• Rundbrief 4/2021

    Detmold, den 13. 8. 2021

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde,

    mit diesem Brief laden wir Sie zu unseren nächsten Veranstaltungen ein, die hoffentlich wieder in Präsenz stattfinden können:

    Sonntag, 15. August 2021 um 11:00 Uhr

    Neue Synagoge und Landestheater Detmold (Postkarte Sammlung Gudrun Mitschke-Buchholz)

    Stadtrundgang in Detmold: Auf jüdischen Spuren

    Gudrun Mitschke-Buchholz

    Im Mittelpunkt dieser Führung stehen Stätten der religiösen Kultur, Orte der öffentlichen Erinnerung an das jüdische Leben in Detmold und ehemalige jüdische Wohn- und Geschäftshäuser. Gezeigt werden auch Orte der NS-Institutionen, die in Detmold für die Verfolgung und Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung verantwortlich waren.

    Der Rundgang dauert etwa 1 ½ - 2 Stunden, die Kosten betragen 5 € pro Person, SchülerInnen und Auszubildende 2 €

    Die Führung findet unter den aktuellen Bedingungen statt. Die Kontaktdaten werden direkt vor der Führung erfasst. Möglich ist auch eine Anmeldung vorab mit Angaben Ihrer Daten per Email: gfcjz-lippe@t-online.de Bitte bringen Sie einen Mund-Nasenschutz mit.

    Treffpunkt: Rathaustreppe Detmold, Marktplatz Detmold

     

    Am Mittwoch, den 18. 8. um 10:00 Uhr beginnt der Kartenvorverkauf für die Dorfgeschichten im Freilichtmuseum. Sichern Sie sich die Karten am besten gleich an dem Tag! (Genaue Ankündigung siehe weiter unten)

    Bereits am 22.8. können Sie unser Orgelkonzert besuchen:


    Sonntag, 22. August 2021 um 17:00 Uhr

    Oana Bran

    Orgelkonzert mit Werken aus dem jüdischen Kulturkreis

    mit Oana Maria Bran

    Frau Bran wird vielen von Ihnen noch bekannt sein als Kirchenmusik-Assistentin an der Heilig-Kreuz-Kirche in Detmold. Inzwischen ist sie Kantorin in Lenzen an der Elbe und bereitet sich an der Universität der Künste Berlin auf ihre Solo-Prüfung an der Orgel vor.

    Folgendes Programm hat sie für ihr Konzert in Detmold vorgesehen:

    - Felix Mendelssohn: Passacaglia
    - Moritz Deutsch: Präludium
    - Paul Hindemith: Orgelsonate
    - Josef Löw: Elegie und Träumerei
    - Sigfrid Karg-Ehlert: La source mystique
    - Salomone Rossi: Bar´chu et adonai

    Es gibt in der Kirche 70 Plätze. Kostenlose Karten mit Platznummern können Sie online über die Church events Seite der Martin-Luther Kirche reservieren unter https://detmoldlutherisch.church-events.de.  Eine telefonische Vorbestellung ist über das Gemeindebüro ebenfalls möglich unter 05231/23072. Möglicherweise gibt es auch Karten direkt bei der Nachmittagsveranstaltung. Bitte beachten Sie die drei G (getestet, geimpft oder genesen).

    Martin-Luther-Kirche, Schülerstraße, Detmold


    Am 12.9. ermöglicht uns das Museum Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo etwas Besonderes:

    Sonntag, 12. September 2021 um 14:30 Uhr

    Führung durch die Ausstellung "Shmuel Raveh - 1925 - 1986".

    Die Führung ist exklusiv für uns und wird von der Ausstellungskuratorin durchgeführt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, aber ein Mund- und Nasenschutz.

    Fabian Schröder, Leiter des Museums, und Sara Elkmann, Volontärin.

    Wie bereits im letzten Rundbrief angekündigt, lohnt sich diese Ausstellung sehr. Sie ergänzt das in diesem Jahr erschienene Buch mit Texten von Shmuel Raveh und Michael Raveh durch weitere Informationen und ist sehr ansprechend gestaltet.

    Museum Hexenbürgermeisterhaus Lemgo

    Vorankündigungen für weitere Termine im Spätherbst:

    Mittwoch, 6.10. 19:00 Uhr: Lesung mit Herrad Schenk aus Heiligenkirchen: "Wie in einem uferlosen Strom. Das Leben meiner Eltern"

    Dienstag, 19.10. 19:30 Uhr: Vortrag von Iris Hennig über die Sängerin Marianne Oswald

    Donnerstag, 28.10. 19:30 Uhr: Vortrag von Bettina Hanke-Postma und Dr. Oliver Arnhold "Antisemitismus - Hört das denn nie auf?"

    Montag, 1.11. 16:00 Uhr, Synagoge Herford: gemeinsames Bibellesen aus der Bergpredigt mit Bettina Hanke-Postma und Mattitjahu Kellig

    Freitag, 5.11. Evangelische Kirche Schwalenberg: Konzert mit dem Ensemble Horizonte "Musik im Schatten der Shoah"

    Dienstag, 9.11. 19:00 Uhr Detmold Heilig Kreuz: Konzert mit dem Ensemble Horizonte "Musik im Schatten der Shoah"

     

    Dienstag, 16. November 2021 um 19:30 Uhr  und  Mittwoch, 17. November 2021 um 19:30 Uhr

    Mechthild Grossmann, © Daniel Sadrowski

    Dorfgeschichten

    Mechthild Grossmann liest Amos Oz: "Der perfekte Frieden".

    Der große israelische Autor Amos Oz erzählt in »Der perfekte Frieden« die Geschichte eines Kibbuz. Es ist eine Geschichte, die er kennt, denn er selbst hat viele Jahre in einer dieser Keimzellen des israelischen Staatswesens gelebt.

