlen möglich ist. Die gewählten Vertreter bleiben solange im Amt.

    Der Schwerpunkt unserer Aktivitäten wird in diesem Jahr nicht auf Veranstaltungen liegen, sondern auf weiteren Publikationen zur jüdischen Regionalgeschichte.

    Gudrun Mitschke-Buchholz arbeitet zur Zeit an einer Neuauflage des Stadtrundgangs auf jüdischen Spuren in Detmold, der im Lippe Verlag von Hans Jacobs erscheinen wird.

    Außerdem ergänzt sie weiterhin das digitale Gedenkbuch, auf das Sie leicht über die von Rüdiger Schleysing aktuell gehaltene Homepage (https://www.gfcjz-lippe.de/) oder direkt (https://www.gedenkbuch-detmold.de) gelangen können.

    Michael Raveh hat uns Erinnerungen seines Vaters Shmuel Raveh übergeben, die Jürgen Scheffler hat übersetzen lassen und zur Zeit bearbeitet. Das wird ein neues spannendes Buch werden, in dem auch ein bislang unbekannter Text von Karla Raveh über ihre Ausreise nach Israel veröffentlicht werden wird.

    Klaus Pohlmann hatte eine umfassende Quellensammlung zur jüdischen Geschichte der frühen Neuzeit hinterlassen. Auch hier ist Jürgen Scheffler dabei, sie für einen Druck fertigzustellen, der in der Schriftenreihe des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins Lippe erscheinen wird.

    Das geplante Orgelkonzert mit Werken jüdischer Komponisten mit Oana Maria Bran wird am 9. November in der Martin-Luther-Kirche stattfinden - wenn bis dahin wieder Kirchenkonzerte erlaubt sein werden.

    Auch die Dorfgeschichten im Freilichtmuseum im November sollten stattfinden können. Vielleicht in diesem Jahr mit Werken eines aktuellen israelischen Schriftstellers.

    Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Schule haben gemeinsam mit ihrer Kunstlehrerin Dorle Timmerhus-Gottschalk und mit Bettina Hanke-Postma eine Installation zur Genesis vorbereitet, die ebenfalls öffentlich präsentiert werden soll.

    Anstelle von Konzert oder Stadtrundgängen zu Ehren des Geburtstages von Karla Raveh gibt es in diesem Jahr einen Schülerwettbewerb der Karla-Raveh-Schule, zu dem Schüler*innen zu Hause Beiträge erstellen können. Die Gesellschaft unterstützt diese Jugendarbeit.

    Am 27.Oktober hoffen wir, einen Vortrag zum Thema "Antisemitismus - hört das denn nie auf?" von Bettina Hanke-Postma anbieten zu können.

    Im November sind auch weitere Veranstaltungen in der Reihe "Religionen im Gespräch" zum Thema Die Bibel und der Koran geplant. Sie sollen am 7. und am 25.11. jeweils um 19.00 Uhr im Gemeindehaus in der Papenstraße Lemgo stattfinden.

    Das ursprünglich in den Antirassismuswochen geplante gemeinsame Bibellesen der Bergpredigt durch Matitjahu Kellig und Bettina Hanke-Postma soll nun am 1. November um 17.00 Uhr wahrscheinlich in der Synagoge Herford sein.

    Ideen, die wir mit Ihnen gemeinsam besprechen wollten, waren noch eine Exkursion zur Synagoge Petershagen mit unsere Mitglied Norbert Koch, eine Reise nach Israel im Herbst 2021 mit dem Ehepaar Postma, eine mögliche Reise auf jüdischen Spuren nach Amsterdam mit Jürgen Scheffler und so einiges mehr. Wir werden sehen. Und wir werden Sie natürlich immer rechtzeitig informieren!

    Für heute mit herzlichen Grüßen und mit all unseren guten Wünschen für Ihre Gesundheit - im Namen des ganzen Vorstands -

    Micheline Prüter-Müller

     

     

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  • Circular 3/2020

    Detmold, June 6, 2020

    Dear members of our "Society",

     

    For a long time you have not heard from us - a sad time, in which we had to cancel all events - and especially our visit week on the occasion of the 75th anniversary of the liberation from Hitler fascism. A sad time also because, according to the latest studies, anti-Semitic violence and conspiracy theories have increased to a frightening extent. We are currently planning new events on this topic in particular, but we do not yet know what will happen next. The age structure of our association makes us particularly cautious. But there are some things we would have liked to report to you at the general meeting in March and which I would now like to summarize in writing.

    We will try to make up for the visit week for the members of the Ehrmann/Margalit family next year. Then we will also present the EBook of the out-of-print memoirs of Ruth and Benjamin Margalit "Zerbrochene Kindheit (Broken Childhood)", which is now almost finished.

    The laying of the stumbling blocks for the Herzberg family will either be at the end of June as originally planned - or postponed until autumn. As soon as we know more details, we will announce this on our homepage. This also applies to the next meeting of the Stumbling Stones working group.

    We will postpone our annual general meeting until next year. In the meantime we have received the message that such a thing is possible despite the upcoming elections. The elected representatives will remain in office until this new meeting.

    The focus of our activities this year will not be on events, but on further publications on Jewish regional history.

    Gudrun Mitschke-Buchholz is currently working on a new edition of Stadtrundgang auf jüdischen Spuren (town tour on Jewish traces) in Detmold, which will be published by Hans Jacobs' Lippe Verlag.

    She is also continuing to supplement the digital commemorative book, which you can access easily via the homepage (https://www.gfcjz-lippe.de) or directly (https://www.gedenkbuch-detmold.de), which is kept up to date by Rüdiger Schleysing.

    Michael Raveh has handed over memories of his father Shmuel Raveh, which Jürgen Scheffler has had translated and is currently working on. This will be a new exciting book, in which it will be published a previously unknown text by Karla Raveh about her departure to Israel.

    Klaus Pohlmann had left behind a comprehensive collection of sources on Jewish history in the early modern period. Jürgen Scheffler is also in the process of completing it for a print that will appear in the series of publications of the Naturwissenschaftlichen und Historischen Verein Lippe.

    The planned organ concert with works by Jewish composers with Oana Maria Bran will take place on November 9th in the Martin Luther Church - if church concerts are permitted again by then.

    It should also be possible to hold the Dorfgeschichten (Village Stories) in the Open Air Museum in November. Perhaps this year with works by a current Israeli writer.

    Pupils of the Geschwister-Scholl-School, together with their art teacher Dorle Timmerhus-Gottschalk and Bettina Hanke-Postma, have prepared an installation on Genesis, which will also be presented to the public.

    Instead of a concert or city tours in honor of Karla Raveh's birthday, this year there will be a competition for students of the Karla Raveh School, to which students* can make entries at home. The society supports this youth work.

    On October 27th we hope to offer a lecture by Bettina Hanke-Postma on the topic "Anti-Semitism - does it never end?"

    In November we are also planning further events in the series "Religions in Conversation" on the subject of The Bible and the Koran. They are to take place on 7 and 25 November at 19.00 hours in the parish hall in Papenstraße Lemgo.

    The joint Bible reading of the Sermon on the Mount by Matitjahu Kellig and Bettina Hanke-Postma, which was originally planned during the anti-racism weeks, is now to take place on November 1 at 5 p.m. probably in the Herford Synagogue.

    Ideas that we wanted to discuss with you together were an excursion to the synagogue Petershagen with our member Norbert Koch, a trip to Israel in autumn 2021 with the Postma couple, a possible trip on Jewish traces to Amsterdam with Jürgen Scheffler and so much more. We will see. And of course we will always inform you in time!

     

    For today with best wishes and all our good wishes for your good health - on behalf of the whole board -

     

    Micheline Prüter-Müller

     

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  • Rundbrief 1/2020

     

    Detmold, den 12. 1. 2020

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde,

    am 27. Januar dieses neuen Jahres ist es 75 Jahre her, dass das Vernichtungslager Auschwitz befreit wurde. Die Zunahme hassvergifteter Haltungen, ausgrenzender Worte und terroristischer Taten macht die Erinnerung an das Grauen notwendiger denn je.

    Viele Veranstaltungen in lippischen Schulen und Kommunen werden auch in diesem Jahr an dieses Datum erinnern. Wer unsere Rundbriefe per Mail erhält, kann sich die entsprechenden Flyer herunterladen. Für alle anderen und auch, um Ihnen eine Übersicht über alle Veranstaltungen zu geben, listen wir sie weiter unten chronologisch auf.