    Jonathan Lifschitz ist 26, scheinbar glücklich verheiratet und bei den anderen Bewohner*innen des Kibbuz sehr geschätzt – bis er sich einen Tages aufmacht, um ein neues Leben zu beginnen. An einem dieser fernen Orte, »an denen alles möglich ist, alles geschehen kann: plötzlicher Erfolg, Liebe, Gefahr, eigenartige Begegnungen.«

    In seinem Roman spürt Amos Oz der Frage nach, was aus dem Gedanken, jeder gibt nach seinen Möglichkeiten und erhält gemäß seinen Bedürfnissen, geworden ist. Wie lässt sich die Sehnsucht der Zionist*innen des alten Schlags nach einem Staat, in dem sie frei und sicher leben können, und die Sehnsucht nach Abenteuer und einer grenzenlosen Welt bei der Jugend, die bereits in der Geborgenheit und der Enge eines Kibbuz aufgewachsen ist, vereinbaren?

    »Der perfekte Frieden« ist ein Plädoyer für das Leben, das seinen Sinn dadurch erhält, dass es mutig gelebt wird, und es ist das Porträt einer utopischen Idee und einer Zeit, in der diese Idee von vielen Seiten in Frage gestellt wird.

    Mechthild Grossmann ist vielen von Ihnen vielleicht als Staatsanwältin aus dem Münsteraner Tatort bekannt.

    Literaturbüro, Westfälisches Freilichtmuseum, GfCJZ in Lippe.

    Pause ca. 20:30 Uhr/ Ende ca. 21:30 Uhr.

    Karten zum Preis von 22/15 € gibt es ab Mittwoch, den 18. 8. 10:00 Uhr unter der Telefonnummer 05231/3080210 oder online unterkarten@literaturbuero-owl.de.

    Im Weißen Ross, LWL-Freilichtmuseum, Krummes Haus, 32760 Detmold

     

    Mittwoch, 17. November 2021 um 11:30 Uhr

    Mechthild Grossmann, © Daniel Sadrowski

    Dorfgeschichten - Schüler*innenlesung

    Mechthild Grossmann liest Amos Oz »Panther im Keller«

    In »Panther im Keller« greift Amos Oz ein brisantes Thema auf. Ist es vorstellbar, dass ein Feind sich menschlich zeigt? Palästina steht unter britischer Mandatsmacht und die Juden versuchen ihren eigenen Staat zu gründen. Trotzdem hat Profus sich mit einem englischen Sergeanten angefreundet. Eines Morgens steht an der Hauswand er sei ein »Verräter«. Das ist so ziemlich der gemeinste Vorwurf für einen Zwölfjährigen, der ganz in der Vorstellung lebt, ein Untergrundkämpfer zu sein.

    Literaturbüro, Westfälisches Freilichtmuseum, GfCJZ in Lippe.

    Ende ca. 12:30 Uhr.

    Eintritt: 5 € pro Schüler*in
    Anmeldung/Kontakt: 05231/3080210 oder karten@literaturbuero-owl.de

    Im Weißen Ross, LWL-Freilichtmuseum, Krummes Haus, 32760 Detmold

    Zum Festjahr 1700 jüdisches Leben in Deutschland gab es am 8. Mai ein Open-Air Kunstprojekt an der Gedenkstätte „Alte Synagoge“ in Detmold.

    Gemeinsam mit der Geschwister-Scholl-Gesamtschule wurde bereits im Jahr 2018 mit Schüler*innen eines Kunstkurses unter der Leitung von Lehrerin Dorle Timmerhues-Gottschalk und Bettina Hanke-Postma, eine Projektidee entwickelt, mit einer Kunstaktion auf das lange jüdische Leben in Detmold und Lippe aufmerksam zu machen. Das Ergebnis sind acht Stoffbahnen mit deutschen und hebräischen Texten aus den heiligen Schriften der Preisungen bzw. der Psalmen, die zwischen den Säulen an der Gedenkstätte am Platz der Alten Synagoge an der Exterstrasse vorübergehend installiert wurden. Da die augenblicklichen Corona-bedingten Umstände eine längere Ausstellung an der Gedenkstätte nicht ermöglichten, sollen die Fahnen als Wanderausstellung interessierten Schulen und Organisationen zur Verfügung gestellt werden. Ansprechpartnerin ist Bettina Hanke-Postma unter der Mailadresse GfCJZ-Lippe@t-online.de

    Da damals nur sehr wenige Menschen zuschauen durften, haben wir die Detmolder Künstlerin Leonie Bunte gebeten, ein Video herzustellen, das Sie gerne verwenden und weiterverbreiten können. Sie finden es und ebenso eine Bildergalerie zu dem Event über unsere Homepage.

     

    Bettina Hanke-Postma erinnert an eine wunderbare Frau, die mehrmals in Lippe aufgetreten ist:

    "Wir trauern um Esther Bejerano, die im Alter von 96 Jahren gestorben ist.

    Als junge Frau wurde sie in Deutschland als Jüdin verfolgt und nach Auschwitz deportiert. Dort spielte sie Akkordeon im Mädchenorchester. Sie überlebte diese Zeit. Sie hatte Glück. Im Jahr 2018 habe ich sie bei einem Konzert in der Geschwister-Scholl- Gesamtschule in Detmold kennengelernt. Da war sie immerhin schon 94 Jahre alt und stand immer noch auf der Bühne. Mit ihrem Sohn Joram und seiner Band setzte sie sich als Zeitzeugin auf der Bühne für Versöhnung und Gerechtigkeit ein. Eine kleine, unglaublich starke Frau mit der festen Überzeugung, dass jede und jeder etwas zum Frieden beizutragen hat. Sie erzählte von der Schoah, nicht um uns zu beschämen oder anzuklagen, sondern um aufzurütteln. Wie Karla Raveh, die in Lippe sehr bekannte Zeitzeugin, die im Jahr 2017 starb, setzte sich Esther Bejarano unermüdlich für die Erinnerungsarbeit ein. Diese Zeitzeuginnen hinterlassen uns einen wichtigen Auftrag: Ihren Einsatz gegen Antisemitismus und Rassismus fortzusetzen. Danke Esther für deine unglaubliche Energie."