    Unsere "Gesellschaft" lädt Sie ganz besonders ein zu dem Vortrag von Margarete Wißmann:


    Donnerstag, 23. Januar 2020 um 19:30 Uhr

    Relief im Titusbogen in Rom (Quelle: Wikipedia Commons, CC-BY-SA 3.0)

    Zwischen Vertreibung, Duldung und dem Privileg der Niederlassung

    Geschichte Jüdischen Lebens in Deutschland vor der Zeit der Industrialisierung

    Dipl. Ing. Margarete Wißmann

    Die Beschäftigung mit dem Judentum in Deutschland besteht gesellschaftlich meist in der Aufarbeitung der jüngeren Geschichte – sprich der Zeit des Nationalsozialismus. So dringend notwendig dies auch ist, so überschatten die Gräueltaten des letzten Jahrhunderts den Blick in die ältere Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland. Geht man in der Geschichte weiter zurück so stellt man fest, dass die Menschen jüdischen Glaubens einer ständig wandelnden Akzeptanz ausgesetzt waren. Die Juden lebten lange Zeit weitgehend unbehelligt inmitten der christlichen Mehrheitsgesellschaft und hatten eine wichtige Funktion für die Entwicklung der Städte und des Wirtschaftslebens. Trotzdem begannen Verfolgungen, die religiöse, soziale und wirtschaftliche Motive als Ursache hatten. Begriffe wie Schutzjude, Kammerknecht, Hofjude, Geleitbrief, Judenordnung finden in diesem Zusammenhang Verwendung.

    Es ist Ziel des Vortrages diese Termini verständlich zu erläutern und die damit verbundene gesellschaftliche Stellung der jüdischen Bevölkerung in Abhängigkeit der jeweiligen Herrscher anhand von ausgewählten Beispielen zu verdeutlichen.

    Frau Margarete Wißmann ist Verwaltungsangestellte bei der Stadt Lage.
    Seit längerem beschäftigt sie sich mit jüdischer Kultur und jüdischem Leben. So machte sie vor ca. 10 Jahren den Jüdischen Friedhof an der Flurstraße in Lage der Öffentlichkeit wieder bekannter. Sie veranlasste beispielsweise, dass vergrabene jüdische Grabsteine gehoben und wieder aufgestellt wurden. Auch die Übersetzung der hebräischen Inschriften aller 140 Grabsteine in Lage wurde von ihr initiiert.

    GfCJZ

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38


    Fortgesetzt wird auch die Reihe "Religionen im Gespräch", dieses Mal mit drei Abenden zum Thema "Die Bibel und der Koran":


    Mittwoch, 22. Januar 2020 um 19:00 Uhr

    Die Bibel und der Koran - Gemeinsamkeiten entdecken und Unterschiede würdigen

    Bibel und Koran kommen beide aus der abrahamitischen Tradition. In einer Reihe von drei Abendveranstaltungen werden Christen und Muslime gemeinsam Texte lesen, miteinander diskutieren und Gemeinsamkeiten und Unterschiede wahrnehmen und würdigen.

    Islamwissenschaftler Dr. Adem Aygün und Pastor Dr. Ulf Zastrow.

    Die Termine für zwei weitere Veranstaltungen werden in der Presse bekanntgegeben.

    Lippische Landeskirche, Evangelische Studierendengemeinde Detmold/Lemgo (ESG), katholisches Bildungswerk Lippe und GfCJZ.

    Moderation: Hochschulpastorin Dr. Katharina Kleine-Vennekate

    Gemeindehaus der ev.-luth. Kirchengemeinde St. Nicolai, Papenstr.17, 32657 Lemgo


    Außerdem laden wir wieder herzlich ein zu dem nächsten Lesekreis mit Frau Wagner:


    Freitag, 07. Februar 2020 um 16:00 Uhr

    Lesekreis mit Gertrud Wagner.

    Neue Teilnehmer sind immer herzlich willkommen!

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38


    Veranstaltungen zum Holocaustgedenktag in Lippe (chronologisch):

    Flyer der Stadt Detmold, Flyer der Stadt Lage


    Mittwoch, 22. Januar 2020 um 19:00 Uhr

    Lesung mit Petra Rosenberg: Verfolgung, Deportation und Ermordung an Sinti und Roma

    Petra Rosenberg liest aus der Autobiographie ihres Vaters. Sinti, „Zigeuner“, wie man sie meist abfällig nannte, auch sie gehörten zu den Verfolgten während des Nationalsozialismus. Einer, der den Völkermord u. a. in den Konzentrationslagern Auschwitz und Buchenwald überlebte, ist Otto Rosenberg, der Vater von Marianne und Petra Rosenberg.
    Petra Rosenberg ist heute Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg.

    Arbeitskreis „Gegen das Vergessen“ in Kooperation mit der Stadt Lage. Die Veranstaltung ist kostenlos.

    LAGENSER FORUM Am Drawen Hof 1, Lage



    Freitag, 24. Januar 2020 um 19:00 Uhr

    Lesung zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz

    Lesung der Schriftstellerin Jennifer Teege aus ihrem Buch „Amon - Mein Großvater hätte mich erschossen“

    Im Anschluss an die Lesung gibt es die Möglichkeit, mit der Schriftstellerin ins Gespräch zu kommen.

    Kooperationsprojekt der Städtischen Museen Lemgo, des Arbeitskreises 9. November, der Stadtbücherei Lemgo sowie des Vereins Stolpersteine und Frenkel-Haus in Lemgo e.V.

    Großen Sitzungssaal des Rathauses Lemgo



    Samstag, 25. Januar 2020 um 14:00 Uhr

    Jüdischer Friedhof in Lage vom 17. Jahrhundert bis heute - Begehung des Geländes mit Erläuterungen -

    Dipl.-Ing. Margarete Wißmann

    Im Jahr 2012/2013 wurden durch Grabungsarbeiten zahlreiche Grabsteinfragmente mit hebräischen Inschriften freigelegt, restauriert und wieder zu vollständigen Grabsteinen zusammengesetzt. Zwischenzeitlich sind sowohl diese wieder ans Licht geholten sehr alten Grabsteine übersetzt als auch die 98 Grabsteine des Friedhofteiles zur Flurstraße hin. Die dadurch möglichen Rekonstruktionen der Stammbäume der Familien, die in Lage gewohnt haben und hier beerdigt wurden, sind neuer Bestandteil des Vortrages zum Jüdischen Friedhof in Lage.

    Männer werden gebeten, beim Besuch des jüdischen Friedhofs eine Kopfbedeckung zu tragen.

    VHS Lippe-West in Kooperation mit der Stadt Lage. Die Veranstaltung ist kostenlos. Eine telefonische Anmeldung unter 05232-95500 (VHS) ist erforderlich.

    Jüdischer Friedhof Flurstr. 9, Lage



    Samstag, 25. Januar 2020 um 18:00 Uhr

    Konzert mit „Bimetall++“

    Frauke Willer: Trompete, Jo Bayou: Kontrabass, Kai Böttinger: Klarinette und Axel Zumblick: Akkordeon spielen Klezmer und andere Musikrichtungen. Der musikalische Streifzug führt außerdem durch die sephardische Musik und bietet einige Romalieder.

    Ev.-lutherische Kirchengemeinde Lage

    Ev.-lutherische Heilig-Geist-Kirche Sedanplatz 4, Lage



    Sonntag, 26. Januar 2020 um 10:00 Uhr

    Gottesdienst

    „Erinnern und Gedenken“ – „Was verbindet Juden und Christen“

    mit Pastorin Iris Opitz-Hollburg, dem Kirchenchor und Konfrmanden /-innen

    Ev.-ref. Kirche Berlebeck, Kindergartenweg 9



    Sonntag, 26. Januar 2020 um 18:00 Uhr

    MUSIKALISCHE MEDITATION

    mit der Chorgemeinschaft „cantus novus“ und Schülerinnen und Schülern der Johannes-Brahms-Musikschule

    Eintritt frei / Kollekte am Ausgang

    Martin-Luther Kirche, Schülerstraße 14, Detmold



    Sonntag, 26. Januar 2020 um 18:00 Uhr

    Shoa-Gottesdienst zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

    Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus wird zu einem Shoa-Gottesdienst in die Marktkirche eingeladen. Die Pfarrerinnen und Pfarrer der Stadtkirchengemeinden gestalten diesen Abendgottesdienst gemeinsam. Der jüdische Kantor Jakow Zelewitsch aus Bad Salzuflen wird einige Psalmen und das El male rachamim (zum Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Zeit) betend singen.