    Die Landeszentrale für politische Bildung bietet workshops für Schüler*innen und Fortbildungen für Lehrer*innen zum Thema Antisemitismus an: https://www.politische-bildung.nrw.de/wir-partner/projekte/aktueller-antisemitismus-in-deutschland

     

    Herzliche Grüße und bis bald also wieder.

    Micheline Prüter-Müller

    Rundbrief als Pdf-Datei

  • Circular 4/2021

    Detmold, August 13, 2021

    Dear Ladies and Gentlemen, dear Members and Friends,


    With this letter we invite you to our next events, which we hope will again take place in presence:

     

    Sunday, August 15, 2021, 11:00

    Neue Synagoge und Landestheater Detmold (Postkarte Sammlung Gudrun Mitschke-Buchholz)

    City walk in Detmold: On Jewish traces

    Guide: Gudrun Mitschke-Buchholz

    This tour focuses on sites of religious culture, places of public remembrance of Jewish life in Detmold and former Jewish residential and commercial buildings. Places of the Nazi institutions which were responsible for the persecution and discrimination of the Jewish population in Detmold will also be shown.

    The tour will take about one and a half to two hours. Regular fee € 5 (Students and apprentices € 2).

    Meeting point: Townhall Detmold, open staircase

     

    On Wednesday, 18 August at 10:00 a.m., tickets go on sale for the Village Stories in the Open-Air Museum. It is best to secure your tickets on the day! (For exact announcement see below)

    Already on 22.8. you can visit our organ concert:


    Sunday, August 22, 2021, 17:00

    Oana Bran

    Organ concert with works from the Jewish cultural circle

    with Oana Maria Bran

    Ms Bran will still be known to many of you as the church music assistant at the Heilig-Kreuz-Kirche in Detmold. She is now cantor in Lenzen an der Elbe and is preparing for her solo exam on the organ at the Berlin University of the Arts.

    - Felix Mendelssohn: Passacaglia
    - Moritz German: Prelude
    - Paul Hindemith: Organ Sonata
    - Josef Löw: Elegy and Dreaming
    - Sigfrid Karg-Ehlert: La source mystique
    - Solomone Rossi: Bar'chu et adonai

    There are 70 seats in the church. Free tickets with seat numbers can be reserved online via the Church events page of the Martin Luther Church at https://detmoldlutherisch.church-events.de.  Advance booking by telephone is also possible via the church office on 05231/23072. Tickets may also be available directly at the afternoon event. Please note the three G's (getestet, geimpft or genesen (tested, vaccinated or recovered)).

    Martin-Luther-Kirche, Schülerstraße, Detmold


    On 12.9, the Hexenbürgermeisterhaus museum in Lemgo allows us to do something special: 

     

    Sunday, September 12, 2021, 14:30

    Guided tour of the exhibition "Shmuel Raveh - 1925 - 1986".

    The tour is exclusive to us and will be conducted by the exhibition curator. Registration is not necessary, but mouth and nose protection is.

    Fabian Schröder, director of the museum, and Sara Elkmann, volunteer.

    As already announced in the last newsletter, this exhibition is very worthwhile. It complements the book published this year with texts by Shmuel Raveh and Michael Raveh with further information and is very attractively designed.

    Museum Hexenbürgermeisterhaus Lemgo

    Advance notice for further dates in late autumn:

    Wednesday, 6.10. 19:00: Reading with Herrad Schenk from Heiligenkirchen: "Wie in einem uferlosen Strom. The life of my parents".

    Tuesday, 19.10. 19:30: Lecture by Iris Hennig about the singer Marianne Oswald

    Thursday, 28.10. 19:30: Lecture by Bettina Hanke-Postma and Dr Oliver Arnhold "Antisemitism - Does it never stop?"

    Monday, 1.11. 16:00, Herford Synagogue: Reading the Bible from the Sermon on the Mount together with Bettina Hanke-Postma and Mattitjahu Kellig

    Friday, 5.11. Evangelical Church Schwalenberg: Concert with the Ensemble Horizonte "Music in the Shadow of the Shoah".

    Tuesday, 9.11. 19:00 Detmold Heilig Kreuz: Concert with the Ensemble Horizonte "Music in the shadow of the Shoah".

     

    Tuesday, November 16, 2021, 19:30  and  Wednesday, November 17, 2021, 19:30

    Mechthild Grossmann, © Daniel Sadrowski

    Village stories

    Mechthild Grossmann reads Amos Oz: "The Perfect Peace".

    The great Israeli author Amos Oz tells the story of a kibbutz in "The Perfect Peace". It's a story he knows, because he himself lived for many years in one of these germ cells of the Israeli state.

    Jonathan Lifschitz is 26, apparently happily married and very much appreciated by the other inhabitants of the kibbutz - until one day he sets off to start a new life. In one of those faraway places, "where anything is possible, anything can happen: sudden success, love, danger, strange encounters."

    In his novel, Amos Oz explores the question of what has become of the idea that everyone gives according to his possibilities and receives according to his needs. How can the longing of the Zionists of the old school for a state in which they can live freely and safely be reconciled with the longing for adventure and a boundless world among the youth who have already grown up in the security and confinement of a kibbutz?