    Stadtkonvent Lage

    Marktkirche Lage



    Montag, 27. Januar 2020 um 13:45 Uhr

    Vortrag und Vorführung „Stolpersteine“


    In meiner Straße     Stolpersteine     Hier könnte jeder Name
    stehen     Irgendeiner, irgendeiner…

    Stolpersteine sind die Verbindung von damals zu heute: sie lassen Geschichte erfahrbar werden; direkt vor uns und in uns. In jedem Stolperstein verbirgt sich ein gelebtes und gewaltsam beendetes Leben eines Menschen.

    Was tun wir? Was können wir tun? Heute? In dieser Zeit, in der Antisemitismus, Rassismus und menschenverachtendes Verhalten zum „Hier und Jetzt“ gehören.

    In kurzen Szenen „stolpern“ Sekundarschüler*innen über menschliche Schicksale und versuchen eindrückliche Textfragmente ermordeter Dichter und Dichterinnen von damals wieder lebendig werden zu lassen.

    Veranstalter: Sekundarschule der Stadt Lage

    Die Veranstaltung ist kostenlos.

    Aula der Sekundarschule der Stadt Lage Friedrichstr. 33, Lage



    Montag, 27. Januar 2020 um 18:00 Uhr

    ZENTRALE GEDENKFEIER FÜR DIE OPFER DES NATIONALSOZIALISMUS

    „Stimme geben – Gesicht zeigen“

    Stadtgymnasium Detmold, Martin-Luther-Straße 4



    Sonntag, 02. Februar 2020 um 17:00 Uhr

    Lesung mit Grit Asperger zum 75. Todestag von Anne Frank

    Die Detmolder Schauspielerin Grit Asperger, geboren in Leipzig, Theaterpädagogin und Dozentin, liest und erzählt Auszüge aus dem Tagebuch der Anne Frank. Musikalisch begleitet wird die Lesung am Violoncello von Antje Grünwald, Diplom-Musikschulpädagogin an der Musikschule Lage.

    Veranstalter: Stadtbücherei Lage mit ihrem Förderverein in Kooperation mit der Musikschule Lage

    Eine telefonische Anmeldung unter 05232-601420 (Stadtbücherei) oder 05232-3432 (Buchhandlung Brückmann) ist erforderlich.

    Technikum Lange Str. 124, Lage



    Sonntag, 02. Februar 2020 um 11:30 Uhr

    FILMMATINÉE

    „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ (Deutschland 2017)

    Einführung Gudrun Mitschke-Buchholz (Stadtarchiv Detmold)

    Veranstalter: Stadt Detmold in Kooperation mit der Filmwelt Detmold

    Eintritt 5 €

    Filmwelt, Lange Straße 74, Detmold



    Dienstag, 04. Februar 2020 um 18:00 Uhr

    VORTRAG UND DISKUSSION

    „Zwangssterilisation und ,Euthanasie‘ im Nationalsozialismus und ihre Aufarbeitung in OWL“

    • Michael Spehr: Zwangssterilisierung auf dem Wittekindshof und „Eine Vernichtung, wenn auch unwerten Lebens, bezeichne ich als ‚Mord‘ – der Umgang mit der ‚Euthanasie‘“
    • Dr. Uwe Kaminsky: Paternalistische Verschwiegenheit – Bethel, die Zwangssterilisation und NS-„Euthanasie“
    • Magret Hamm: Zwangssterilisierte und „Euthanasie“-Opfer zwischen Stigmatisierung und Ausgrenzung im Nationalsozialismus und in der Bundesrepublik


    Michael Spehr ist Archivar der Stiftung Wittekindshof in Bad Oeynhausen, Dr.
    Uwe Kaminsky forscht als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr-Universität
    Bochum, Magret Hamm ist die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Bund der „Euthanasie“-Geschädigten und Zwangssterilisierten, Berlin

    Veranstalter: Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe und Stadtarchiv Detmold

    Veranstaltungsort: Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe, Vortragsraum, Willi-Hofmann-Straße 2, Detmold



    Freitag, 07. Februar 2020 um 19:00 Uhr

    LESUNG MIT MUSIK

    „Faschist werden – Eine Anleitung“ von Michela Murgia

    • Grit Asperger, Schauspielerin und Theaterpädagogin
    • Patrick Hellenbrand, Schauspieler (Landestheater Detmold)
    • Kim Efert, Jazzgitarre (Hochschule für Musik Detmold)

    Veranstalter: Buchhandlung ‘ Kafka & Co.’ in Kooperation mit der Stadt Detmold

    Wichtiger Hinweis zum Einlass!
    Der Eintritt ist frei! Aus organisatorischen Gründen erfolgt der Einlass nur mit Eintrittskarte.
    Die kostenlosen Eintrittskarten gibt es in der Buchhandlung ‘ Kafka & Co. ’

    Großer Sitzungssaal, Rathaus am Markt, Detmold


    Mit herzlichen Grüßen - im Namen des ganzen Vorstands -

    Micheline Prüter-Müller

     

     

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  • Rundbrief 1/2020 Ergänzung

    Detmold, den 25. 1. 2020

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde,

     

    zur Reihe der Gedenkveranstaltungen zum 27.01.2020 in Lippe gibt es kurzfristige Ergänzungen:

    Herr Heubner,der Vicepräsident des internationalen Auschwitz Komitees, hat zugesagt nach Lippe zu kommen.


    Donnerstag, 06. Februar 2020 um 19:00 Uhr

    Lesung und Begegnung

    75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz:
    „Ich sehe Hunde, die an der Leine reißen“

    Christoph Heubner, Schriftsteller und Exekutiv Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees

    Veranstalter: Die-Botschafter*innen mit Unterstützung von Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e. V, NRWeltoffen, VHS Detmold Lemgo, demokratie leben, Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen, Lippeservice

    Stadthalle Detmold, Kleiner Saal, Schloßpl. 7, 32756 Detmold


    Auch in Bad Salzuflen findet am 27.1. um 18 Uhr im Gemeindehaus am Kirchplatz in Schötmar eine Gedenkveranstaltung statt. Schüler der Eduard-Hoffmann-Realschule gestalten sie und stellen die Geschichte von David Rabinowicz in den Mittelpunkt.

     

    In Blomberg laden die Stadt und die Kirchengemeinden am 27.Januar, um 11 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Holocaust ein. Sie findet statt auf dem jüdischen Friedhof an der Reinickendorfer Straße.

    In Lemgo wird am Sonntag, 26. Januar, um 10.30 Uhr im Kirchlichen Zentrum der Stiftung Eben-Ezer, Alter Rintelner Weg, ein Gottesdienst von/mit Schülern der Topehlen-Schule gestaltet. Anlässlich des Holocaust-Gedenktages haben die Jugendlichen unter dem Titel „Was wirklich zählt – Leben in Vielfalt“ Beiträge erarbeitet.

    Und am 26. Januar startet der Stadtrundgang zum jüdischen Leben am Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo.

     

    In unserem letzten Rundbrief haben wir leider die Uhrzeit für die Filmmatinée in Detmold falsch angegeben, hier die Korrektur:


    Sonntag, 02. Februar 2020 um 11:30 Uhr

    FILMMATINÉE

    „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ (Deutschland 2017)

    Einführung Gudrun Mitschke-Buchholz (Stadtarchiv Detmold)

    Veranstalter: Stadt Detmold in Kooperation mit der Filmwelt Detmold

    Eintritt 5 €

    Filmwelt, Lange Straße 74, Detmold


    Alle Veranstaltungen, soweit uns bekannt, zum Holocaustgedenktag in Lippe finden Sie über:

    Flyer der Stadt Detmold, Flyer der Stadt Lage

     

    Oder über die Termine auf unserer Homepage.

     

    Mit herzlichen Grüßen - im Namen des ganzen Vorstands -

    Micheline Prüter-Müller

     

     

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  • Circular 1/2020

     

    Detmold, 12th 1, 2020

    Ladies and gentlemen, dear members and friends

     

    On 27 January of this new year it will be 75 years since the Auschwitz death camp was liberated. The increase in hate-poisoned attitudes, exclusionary words and terrorist acts makes the memory of horror more necessary than ever.

    Many events in schools and communities in Lippe will remind us of this date again this year. Those who receive our newsletters by e-mail can download the corresponding flyers. For everyone else and also to give you an overview of all events, we list them chronologically below.

    Our "Society" particularly invites you to the lecture by Margarete Wißmann:


    Thursday, January 23, 2020, 19:30

    Relief im Titusbogen in Rom (Quelle: Wikipedia Commons, CC-BY-SA 3.0)

    Between expulsion, tolerance and the privilege of settlement

    History of Jewish life in Germany before the time of industrialization

    Dipl. Ing. Margarete Wißmann

    Socially, the preoccupation with Judaism in Germany consists mostly in coming to terms with recent history - in other words, the period of National Socialism. As urgently necessary as this is, the atrocities of the last century overshadow the view of the older history on Jewish life in Germany. If one goes back further in history, one finds that the people of the Jewish faith were exposed to a constantly changing acceptance. For a long time, Jews lived largely undisturbed in the midst of the Christian majority society and had an important function in the development of the cities and economic life. Nevertheless, persecution began, with religious, social and economic motives as its cause. Terms such as Schutzjude, Kammerknecht, Hofjude, Geleitbrief, Judenordnung are used in this context.

    The aim of the lecture is to explain these terms in an understandable way and to illustrate the associated social position of the Jewish population in relation to the respective rulers using selected examples.

    Mrs. Margarete Wißmann is an administrative employee of the city of Lage.
    For a long time she has been engaged in Jewish culture and Jewish life. Thus, about 10 years ago, she made the Jewish cemetery at Flurstraße in Lage more known to the public again. She arranged, for example, that buried Jewish gravestones were lifted and put up again. She also initiated the translation of the Hebrew inscriptions of all 140 gravestones in Lage.

    Organizer: Society for Christian-Jewish Cooperation in Lippe

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38


    The series "Religions in conversation" will also be continued, this time with three evenings on the theme "The Bible and the Koran":


    Wednesday, January 22, 2020, 19:00

    The Bible and the Koran - discovering similarities and appreciating differences

    The Bible and the Koran both come from the Abrahamic tradition. In a series of three evening events, Christians and Muslims will read texts together, discuss them with each other and perceive and appreciate similarities and differences.

    Dr. of Islamic Studies Adem Aygün and Pastor Dr. Ulf Zastrow.

    The dates for two further events will be announced in the press.


    Lippische Landeskirche, Protestant Student Community Detmold/Lemgo (ESG),
    Catholic Educational Institution Lippe and GfCJZ.

    Moderation: University Pastor Dr. Katharina Kleine-Vennekate

    Community center of the Lutheran parish St. Nicolai, Papenstr.17, 32657 Lemgo


    We also cordially invite you again to the next reading circle with Mrs Wagner:


    Friday, February 07, 2020, 16:00

    Reading Circle with Gertrud Wagner

    The group will talk about Thomas Meyer's novel "Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse“ “ (Wolkenbruch's strange journey into the arms of a shiksa)

    New participants are very welcome!

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38


    Events on Holocaust Memorial Day in Lippe (chronological):

    Flyer of the city of Detmold , Flyer of the city of Lage


    Wednesday, January 22, 2020, 19:00

    Reading with Petra Rosenberg: Persecution, Deportation and Murder of Sinti and Roma

    Petra Rosenberg reads from her father's autobiography. Sinti, "gypsies", as they were usually disparagingly called, they too were among the persecuted during National Socialism. One of the people who survived the genocide in the Auschwitz and Buchenwald concentration camps, among others, is Otto Rosenberg, the father of Marianne and Petra Rosenberg.
    Petra Rosenberg is today the chairwoman of the Berlin-Brandenburg Regional Association of German Sinti and Roma.

    Working group "Against Forgetting" in cooperation with the city of Lage. The event is free of charge.

    LAGENSER FORUM, Am Drawen Hof 1, Lage



    Friday, January 24, 2020, 19:00

    Reading on the 75th anniversary of the liberation of the Auschwitz concentration camp

    Reading by the writer Jennifer Teege from her book "Amon - My grandfather would have shot me"

    After the reading, there will be an opportunity to talk to the author.

    Cooperation project of the Municipal Museums of Lemgo, the working group 9 November, the Municipal Library of Lemgo and the association Stolpersteine und Frenkel-Haus in Lemgo e.V.

    Large conference hall of the city hall Lemgo



    Saturday, January 25, 2020, 14:00

    Jewish cemetery in Lage from the 17th century until today
    - Inspection of the area with explanations -

    Dipl.-Ing. Margarete Wißmann

    In 2012/2013, excavation work uncovered and restored numerous tombstone fragments with Hebrew inscriptions and reassembled them into complete tombstones. In the meantime, both these very old gravestones, which have been brought back to light, and the 98 gravestones of the cemetery section facing Flurstraße have been translated. The resulting reconstructions of the family trees of the families who lived in Lage and were buried here are a new part of the lecture on the Jewish Cemetery in Lage.

    Men are asked to wear headgear when visiting the Jewish cemetery.

    VHS Lippe-West in cooperation with the town of Lage. The event is free of charge. A telephone registration under 05232-95500 (VHS) is required.

    Jewish cemetery Flurstr. 9, Lage



    Saturday, January 25, 2020, 18:00

    Concert with "Bimetall++"

    Rough Willer: Trumpet, Jo Bayou: double bass, Kai Böttinger: clarinet and Axel Zumblick: accordion, play Klezmer and other music styles. The musical foray also leads through Sephardic music and offers some Roma songs.

    Evangelical Lutheran congregation Lage

    Lutheran Church of the Holy Spirit, Sedanplatz 4, Lage



    Sunday, January 26, 2020, 10:00

    Church service

    "Remembering and Remembrance" - "What unites Jews and Christians"

    with pastor Iris Opitz-Hollburg, the church choir and confirmands

    Ev.-ref. Kirche Berlebeck, Kindergartenweg 9



    Sunday, January 26, 2020, 18:00

    MUSICAL MEDITATION

    with the choir community "cantus novus" and students of the Johannes-Brahms-Musikschule

    Inlet free / collection at outlet

    Martin Luther Church, Schülerstraße 14, Detmold



    Sunday, January 26, 2020, 18:00

    Shoa service in memory of the victims of National Socialism

    On the day of commemoration of the victims of National Socialism a Shoa service will be held in the Marktkirche. The pastors of the city church congregations will conduct this evening service together. The Jewish cantor Jakow Zelewitsch from Bad Salzuflen will sing some psalms and the El male rachamim (in memory of the victims of the National Socialist era) in prayer.

    Stadtkonvent Lage

    Marktkirche Lage



    Monday, January 27, 2020, 13:45

    Lecture and demonstration "Stolpersteine

    In my street     Stolpersteine     Here any name could be written
    Someone, anyone...

    Stumbling blocks are the connection from then to now: they make history tangible; directly in front of us and within us. In every stumbling block a lived and violently ended life of a person is hidden.
    What do we do? What can we do? Today? In this time when anti-Semitism, racism and inhuman behaviour are part of the "here and now".
    In short scenes secondary school students "stumble" over human fates and try to bring back to life impressive text fragments of murdered poets of that time.

    Organizer: Secondary school of the town Lage

    The event is free of charge.

    Assembly hall of the secondary school in Lage, Friedrichstr. 33, Lage



    Monday, January 27, 2020, 18:00

    CENTRAL MEMORIAL CEREMONY FOR THE VICTIMS OF NATIONAL SOCIALISM

    "Give voice - show face"

    Stadtgymnasium Detmold, Martin-Luther-Straße 4



    Sunday, February 02, 2020, 17:00

    Reading with Grit Asperger on the 75th anniversary of Anne Frank's death

    The Detmold actress Grit Asperger, born in Leipzig, theatre pedagogue and lecturer, reads and tells excerpts from the diary of Anne Frank. The reading will be musically accompanied on the cello by Antje Grünwald, a graduate music school teacher at the Lage Music School.

    Organizer: Lage Public Library with its support association in cooperation with the Lage Music School

    Registration by telephone on 05232-601420 (Stadtbücherei) or 05232-3432 (Buchhandlung Brückmann) is required.