    "The perfect peace" is a plea for life, which gets its meaning by living it courageously, and it is the portrait of a utopian idea and a time when this idea is questioned from many sides.

    Many of you may know Mechthild Grossmann as the prosecutor from the Münster TV play "Tatort".

    Literaturbüro, Westfälisches Freilichtmuseum, GfCJZ in Lippe.

    Break approx. 20:30 hrs. End approx. 21:30 hrs.

    Tickets at a price of 22/15 € are available from Wednesday 18. 8. 10:00 under the telephone number 05231 3080210 or online at karten@literaturbuero-owl.de.

    Weißen Ross, LWL-Freilichtmuseum, Krummes Haus, 32760 Detmold

     

    Wednesday, November 17, 2021, 11:30

    Mechthild Grossmann, © Daniel Sadrowski

    Village stories - reading for pupils

    Mechthild Grossmann reads Amos Oz "Panther in the Cellar"

    In "Panther in the Cellar" Amos Oz takes up an explosive topic. Is it conceivable that an enemy could show himself in a human form? Palestine is under British Mandate power and the Jews are trying to form their own state. Nevertheless Profus has made friends with an English sergeant. One morning, on the wall of his house, it says he was a "traitor". That's pretty much the meanest accusation for a twelve-year-old boy who lives under the illusion of being an underground fighter.

    Literaturbüro, Westfälisches Freilichtmuseum, GfCJZ in Lippe.

    Ending about 12:30. Admission: 5 € per pupil . Registration contact: 05231 3080210 or karten@literaturbuero-owl.de

    Weißen Ross, LWL-Freilichtmuseum, Krummes Haus, 32760 Detmold

    On 8 May, an open-air art project was held at the "Old Synagogue" memorial in Detmold to celebrate 1700 Jewish life in Germany.

    Together with the Geschwister-Scholl-Gesamtschule, students from an art course led by teacher Dorle Timmerhues-Gottschalk and Bettina Hanke-Postma developed a project idea in 2018 to draw attention to the long Jewish life in Detmold and Lippe with an art action. The result is eight lengths of fabric with German and Hebrew texts from the sacred writings of the Praises and the Psalms respectively, which have been temporarily installed between the pillars at the memorial site on the square of the Old Synagogue on Exterstrasse. Since the current Corona-related circumstances did not allow for a longer exhibition at the memorial, the flags are to be made available to interested schools and organisations as a touring exhibition. The contact person is Bettina Hanke-Postma at GfCJZ-Lippe@t-online.de.

    Since only very few people were allowed to watch at that time, we asked the Detmold artist Leonie Bunte to produce a video that you are welcome to use and distribute. You can find it and also a picture gallery of the event on our homepage.

     

     

    Bettina Hanke-Postma remembers a wonderful woman who performed several times in Lippe:

    "We mourn the death of Esther Bejerano at the age of 96.

    As a young woman, she was persecuted as a Jew in Germany and deported to Auschwitz. There she played the accordion in the girls' orchestra. She survived this time. She was lucky. In 2018, I met her at a concert at the Geschwister-Scholl Comprehensive School in Detmold. She was already 94 years old and still on stage. With her son Joram and his band, she stood up on stage as a contemporary witness for reconciliation and justice. A small, incredibly strong woman with the firm conviction that everyone has something to contribute to peace. She told of the Shoah, not to shame or accuse us, but to shake us up. Like Karla Raveh, the very well-known contemporary witness in Lippe who died in 2017, Esther Bejarano worked tirelessly for remembrance work. These contemporary witnesses leave us with an important mission: to continue their commitment against anti-Semitism and racism. Thank you Esther for your incredible energy."

    The State Agency for Civic Education offers workshops for pupils and further training for teachers on the topic of anti-Semitism: https://www.politische-bildung.nrw.de/wir-partner/projekte/aktueller-antisemitismus-in-deutschland

     

    Best wishes and see you again soon.

    Micheline Prüter-Müller

    Circular as Pdf-File

  • Rundbrief 3/2021

    Detmold, den 1. 6. 2021

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde, 

    mit einiger Zuversicht, dass wir uns bald wieder treffen können, wagen wir es, Ihnen erste Veranstaltungsideen für die zweite Jahreshälfte zu schreiben. 

    Diesen Brief verstehen wir als ein Lebenszeichen und als eine Vorankündigung. Sollten Veranstaltungen möglich sein, erhalten Sie jeweils genauere Hinweise und Einladungen.

    Zunächst brennt uns aber auf der Seele, unser Erschrecken über die Gewalteskalationen in Israel auszudrücken. Wir hoffen, dass die Waffenruhe anhält und weder Israelis noch Palästinenser unter der Eskalation noch mehr Leid erfahren müssen. In diesem Zusammenhang möchten wir auch unseren Abscheu gegenüber judenfeindlichen Aktivitäten hier bei uns ausdrücken. Wenn sich berechtigte Kritik an israelischer Politik mit Hass auf Mitbürger kombiniert, ist es für uns unerträglich. Unkenntnis, mangelnde Empathie, fehlgeleitete Erziehung – all das und noch viel mehr kommt in diesen Aktionen zum Ausdruck. Verwehren wir uns entschieden dagegen und vergewissern wir unseren jüdischen Freundinnen und Freunde unserer uneingeschränkten Solidarität. 