    Technikum, Lange Str. 124, Lage



    Sunday, February 02, 2020, 11:30

    FILMMATINÉE

    „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ ("The Invisible Ones - Let Us Live") (Deutschland 2017)

    Introduction Gudrun Mitschke-Buchholz (Detmold City Archive)

    Organizer: City of Detmold in cooperation with Filmwelt Detmold

    Entrance fee 5 €

    Filmwelt (cinema), Lange Straße 74, Detmold



    Tuesday, February 04, 2020, 18:00

    LECTURE AND DISCUSSION

    "Forced sterilization and 'euthanasia' under National Socialism and their treatment in OWL"

    • Michael Spehr: Forced sterilization at the Wittekindshof and "An annihilation, even if unworthy of life, I call 'murder' - the handling of 'euthanasia'".
    • Dr. Uwe Kaminsky: Paternalistic secrecy - Bethel, the forced sterilization and NS-"euthanasia
    • Magret Hamm: Forced sterilization and "euthanasia" victims between stigmatization and exclusion under National Socialism and in the Federal Republic

    Michael Spehr is archivist of the Wittekindshof Foundation in Bad Oeynhausen,
    Dr. Uwe Kaminsky is a research assistant at the Ruhr-University Bochum,
    Magret Hamm is the chairman of the working group 'Bund der "Euthanasia" victims and forced sterilizers', Berlin

    Organizer: State Archive NRW Department East Westphalia-Lippe and City Archive Detmold

    State Archive NRW Department East Westphalia-Lippe, Lecture room, Willi-Hofmann-Straße 2, Detmold



    Friday, February 07, 2020, 19:00

    READING WITH MUSIC

    „Faschist werden – Eine Anleitung“ ("Becoming a Fascist - A Guide") by Michela Murgia

    - Grit Asperger, actress and theatre pedagogue
    - Patrick Hellenbrand, actor (Detmold State Theatre)
    - Kim Efert, Jazz guitar (Detmold University of Music)

    Organizer: Bookstore ' Kafka & Co.' in cooperation with the city of Detmold

    Important note on the admission!
    The entrance is free! For organisational reasons, admission is only possible with an admission ticket.
    The free admission tickets are available in the bookshop ' Kafka & Co. '

    Large conference hall, city hall at the market, Detmold


    Yours sincerely, on behalf of the entire Executive Board

    Micheline Prüter-Müller

     

     

    Circular as Pdf-File

  • Rundbrief IV 2019

     Detmold, den 3. September 2019


    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde,

    in diesem Herbst gibt es viele Veranstaltungen, zu denen wir Sie herzlich einladen. Wir haben alle in diesem heutigen Rundbrief zusammengefasst, werden uns aber erlauben, auf manche, die noch sehr weit entfernt sind, in weiteren Mails hinzuweisen.

    Bereits am 9. September um 10:00 Uhr beginnt im Literaturbüro der Vorverkauf für die diesjährigen „Dorfgeschichten“ im Freilichtmuseum, die wir ja seit einiger Zeit mitveranstalten. Näheres finden Sie unten in der entsprechenden Ankündigung.

    Wir freuen uns sehr, Ihnen berichten zu können, dass das Projekt „Digitalisierung des Gedenkbuches für die Opfer des NS in Detmold“ von Gudrun Mitschke-Buchholz den diesjährigen Preis der Felix-Fechenbach-Stiftung erhalten wird.

    Und dass unsere langjährigen und so besonders aktiven Mitglieder Hanne und Klaus Pohlmann von der Stadt Lemgo mit einer Stele vor dem Engelbert-Kämpfer-Gymnasium geehrt werden sollen. Ab 6. September können Sie diesen Erinnerungsstein dort finden.

    Die Einladungen zu Gedenkveranstaltungen zum 9. November beziehen sich zurzeit nur auf Detmold. Wir bitten Sie, uns alle weiteren Veranstaltungen lippischer Kommunen zu mailen, damit wir auch dazu einladen können.

    Zu unseren Veranstaltungen:



    Donnerstag, 19. September 2019 um 19:30 Uhr

    A3 Plakat Wir sind Juden aus Breslau rgb net

    Film: Wir sind Juden aus Breslau

    Ein Film von Karin Kaper u.a. über das Leben von Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham Ascher, Wolfgang Nossen, Eli Heymann, Mordechai Rotenberg, Max Rosenberg, Pinchas Rosenberg.

    In Anwesenheit der Regisseurin mit anschließendem Filmgespräch Zusätzliche Schulvorführung im Kino mit Regisseurin am Freitag, den 20.9. um 11.00 Uhr im Kino Filmwelt, Lange Straße 74

    Ein Film von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische und antisemitistische Strömungen in Europa. Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt.

    Anita Lasker Wallfisch, eine wichtige Protagonistin, hielt im letzten Jahr im Deutschen Bundestag die Rede bei der Holocaust-Gedenkfeier. In diesem Jahr ist der 81. Jahrestag der Pogromnacht. Das Kapitel "Pogromnacht" spielt in den Erinnerungen aller Beteiligten eine elementare Rolle.

    www.judenausbreslaufilm.de

    Buchhandlung Kafka & Co., Forum offenes Detmold, NRWeltoffen, Landeszentrale für Politische Bildung NRW, Lippe Service, GfCJZ Lippe

    Eintritt: 5€

    Filmwelt Detmold, Lange Straße 74



    Sonntag, 22. September 2019 um 11:00 Uhr

    Familie Herzberg (v. l.: Fritz, Moritz, Johanna, Gerda), Pessach 1938 (© Sammlung Joanne Herzberg)

    Stadtrundgang in Detmold: „Auf den Spuren der jüdischen Familie Herzberg aus Detmold“

    Gudrun Mitschke-Buchholz

    Am Beispiel dieser Familie soll der jüdischen Geschichte von Detmold mit ihren religiösen Stätten und den ehemals jüdischen Geschäfts- und Wohnhäusern nachgegangen werden. Ebenso werden Detmolder NS-Institutionen thematisiert, die für die Entrechtung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung verantwortlich waren.

    Der Rundgang dauert etwa 1 ½ - 2 Stunden, die Kosten betragen 5 € pro Person, SchülerInnen und Auszubildende 2 €.

    Treffpunkt: Rathaustreppe Detmold, Marktplatz Detmold



    Freitag, 27. September 2019 um 16:00 Uhr

    Lesekreis mit Gertrud Wagner.

    Gelesen wird "Unter der Drachenwand“ von Arno Geiger

    Neue Teilnehmer*innen sind immer herzlich willkommen!

    Haus Münsterberg,  Hornsche Straße 38, Detmold



    Sonntag, 06. Oktober 2019 um 11:00 Uhr

    Blick auf den jüdischen Friedhof in Detmold

    Führung über den jüdischen Friedhof in Detmold

    Volker Buchholz

    Männer benötigen für diese Führung eine Kopfbedeckung.

    Die Kosten betragen 5 € pro Person, SchülerInnen und Auszubildende frei.

    Treffpunkt ist am Eingang des Friedhofes an der Spitzenkamptwete, auf Höhe der Nummer 35.



    Sonntag, 13. Oktober 2019 um 11:00 Uhr

    Foto aus dem Inneren der zerstörten Synagoge in der Lortzingstraße

    Stadtrundgang in Detmold: "Auf jüdischen Spuren"

    Gudrun Mitschke-Buchholz

    Dieser Rundgang führt nun in einen anderen Teil Detmolds als bisher (u .a. Sachsenstr. und Emilienstr.) und stellt Wohn- und Geschäftshäuser jüdischer Bürgerinnen und Bürger und sog. Judenhäuser in den Mittelpunkt. Auch Orte der NS-Institutionen, die in Detmold für die Verfolgung und Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung verantwortlich waren, sollen gezeigt werden.

    Der Rundgang dauert etwa 1 ½ - 2 Stunden, die Kosten betragen 5 € pro Person, SchülerInnen und Auszubildende frei.

    Treffpunkt: Rathaustreppe Detmold, Marktplatz Detmold



    Änderung: Neuer Termin und Ort!

    Dienstag, 05. November 2019 um 19:30 Uhr

    Buchdeckel

    "Abgereist, ohne Angabe der Adresse"

    Postalische Zeugnisse zu Verfolgung und Terror im Nationalsozialismus

    Heinz Wewer

    „Abgereist" - wie es auf zahlreichen Briefen und Postkarten stand, die von der Reichspost zurückgesendet wurden, traf fast niemals die Wahrheit. Die Empfänger waren vertrieben worden, weil sie Juden waren.