    In diesem Brief werden Sie wieder einige Links zu digitalen Präsentationen finden. Wir wissen, dass den meisten von Ihnen Präsenzveranstaltungen lieber sind, möchten uns aber all diesen Initiativen nicht verschließen. Wenn die Corona-Situation sich nicht insofern verbessert, dass wieder viele von Ihnen ins Haus Münsterberg kommen können, werden wir in Zukunft sogenannte Hybrid-Veranstaltungen planen. Präsenz plus Videostreaming. Zu einer reinen Videokonferenz mit einem ausgewiesenen Kenner der aktuellen Lage in Israel laden wir Sie weiter unten herzlich ein und sind gespannt, wie viele von Ihnen sich diesem neuen Format zuwenden werden.

    Auf unserer Homepage finden Sie inzwischen ein Verzeichnis all unserer Bücher, die wir im Haus Münsterberg haben: Eine große Sammlung von Darstellungen zur Regionalgeschichte jüdischen Lebens im Umkreis; eine Sammlung zum Teil alter und kostbarer Judaica und Standardwerke zum Thema sowie eine Sammlung moderner Romane aus dem Lesekreis zu den Themen Israel und Judentum in Europa. Sie können sich nun einen Überblick über unseren Bestand verschaffen und sich gerne melden, wenn Sie etwas ausleihen und ggf. auch behalten möchten.

    Auf der Homepage der Karla-Raveh-Gesamtschule finden Sie eine wunderbare Sammlung alter und neuer Beiträge über Karla Raveh, die am 15. Mai Geburtstag hatte. Die Karla-Raveh-Gesamtschule hat diese Beiträge sehr übersichtlich und ansprechend als sogenanntes padlet (eine digitale Pinwand) zusammengestellt – als Ersatz für die sonst üblichen Konzerte oder Lesungen zu Karlas Geburtstag.

    Das Städtische Museum Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo zeigt die - für Besuche geöffnete! - Ausstellung über Karlas Mann "Shmuel Raveh - das Leben eines stillen Zeitzeugen!?". Sie können sich unter der Telefonnummer 05261/213276 anmelden oder auch direkt vor Ort! Die Ausstellung ergänzt mit eindrucksvollen Dokumenten das im vorigen Jahr erschienene Buch über Shmuel Ravehs Leben und Überleben. Auf der Homepage des Museums gibt es ausführliche Informationen und einen kleinen Film: www.museen-lemgo.de

    Am 11. Juni wäre der Vater unserer jüdischen Vorsitzenden, Fred Herzberg aus Detmold, 100 Jahre alt geworden. Gudrun Mitschke-Buchholz gratuliert ihm mit einem Beitrag auf der Homepage des Stadtarchivs Detmold: www.stadtarchiv.detmold.de/startseite

    Jürgen Scheffler, ehemaliger Leiter des Hexenbürgermeisterhauses, erinnert in dem angefügten Text an das älteste Mitglied des beeindruckenden Treffens der großen Familie Hochfeld im Jahr 2017 in Lemgo. Wilfried Hockfield ist am 27. März 2021 verstorben. In einem kleinen Video berichtet er aus seinem Leben: In Erinnerung an Wilfred Hockfield (1925-2021) - Interview anlässlich der Ausstellungseröffnung "Gehen oder Bleiben? Die jüdische Familie Hochfeld" (2017) (facebook.com)

    Das Johannesburg Holocaust & Genocide Center zeigt die ins Englische übersetzte Ausstellung aus Lemgo über die Geschichte der Familie Hochfeld ein zweites Mal. Dazu ist ein Podcast produziert worden, den man findet unter: https://soundcloud.com/user-858426360/jhgc-in-conversation-steve-penny-hochfeld-juergen-scheffler

    Am 17.Juni um 19:00 Uhr gibt es die angesprochene Möglichkeit, an einer Videokonferenz über die aktuelle Lage in Israel teilzunehmen. Vortragender ist der israelische Reiseleiter und Mitarbeiter von Yad Vashem Uriel Kashi, der uns ausdrücklich empfohlen wurde. Der Vortrag umfasst eine kurze historische Einführung, geht auf die Entwicklungen seit der 2. Intifada ein und bespricht die Rolle und Situation der arabischen Israelis in Israel allgemein. Anschließend geht er auf die Ereignisse der letzten Wochen ein und versucht die Interessen und Motivationen der verschiedenen Akteure zu erklären. Die Darstellung dauert eine knappe Stunde und anschließend gibt es Zeit für Fragen. Die Zugangsdaten sind https://zoom.us/j/93954796298?pwd=VOUwWkYzcXVldlgzbGFmMWtEQTF3dz09 Meeting-ID:93954796298 Kenncode:123456

    In der Anlage finden Sie das Programm der diesjährigen Wochen gegen Rassismus, die eigentlich bereits im März stattfinden sollte. Wir empfehlen Ihnen diese Veranstaltungen ausdrücklich.

    Nun aber in einer kurzen Übersicht die von uns als Präsenzveranstaltungen geplanten Termine:

    Sonntag, den 22.August, 17:00 Uhr: Orgelkonzert mit Werken jüdischer Musiker mit Oana Maria Bran in der Martin-Luther-Kirche in der Schülerstraße Detmold.

    Sonntag, 19.September, 15:00 Uhr Haus Münsterberg: Mitgliederversammlung mit Wahlen.

    Mittwoch, 6.Oktober, 19:00 Uhr Haus Münsterberg: Lesung mit der Detmolder Autorin Herrad Schenk: „Wie in einem uferlosen Strom. Das Leben meiner Eltern.“ Unter https://www.perlentaucher.de/buch/herrad-schenk/wie-in-einem-uferlosen-strom.html finden Sie den Klappentext und Rezensionen aus der Süddeutschen Zeitung und Der Zeit zu dem Buch von Herrad Schenk aus dem Jahr 2002.

    Dienstag, den 19.10., 19:30 Uhr Haus Münsterberg: Vortrag mit Musikbeispielen von Iris Hennig über die Sängerin Marianne Oswald.