    In Zusammenarbeit mit Zeitzeugen, Sammlern und Archiven hat der Autor über 300 postalische und ergänzende Dokumente zusammengetragen und in einem Buch veröffentlicht, das er vorstellen wird.

    Veranstalter: Lippischen Landesmuseum Detmold in Kooperation mit der Koordinierungsstelle NRWeltoffen des Kreises Lippe

    Lippischen Landesmuseum Detmold, Ameide 4, 32756 Detmold



    Samstag, 09. November 2019 um 17:00 Uhr

    Kranzniederlegung zum Gedenken an die Reichspogromnacht durch die evangelische und katholische Jugend an dem Gedenkstein für die Synagoge in der Lortzingstraße, Detmold



    Samstag, 09. November 2019 um 18:00 Uhr

    Zentrale Gedenkstunde zur Erinnerung an die Reichspogromnacht

    Stadt Detmold und GfCJZ Lippe

    Gedenkstätte in der Exterstraße, Detmold



    Samstag, 09. November 2019 um 19:30 Uhr

    Lohff Plakat 14

    Requiem für einen polnischen Jungen

    Komponist: Dietrich Lohff (1941 - 2016)

    Detmolder Vokalensemble
    Instrumentalensemble La réjouissance
    Leitung: Andrea Schwager

    Das „Requiem für einen polnischen Jungen“ erinnert inhaltlich und auch musikalisch an das „War Requiem“(1961) von Benjamin Britten. Der Komponist Dietrich Lohff hat einen Weg aufgezeigt, ohne anzuklagen: Mit seinem Werk hat er Stellung bezogen gegen das Vergessen: Er lässt die Opfer selbst zu Wort kommen. Den acht Teilen des Oratoriums sind Texte von Opfern des Faschismus zugrunde gelegt. So ist das „Requiem für einen polnischen Jungen“ (1997/98) ein musikalisches Mahnmal wider das Vergessen. Das Werk hat bereits eine Vielzahl von Aufführungen in Deutschland, u.a. am 27.1.1999 im Deutschen Bundestag anlässlich einer Feierstunde zum Gedenktag der Befreiung des KZ Auschwitz, erlebt.

    Dietrich Lohff schreibt zu seinem „Requiem“: „Die Kirchenmusik darf nicht schweigen, das hat sie schon viel zu lange getan. Es muss ihr möglich sein, das Leid, das der Faschismus über Millionen von Menschen gebracht hat, hörbar zu machen, indem sie den Opfern eine leise – aber deutliche – Stimme verleiht“.

    "Wenn nun langsam die Generation der Augenzeugen der Täter und Opfer verstirbt, ist es an uns, zu mahnen, zu erinnern. Auch wenn es schmerzt und beschämt. Das soll mit dieser Aufführung geschehen." Andrea Schwager

    Stadt Detmold, GfCJZ Lippe

    Eintritt frei. Spenden sind willkommen.

    Heilig Kreuz Kirche, Schubertplatz 10, Detmold



    Dienstag, 12. November 2019 um 19:30 Uhr und
    Mittwoch, 13. November 2019 um 19:30 Uhr

    17-05-10-Pressetermin-Weissensee-RalfR RR79384

    Dorfgeschichten

    Lesung: "Die Verwandlung" von Franz Kafka

    Florian Lukas, Schauspieler und Rezitator (Good Bye Lenin, The Grand Budapest Hotel, Weissensee u.a.)

    Die Verwandlung beginnt mit einem der populärsten ersten Sätze der Weltliteratur: ‹Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt.› Die Erzählwelt des Textes entfaltet sich aus diesem ersten Satz, der rigoros mit den Regeln realistischer Darstellung bricht. Pflichtbewusst versucht Gregor Samsa, Tuchhändler und Ernährer der Familie, die geplante Geschäftsreise trotz seiner Verwandlung anzutreten, muss aber bald feststellen, dass sein Anblick Eltern und Schwester nicht nur entsetzt, sondern er sich auch nicht länger verständlich machen kann... 

    Die Verwandlung fasziniert durch ihren kristallklaren und gleichzeitig rätselhaften Stil und hat zu den verschiedensten Interpretationen angeregt. 

    In der Lesung von Florian Lukas kommen der fantastische Verwandlungsvorgang Gregor Samsas, eine geradezu bedrückende Familiengeschichte und die fehlende Empathie mit dem ‹Andersartigen› eindrücklich zusammen.

    Literaturbüro Detmold, Westfälisches Freilichtmuseum, GfCJZ Lippe

    Eintritt: 15,- und 22,- Euro
    Der Kartenvorverkauf beginnt am 9.9. um 10 Uhr unter der Telefonnummer 05231/3080210 oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (ebenfalls ab 9.9.!)

    Gaststätte "Zum weißen Ross", große Scheune. Freilichtmuseum Detmold.
    Ein Bustransfer vom Parkplatz des Freilichtmuseums ist eingerichtet: Erste Fahrt um 18.45 Uhr, letzte Fahrt um ca. 19.20 Uhr



    Mittwoch, 13. November 2019 um 11:30 Uhr

    Dorfgeschichten - Schullesung

    Lesung aus: "Die Verwandlung" von Franz Kafka

    Florian Lukas, Schauspieler und Rezitator (Good Bye Lenin, The Grand Budapest Hotel, Weissensee u.a.)

    Im Rahmen der Schullesung ist Florian Lukas mit einer gekürzten Fassung der Verwandlung zu erleben. Die etwa 50-minütige Lesung richtet sich an Schüler*innen ab Jahrgangsstufe 10.

    Literaturbüro Detmold, Westfälisches Freilichtmuseum, GfCJZ Lippe

    Eintritt: 5,- Euro pro Schüler*in
    Anmeldungen und Informationen im Literaturbüro OWL (05231/3080210)

    Detmolder Sommertheater, Neustadt 24, Detmold



    Freitag, 22. November 2019 um 19:30 Uhr

    Buchtitelseite

    Lesung aus dem Buch "Alma" von Dagmar Fohl

    Mit Alma Lapidot-Rakemann und Ulrike von der Linden

    Musik für Solocello mit Max Gundermann, Cellist im Kammerorchester Detmold und im Arminius-Quartett.

     

    Die Detmolder Tänzerin, Choreografin und Lehrerin Ulrike von der Linden schreibt zu diesem Projekt:

    "Ich habe im Sommer 2015 auf der griechischen Insel Samos die Ankunft von Schlauchbooten mit Geflüchteten aus Syrien und dem Irak erlebt, habe den Menschen in die Augen geschaut und mich entschieden etwas zu tun. Durch den Roman „ALMA“ von Dagmar Fohl, der 2017 erschien und die Geschichte des Musikalienhändlers und Cellisten Aaron Stern und seiner Familie während der Zeit des Nationalsozialismus erzählt, wurde mir erneut deutlich vor Augen geführt, dass für viele jüdische Mitbürger damals die Situation eine ähnliche war wie die der Geflüchteten heute. Auch sie wurden bei dem Versuch vor dem Tod zu fliehen von etlichen Ländern abgewiesen, Schiffe durften Häfen nicht anlaufen, die Menschen wurden in den zum großen Teil sicheren Tod zurück geschickt.

    Da der Romantitel der Vorname meiner Enkeltochter ist (seit dem 28.2.2019 Mitglied in der Jüdischen Gemeinde Berlin und 14 Jahre alt), war der Entschluss schnell gefasst mit ihr gemeinsam Abschnitte aus dem Roman im Wechsel zu lesen und die angegebenen Musikstücke, vorzugsweise auf dem Cello zu spielen, zu Gehör zu bringen. Der Cellist Max Gundermann, Preisträger mit dem Arminius-Quartett beim Auryn Wettbewerb Kammermusik, konnte dafür gewonnen werden. Mit diesem Projekt wollen wir die Brücke schlagen zwischen dem Schicksal unzähliger jüdischer Mitbürger zur Zeit des Nationalsozialismus und den vielen Menschen, die heute weltweit auf der Flucht sind und auf ähnliches menschenverachtendes Verhalten stoßen."

    GfCJZ Lippe

    Eintritt 8 € /5€ mit Ermäßigung. Kartenvorbestellung unter 05231/ 29758

    Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38, Detmold



    Mittwoch, 04. Dezember 2019 um 19:30 Uhr

    Faten Mukarker

    "Seit Jahrzehnten warten auf den Frieden - Leben zwischen Mauern"

    In der Reihe "Religionen im Gespräch"

    Faten Mukarker, Bethlehem

    Faten Mukarker wurde in Bethlehem in Palästina geboren, wo sie auch heute mit ihrer Familie lebt. Sie ist in Deutschland aufgewachsen und hat bis zu ihrem 20. Lebensjahr in der Nähe von Köln gewohnt. 1975 kehrte sie nach Bethlehem/Beit Jala zurück und heiratete.