    Donnerstag, 28.Oktober, 19:30 Uhr Haus Münsterberg: Vortrag von Bettina Hanke-Postma und Dr. Oliver Arnhold zum Thema „Antisemitismus“.

    Montag, 1. November 16:00 Uhr Synagoge in Herford: Gemeinsames Bibellesen von Bettina Hanke-Postma und Mathitjahu Kellig. Hierzu finden Sie in der Anlage weitere Erläuterungen!

    Dienstag, 9. November 19:00 Uhr in Detmold, Heilig-Kreuz-Kirche: Konzert mit dem Ensemble Horizonte „Musik im Schatten der Shoa“.

    Freitag, 12.11. in Schwalenberg evtl. 2. Konzert mit dem Ensemble.

    Im Dezember planen wir ein gemeinsames Chanukka-Fest im Haus Münsterberg.

    Im nächsten Jahr planen wir gemeinsam mit der Stadt Detmold und in Anwesenheit des Künstlers Günther Demnnig weitere acht Stolpersteine zu verlegen. Über Namen und Adressen werden wir rechtzeitig informieren. Wenn Sie interessiert sind, in der Gruppe mitzuarbeiten, melden Sie sich bitte bei Barbara Klaus oder Joanne Herzberg über unsere Gesellschaftsadresse.

    Aufmerksam machen möchten wir Sie noch auf die Kunstaktion unseres früheren evangelischen Vorsitzenden Maik Fleck in seinem Büro gegenüber dem Gedenkstein für die Synagoge in der Lortzingstraße. Jeden Freitag werden wechselnde Künstlerinnen und Künstler ihre Interpretationen von Psalmversen am Fenster zeigen.

    In der Hoffnung, dass wir uns bald wieder sehen können, grüße ich Sie im Namen des ganzen Vorstands sehr herzlich.

    Micheline Prüter-Müller

    P. S.: Die im Text erwähnten Anhänge können über die zugehörigen Links über unsere Homepage angesehen/heruntergeladen werden.

     

    Rundbrief als Pdf-Datei

  • Circular 3/2021

    Detmold, June 1, 2021

    Dear ladies and gentlemen, dear members and friends, 

    with some confidence that we will be able to meet again soon, we dare to inform you about first event ideas for the second half of the year.

    We understand this letter as a sign of life and as an advance notice. If events are possible, you will receive more detailed information and invitations.

    First of all, however, we would like to express our shock at the escalation of violence in Israel. We hope that the ceasefire will continue and that neither Israelis nor Palestinians will have to suffer any more as a result of the escalation. In this context, we would also like to express our disgust at anti-Jewish activities here in our country. When justified criticism of Israeli policies is combined with hatred of fellow citizens, it is intolerable for us. Ignorance, lack of empathy, misguided education - all this and much more is expressed in these actions. Let us resolutely oppose them and assure our Jewish friends of our full solidarity.

    In this letter you will again find some links to digital presentations. We know that most of you prefer face-to-face events, but we do not want to close ourselves to all these initiatives. If the Corona situation does not improve to the extent that many of you can come to Haus Münsterberg again, we will plan so-called hybrid events in the future. Presence plus video streaming. We cordially invite you to a pure video conference with a proven expert on the current situation in Israel below and are curious to see how many of you will turn to this new format.

    In the meantime, on our homepage you will find an index of all the books we have at Haus Münsterberg: A large collection of accounts of the regional history of Jewish life in the surrounding area; a collection of partly old and precious Judaica and standard works on the subject; and a collection of modern novels from the reading circle on the subjects of Israel and Judaism in Europe. You can now get an overview of our stock and feel free to contact us if you would like to borrow something and possibly keep it.

    On the homepage of the Karla Raveh Comprehensive School you will find a wonderful collection of old and new contributions about Karla Raveh, whose birthday was May 15. The Karla Raveh Comprehensive School has compiled these contributions very clearly and appealingly as a so-called padlet (a digital pinboard) - as a substitute for the otherwise usual concerts or readings on Karla's birthday.

    The Municipal Museum Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo shows the - open for visits! - Exhibition about Karla's husband "Shmuel Raveh - the life of a silent witness!?". You can register by calling 05261/213276 or directly on site! The exhibition complements with impressive documents the book about Shmuel Raveh's life and survival published last year. On the homepage of the museum there is detailed information and a short film: www.museen-lemgo.de

    On June 11, the father of our Jewish chairwoman, Fred Herzberg from Detmold, would have turned 100. Gudrun Mitschke-Buchholz congratulates him with an article on the homepage of the Detmold City Archives: www.stadtarchiv.detmold.de/startseite.

    Jürgen Scheffler, former head of the Hexenbürgermeisterhaus, remembers in the attached text the oldest member of the impressive meeting of the large Hochfeld family in Lemgo in 2017. Wilfried Hockfield passed away on March 27, 2021. In a short video he tells about his life: In Memory of Wilfred Hockfield (1925-2021) - Interview on the occasion of the exhibition opening "Leaving or Staying? The Jewish Hochfeld Family" (2017) (facebook.com).

    The Johannesburg Holocaust & Genocide Center shows the exhibition from Lemgo about the history of the Hochfeld family a second time. A podcast has been produced for this, which can be found at: https://soundcloud.com/user-858426360/jhgc-in-conversation-steve-penny-hochfeld-juergen-scheffler.

    On June 17 at 19:00 there will be the opportunity to participate in a video conference on the current situation in Israel. The speaker will be the Israeli tour guide and Yad Vashem employee Uriel Kashi, who was expressly recommended to us. The talk will include a brief historical introduction, review developments since the 2nd Intifada, and discuss the role and situation of Arab Israelis in Israel in general. He then goes into the events of the last few weeks and attempts to explain the interests and motivations of the various actors. The presentation will last just under an hour and there will be time for questions afterwards. The access data are https://zoom.us/j/93954796298?pwd=VOUwWkYzcXVldlgzbGFmMWtEQTF3dz09 Meeting-ID:93954796298 Identcode:123456

    Please find enclosed the program of this year's Weeks against Racism, which should actually already take place in March. We strongly recommend these events.

    But now in a short overview the dates planned by us as presence events:

    Sunday, August 22, 17:00: Organ concert with works by Jewish musicians with Oana Maria Bran in the Martin Luther Church in Schülerstraße Detmold.

    Sunday, September 19, 15:00 Haus Münsterberg: General meeting with elections.

    Wednesday, October 6, 19:00 Haus Münsterberg: Reading with Detmold author Herrad Schenk: "Wie in einem uferlosen Strom. The life of my parents." (Like in a stream without banks. The life of my parents.)  At https://www.perlentaucher.de/buch/herrad-schenk/wie-in-einem-uferlosen-strom.html you will find the blurb and reviews from the Süddeutsche Zeitung and Der Zeit about Herrad Schenk's 2002 book.

    Tuesday, Oct. 19, 19:30 Haus Münsterberg: Lecture with musical examples by Iris Hennig about the singer Marianne Oswald.

    Thursday, Oct. 28, 19:30 Haus Münsterberg: Lecture by Bettina Hanke-Postma and Dr. Oliver Arnhold on the subject of "Anti-Semitism".

    Monday, November 1, 16:00 Synagogue in Herford: Joint Bible reading by Bettina Hanke-Postma and Mathitjahu Kellig. Please find further explanations in the attachment!

    Tuesday, November 9, 19:00 in Detmold, Heilig-Kreuz-Kirche: Concert with the Ensemble Horizonte "Music in the Shadow of the Shoa".

    Friday, 12.11. in Schwalenberg possibly 2nd concert with the ensemble.

    In December we are planning a joint Hanukkah celebration in Haus Münsterberg.

    Next year, together with the city of Detmold and in the presence of the artist Günther Demnnig, we plan to lay another eight Stolpersteine. We will inform about names and addresses in time. If you are interested in joining the group, please contact Barbara Klaus or Joanne Herzberg via our society address.

    We would also like to draw your attention to the art action of our former Lutheran chairman Maik Fleck in his office opposite the memorial stone for the synagogue in Lortzingstraße. Every Friday changing artists will show their interpretations of psalm verses at the window.

    In the hope that we will be able to see each other again soon, I send you my warmest greetings on behalf of the entire Board.

    Micheline Prüter-Müller

    P. S.: The attachments mentioned in the text can be viewed/downloaded via the associated links through our homepage.

    Circular as Pdf-File

  • Rundbrief 2/2021

    Detmold, den 17. 2. 21

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder und Freunde,

    „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“

    so lautet das Oberthema dieses Rundbriefes. Es ist in einer doppelten Bedeutung zu verstehen. Erstens leben im Jahr 2021 Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Dies ist ein festlicher Anlass. Zweitens geben wir Hinweise auf regionale, bedeutsame Ereignisse bzw. Themen im Zusammenhang mit der deutsch-jüdischen Geschichte. 

    Ziel des Festjahres 2021 ist es, jüdisches Leben sichtbar und erlebbar zu machen. Durch das Schaffen von Verständnis und emotionalen Momenten sollen Brücken gebaut, Begegnungen ermöglicht und deutliche Zeichen gegen einen wachsenden Antisemitismus gesetzt werden. Aus diesem Anlass haben sich Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und wichtige Institutionen zusammengeschlossen, um das Ereignis unter der Leitung eines eigens gegründeten Vereins zu begehen. Weitere Informationen gibt es unter www.2021jlid.de.

    Unter dem Namen „#2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland“, werden bundesweit rund tausend Veranstaltungen ausgerichtet. Darunter Konzerte, Ausstellungen, Musik, ein Podcast, Video-Projekte, Theater, Filme … Beispielsweise zeigt das Jüdische Museum Augsburg, das 1985 als erstes selbständiges Jüdisches Museum gegründet wurde, die Sonderausstellung „Schalom*Sisters“. Mehr dazu steht unter www.jmaugsburg.de. Die lebensbejahende, fröhliche Sonderbriefmarke (80 Cent) zum Jubiläumsjahr, trägt den hebräischen Schriftzug „Chai“, der für „Leben“ und „Lebensfreude“ steht.

     

    Sonderbriefmarke 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

    Die Auftaktveranstaltung „1700 Jahre – Festakt zum jüdischen Leben in Deutschland“ wird am 21. Februar von 16:30 bis 17:30 Uhr im Ersten Programm (ARD) ausgestrahlt. Rund um diese Ausstrahlung sendet das Erste eine Reihe spannender Beiträge.

    Aufmerksam machen möchten wir in diesem Zusammenhang auch auf die Plakatkampagne „#beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst“. Dabei handelt es sich um monatlich wechselnde Plakate, die jeweils ein jüdisches und christliches Fest oder einen Anlass parallelisieren. Der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit begleitet die Aktion mit einem monatlichen Podcast, aktuell über Purim. Die Kampagne ging ursprünglich von einer ostdeutschen Idee aus, die jedoch schnell in eine bundesweite Aktion mündete und inzwischen sowohl von der DBK als auch der EKD unterstützt wird. Eingebettet in den Verein „1700 Jahre jüdisches Leben“, wird die Kampagne auch durch die Bundesregierung mitgetragen. Auf der Homepage www.juedisch-beziehungsweise-christlich.de finden sich vertiefende Informationen. Unter diesem Link haben wir zusätzlich einen erläuternden Text unserer evangelischen Vorsitzenden Pfarrerin Bettina Hanke-Postma angefügt.