    Bei unserer letzten Israel- und Palästinareise haben wir Frau Mukarker in ihrem Wohnort als faszinierende und verständnisvolle Kennerin des Israel-Palästina-Konfliktes kennen gelernt. In ihrem Vortrag werden die besonderen Bedingungen des alltäglichen Lebens als palästinensische Christin im Mittelpunkt stehen. Sie fragt: „Auf beiden Seiten der Mauer gibt es Menschen, die an einen gerechten Frieden glauben. Aber welche Hürden müssen überwunden werden, damit die beiden Völker endlich wieder zu einem friedvollen Nebeneinander, vielleicht sogar Miteinander finden?“ In eindrücklicher Weise erzählt Frau Mukarker ihre Geschichte und macht deutlich, dass sie sich nichts sehnlicher wünscht als ohne Angst, frei und selbstbestimmt in einem eigenen lebensfähigen Staat neben dem Staat Israel zu leben.

    GfCJZ Lippe, Bildungsreferat der lippischen Landeskirche

    Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38, Detmold



    Dienstag, 10. Dezember 2019 um 19:30 Uhr

    Lesung:  Regina Scheer: Gott wohnt im Wedding

    Regina Scheer, Berlin

    Ein Haus. Ein Jahrhundert. So viele Lebensgeschichten.

    Alle sind sie untereinander und schicksalhaft mit dem ehemals roten Wedding verbunden, diesem ärmlichen Stadtteil in Berlin. Mit dem heruntergekommenen Haus dort in der Utrechter Straße. Leo, der nach 70 Jahren aus Israel nach Deutschland zurückkehrt, obwohl er das eigentlich nie wollte. Seine Enkelin Nira, die Amir liebt, der in Berlin einen Falafel-Imbiss eröffnet hat. Laila, die gar nicht weiß, dass ihre Sinti-Familie hier einst gewohnt hat. Und schließlich die alte Gertrud, die Leo und seinen Freund Manfred 1944 in ihrem Versteck auf dem Dachboden entdeckt, aber nicht verraten hat. Regina Scheer, die bekannte Berliner Erzählerin deutscher Geschichte (u. a. "Machandel"), hat die Leben ihrer Protagonisten zu einem literarischen Werk voller Wahrhaftigkeit und menschlicher Wärme verwoben.

    GfCJZ Lippe in Kooperation mit dem Buchhaus am Markt, Detmold

    Eintrittskarten zum Preis von 8,- /5,- € erhalten Sie in der Buchhandlung am Markt oder bei der GfCJZ Lippe unter 05231/ 29758. An der Abendkasse kosten die Karten 10€.

    Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38, Detmold



    Viele Grüße im Namen des ganzen Vorstands -  und für all unseren jüdischen Mitglieder und Freunde ein herzliches Schana Tova für ein möglichst glückliches und friedliches neues Jahr!

    Micheline Prüter-Müller

     

     

    Rundbrief als Pdf-Datei

  • Circular IV 2019

    Detmold, September 6, 2019

    Ladies and gentlemen, dear members and friends,

    This autumn there are many events to which we cordially invite you. We have summarized them all in today's newsletter, but we will take the liberty of pointing out some that are still very far away in further mails.

    Already on September 9 at 10:00 a.m. the advance sale for this year's "Dorfgeschichten" (Village Stories) in the Open Air Museum, which we have been co-organizing for some time, will begin in the Literature Office. More details can be found below in the corresponding announcement.

    We are very pleased to report that the project "Digitalization of the Memorial Book for the Victims of National Socialism in Detmold" by Gudrun Mitschke-Buchholz will receive this year's Felix Fechenbach Foundation Prize.

    And that our long-standing and particularly active members Hanne and Klaus Pohlmann will be honored by the town of Lemgo with a stele in front of the Engelbert-Kämpfer-Gymnasium. From September 6 on you can find this memorial stone there.

    The invitations to commemorative events on November 9 currently refer only to Detmold. We ask you to mail us all further events of Lippe municipalities, so that we can invite you.

    To our events:

    Thursday, September 19,  2019, 19:30

    A3 Plakat Wir sind Juden aus Breslau rgb net

    Film: We are Jews from Breslau

    A film by Karin Kaper about the life of Esther Adler, Gerda Bikales, Anita Lasker-Wallfisch, Renate Lasker-Harpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham Ascher, Wolfgang Nossen, Eli Heymann, Mordechai Rotenberg, Max Rosenberg, Pinchas Rosenberg.

    In the presence of the director followed by a film talk. Additional school performance at the cinema with director on Friday, 20.9. at 11.00 a.m. at the Kino Filmwelt, Lange Straße 74.

    A film of current explosiveness, which sets a forceful example against growing nationalist and anti-Semitic currents in Europe. A film which shows where a catastrophic policy of isolation of refugees can lead to. A film, which connects both the life experiences of the protagonists and the founding of the State of Israel with the experiences of the Holocaust.

    Anita Lasker Wallfisch, an important protagonist, last year held a speech in the German Bundestag at the Holocaust memorial ceremony. This year is the 81 st anniversary of pogrom night. The chapter "Pogrom Night" plays an elementary role in the memories of all protagonists.

    Buchhandlung Kafka & Co., Forum offenes Detmold, NRWeltoffen, Landeszentrale für Politische Bildung NRW, Lippe Service, GfCJZ Lippe

    Entrance fee: 5 €

    Filmwelt Detmold, Lange Straße 74

     

    Sunday, September 22, 2019, 11:00

    Familie Herzberg (v. l.: Fritz, Moritz, Johanna,                  Gerda), Pessach 1938 (© Sammlung Joanne Herzberg)

    Guided tour in Detmold: On the traces of the Jewish family Herzberg from Detmold

    Guide: Gudrun Mitschke-Buchholz

    The Jewish history of Detmold with its religious sites and the former Jewish shops and apartment buildings is to be illustrated with the example of this family. Detmold Nazi-institutions, which were responsible for the persecution and deprivation of civil rights of the Jewish populace, will also be highlighted.

    The tour takes about 1 1/2 to 2 hours, the fee is 5 € per person; students and apprentices 2 €

    Meeting point: Townhall Detmold, open staircase

     

    Friday, September 27, 2019, 16:00

    Reading Circle with Gertrud Wagner

    The group will talk about Arno Geiger's novel "Unter der Drachenwand

    New participants are very welcome!

    Haus Münsterberg, Detmold, Hornsche Straße 38

     

    Sunday, October 6,  2019, 11:00

    Blick auf den jüdischen Friedhof in Detmold

    Guided Tour of the Jewish Cemetery in Detmold

    Guide: Volker Buchholz

    Volker Buchholz

    For this tour men are requested to wear a kippa or a similar headcover.

    Regular fee € 5 (Students and apprentices free ).

    The group will meet at the entrance of the cemetery at Spitzenkamptwete, opposite No. 35.

     

    Sunday, October 13, 2019, 11:00

    Foto aus dem Inneren der zerstörten Synagoge in                  der Lortzingstraße

    Guided Tour: Jewish Traces in Detmold

    Guide: Gudrun Mitschke-Buchholz

    This tour now leads to another part of Detmold than before (e.g. Sachsenstr. and Emilienstr.) and focuses on residential and commercial buildings of Jewish citizens and so-called Jewish houses. Also places of the NS-institutions, which were responsible for the persecution and discrimination of the Jewish population in Detmold, are to be shown.

    The tour will take about one and a half to two hours. Regular fee € 5 (Students and apprentices € 2).

    Meeting point: Townhall Detmold, open staircase

     

    Tuesday, November 5, 2019, 19:30

    Buchtitelseite

    "Departed, no address given."

    Postal testimonies to persecution and terror in National Socialism

    Heinz Wewer

    "Departed" - as it was written on numerous letters and postcards sent back by the Reichspost, was almost never true. The recipients had been expelled because they were Jews.

    In collaboration with contemporary witnesses, collectors and archives, the author has compiled over 300 postal and supplementary documents and published them in a book that he will present.

    Organizer: Lippischen Landesmuseum Detmold in cooperation with Koordinierungsstelle NRWeltoffen des Kreises Lippe

    Lippischen Landesmuseum Detmold, Ameide 4, 32756 Detmold

     

    Saturday, November 9,  2019, 17:00

    Wreath-laying ceremony to commemorate the Reichspogromnacht by the Protestant and Catholic youth at the memorial stone for the synagogue in Lortzingstraße, Detmold

     

    Saturday, November 9,  2019, 18:00

    Central hour of remembrance of the Reichspogromnacht (Night of the Pogrom)

    Stadt Detmold und GfCJZ Lippe

    Memorial in the Exterstraße, Detmold

     

    Saturday, November 9, 2019, 19:30

    Lohff Plakat 14

    Requiem for a Polish boy

    Composer: Dietrich Lohff (1941 - 2016)

    Detmold Vocal Ensemble
    Instrumental ensemble La réjouissance
    Head: Andrea Schwager

    The "Requiem for a Polish Boy" is reminiscent of Benjamin Britten's "War Requiem" (1961) in both content and music. The composer Dietrich Lohff has shown a way without accusing: with his work he has taken a stand against oblivion: He allows the victims themselves to have their say. The eight parts of the oratorio are based on texts by victims of fascism. The "Requiem for a Polish Boy" (1997/98) is a musical memorial against oblivion. The work has already experienced numerous performances in Germany, among others on January 27,1999 in the German Bundestag on the occasion of a ceremony commemorating the liberation of the Auschwitz concentration camp.

    Dietrich Lohff writes about his "Requiem": "Church music must not remain silent, it has done so for far too long. It must be possible for it to make the suffering that fascism has brought to millions of people audible by giving the victims a soft - but clear - voice.

    "When now slowly the generation of eyewitnesses of the perpetrators and victims dies, it is up to us to admonish, to remind. Even if it is painful and embarrassing. This is what should happen with this performance." Andrea Schwager

    Stadt Detmold, GfCJZ Lippe

    Entrance: free. Donations are welcome.

    Church Heilig Kreuz, Schubertplatz 10, Detmold

     

    Tuesday, November 12, 2019, 19:30 and
    Wednesday, November 13, 2019, 19:30

    17-05-10-Pressetermin-Weissensee-RalfR RR79384

    Dorfgeschichten (Village Stories)

    Reading: "The transformation" by Franz Kafka

    Florian Lukas, actor and reciter (Good Bye Lenin, The Grand Budapest Hotel, Weissensee a.o.)

    The Transformation begins with one of the most popular first sentences in world literature: 'When Gregor Samsa woke up one morning from restless dreams, he found himself in his bed transformed into a tremendous vermin'. The narrative world of the text unfolds from this first sentence, which rigorously breaks with the rules of realistic representation. Gregor Samsa, cloth merchant and breadwinner of the family, duty-consciously tries to start the planned business trip despite his transformation, but soon finds out that his sight not only horrifies his parents and sister, but also that he can no longer make himself understood...

    The Transformation fascinates with its crystal clear and at the same time enigmatic style and has inspired many different interpretations.

    In the reading by Florian Lukas the fantastic transformation process of Gregor Samsas, an almost oppressive family story and the lack of empathy with the 'different' come together impressively.

    Literaturbüro Detmold, Westfälisches Freilichtmuseum, GfCJZ Lippe

    Entrance fee: 15,- and 22,- €. Advance ticket sales begin on 9.9. at 10 a.m. under the telephone number 05231/3080210 or at Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (also from 9.9.!)

    Restaurant "Zum weißen Ross", big barn. Open-air Museum Detmold. There is a bus transfer from the parking lot of the open-air museum: First journey at 18.45, last journey at 19.20.

     

    Wednesday, November 13, 2019, 11:30

    Dorfgeschichten (Village Stories) - School Reading

    Reading from: "The Transformation" by Franz Kafka

    Florian Lukas, actor and reciter (Good Bye Lenin, The Grand Budapest Hotel, Weissensee a.o.)

    As part of the school reading, Florian Lukas can be experienced with a shortened version of The Transformation. The reading, which lasts about 50 minutes, is aimed at pupils from grade 10 onwards.

    Literaturbüro Detmold, Westfälisches Freilichtmuseum, GfCJZ Lippe

    Entrance fee: 5,- € per pupil
    Registrations and information in the Literaturbüro OWL (05231/3080210)

    Detmolder Sommertheater, Neustadt 24, Detmold

     

    Friday, November 22, 2019, 19:30

    Buchtitelseite

    Reading from the book "Alma" by Dagmar Fohl

    Music for solo cello with Max Gundermann, cellist in the Detmold Chamber Orchestra and the Amadeus Quartet

    Alma Lapidot-Rakemann and Ulrike von der Linden

    The Detmold dancer, choreographer and teacher Ulrike von der Linden writes about this project:

    "In the summer of 2015, I experienced the arrival of inflatable boats with refugees from Syria and Iraq on the Greek island of Samos, looked people in the eye and decided to do something. The novel "ALMA" by Dagmar Fohl, which appeared in 2017 and tells the story of the music dealer and cellist Aaron Stern and his family during the Nazi era, made it clear to me once again that for many Jewish fellow citizens at that time the situation was similar to that of the fugitives today. They, too, were rejected by many countries in their attempt to flee from death; ships were not allowed to call at ports, and people were sent back in most cases to certain death.

    As the title of the novel is the first name of my granddaughter (since 28.2.2019 a member of the Jewish Community of Berlin and 14 years old), the decision was quickly made to read parts of the novel together with her in turn and to listen to the music, preferably played on the cello. The cellist Max Gundermann, winner of the Auryn Chamber Music Competition with the Arminius Quartet, could be won. With this project we want to build a bridge between the fate of countless Jewish fellow citizens during the National Socialist era and the many people who today are fleeing all over the world and encounter similar inhuman behaviour."

    GfCJZ Lippe

    Entrance fee 8 € /5€ with reduction. Ticket reservation under 05231/ 29758

    Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38, Detmold

     

    Wednesday, December 4, 2019, 19:30

    Faten Mukarker, Abubiju [CC0], via Wikimedia                  Commons

    "For decades waiting for peace - life between walls"

    In the series "Religions in Conversation".

    Faten Mukarker, Bethlehem

    Faten Mukarker was born in Bethlehem, Palestine, where she still lives with her family. She grew up in Germany and lived near Cologne until she was 20 years old. In 1975 she returned to Bethlehem/Beit Jala and got married.

    During our last trip to Israel and Palestine we got to know Mrs. Mukarker in her place of residence as a fascinating and understanding authority on the Israel-Palestine conflict. Her lecture will focus on the special conditions of everyday life as a Palestinian Christian. She asks: "On both sides of the wall there are people who believe in a just peace. But which obstacles must be overcome so that the two peoples can finally again find a peaceful coexistence, perhaps even togetherness? In an impressive way Mrs. Mukarker tells her story and makes it clear that she desires nothing more than to live without fear, free and self-determined in her own viable state next to the state of Israel.

    GfCJZ Lippe, Educational department of the lippische Landeskirche

    Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38, Detmold

     

    Tuesday, December 10, 2019, 19:30

    Buchtitelseite

    Reading: Gott wohnt im Wedding (God lives in Wedding)

    Regina Scheer, Berlin

    All of them are connected with each other and fatefully with the formerly red Wedding, this poor district of Berlin - with the run-down house in Utrechter Straße. Leo, who returns to Germany from Israel after 70 years, although he never really wanted to. His granddaughter Nira, who loves Amir, who opened a falafel snack bar in Berlin. Laila, who doesn't even know that her Sinti family once lived here. And finally old Gertrud, who discovered Leo and his friend Manfred in 1944 in their hiding place in the attic, but did not betray them. Regina Scheer, the well-known Berlin narrator of German history (including "Machandel"), has woven the lives of her protagonists into a literary work full of truthfulness and human warmth.

    GfCJZ Lippe in cooperation with the Buchhaus am Markt, Detmold

    Tickets at the price of 8,- /5,- € are available at the "Buchhaus am Markt" or at the GfCJZ Lippe under 05231/ 29758. Tickets cost 10€ at the box office.

    Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38, Detmold

     

    Greetings on behalf of the whole board - and for all our Jewish members and friends a warm Schana Tova for a happy and peaceful New Year!

     

    Micheline Prüter-Müller

    Circular as Pdf-file

     

   
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