     

    Am 26.01.21, einen Tag vor dem internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, wurde auf einer Bundespressekonferenz der "Toleranz-Tunnel" vorgestellt. Professor Dr. Matitjahu Kellig, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold, ist Vorstandsmitglied dieser NGO. Sein sehenswerter Beitrag kann unter www.toleranz-tunnel.de abgerufen werden. Toleranz-Tunnel sollen auf öffentlichen Plätzen gezeigt werden, um an Extrembeispiele gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu erinnern. Als Gegenmittel werden Respekt, Toleranz, Zivilcourage sowie Mitmenschlichkeit propagiert, um zu einem friedlichen Zusammenleben beizutragen. Einen informativen Flyer finden Sie im Anhang.

     

    Zudem möchten wir auf den lesenswerten Aufsatz unseres Mitglieds der Historikerin Gudrun Mitschke-Buchholz hinweisen. Der Aufsatz befasst sich mit den jüdischen Synagogen in Detmold und geht insbesondere auf das Bethaus ein. Er kann abgerufen werden unter www.stadtarchiv.detmold.de/startseite.

     

    Unser Mitglied, der Theologe Dr. Oliver Arnhold, deckt in seinem aktuellen Buch „Entjudung“ von Theologie und Kirche. Das Eisenacher Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben, 1939-1945, Evangelische Verlagsanstalt, 12/2020, die Machenschaften völkischer Christen auf. Die Mitglieder des Instituts versuchten Christentum und Nationalsozialismus zu vereinbaren. Oliver Arnhold prangert dies an: „Es ist christliche Pflicht gegen Antisemitismus vorzugehen. Das Judentum ist die Mutterreligion des Christentums“, so der Autor in der LZ vom 27.1.2021.

     

    Die beiden Journalistinnen Yvonne Glandien und Janet König haben ein sehr beeindruckendes Video zu unserer Ehrenvorsitzenden Karla Raveh erstellt. Der Film hat den Titel „Karla Raveh - die unvergessliche Geschichte einer Holocaust-Überlebenden“. Er ist sehr gut recherchiert und tief berührend. Der Bericht über das Leben von Karla Raveh wird veranschaulicht durch sorgfältig ausgewählte Fotos und Interviews. „Ich war wirklich ein fröhliches, wildes Mädchen, aber dann war das vorbei“, sagte Karla Raveh 2015. Der Film löst schmerzhafte, aber auch hoffnungsvolle Gefühle aus. Der Link zum Video lautet: https://www.youtube.com/watch?v=MkFCxMbrrzU&t=7s.

     

    Die zentrale Veranstaltung des diesjährigen Holocaust-Gedenktages wurde am 27.01.21 von der Detmolder Realschule I gestaltet. Unter dem Thema „Menschlichkeit und Unmenschlichkeit damals und heute", erstellten Schulangehörige ein bemerkenswertes und aufrüttelndes Video. Es beginnt und endet mit der Fragestellung: „Was ist für dich Menschlichkeit?“ Das Themenspektrum wird engagiert und inhaltlich besonders fundiert ausgebreitet. Es ist ein würdevolles, lebendiges und umfassendes Video. Auch Karla Raveh, die eine widerständige Jugend wünschte, wie sie im Interview sagte, und sich für dies Ziel engagiert einsetzte, hätte es sehr gut gefallen. Zu sehen sind Video und Onlineausstellung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus unter www.realschule1detmold.de.

     

    Mit herzlichen Grüßen im Namen des ganzen Vorstands 

    Barbara Klaus

     

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  • Circular 2/2021

    Detmold, the 17. 2. 21

    Dear ladies and gentlemen, dear members and friends,

    1700 years of Jewish life in Germany

    is the main theme of this newsletter. It is to be understood in a double meaning. First, in the year 2021, Jews have provably been living on the territory of present-day Germany for 1700 years. This is a festive occasion. Secondly, we provide references to regional, significant events or topics in connection with German-Jewish history. 

     

    The goal of the 2021 celebration year is to make Jewish life visible and tangible. By creating understanding and emotional moments, bridges are to be built, encounters made possible and clear signs set against growing anti-Semitism. To mark the occasion, public figures and important institutions have joined forces to celebrate the event under the leadership of a specially founded association. For more information, visitwww.2021jlid.de.

    Under the name "#2021JLID - Jewish Life in Germany", around a thousand events are organized nationwide. These include concerts, exhibitions, music, a podcast, video projects, theater, films ... The Jewish Museum Augsburg,for example, which was founded in 1985 as the first independent Jewish museum, is showing the special exhibition "Shalom*Sisters". More can be found at www.jmaugsburg.de. The life-affirming, cheerful special stamp (80 cents) for the anniversary year, bears the Hebrew lettering "Chai", which stands for "life" and "joie de vivre".

     

    Sonderbriefmarke 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

    The kick-off event "1700 Years - Celebrating Jewish Life in Germany" will be broadcast on February 21 from 4:30 to 5:30 p.m. on the First Program (ARD). Around this broadcast, the channel broadcasts a series of exciting contributions.

    In this context, we would also like to draw attention to the poster campaign "#beziehungsweise: jüdisch und christlich - näher als du denkst" (#respectively: Jewish and Christian - closer than you think). This involves monthly changing posters, each of which parallels a Jewish and Christian festival or occasion. The German Coordinating Council of the Societies for Christian-Jewish Cooperation accompanies the campaign with a monthly podcast, currently about PurimThe campaign originally started from an East German idea, but quickly developed into a nationwide campaign and is now supported by both the DBK and the EKD. Embedded in the association "1700 Years of Jewish Life," the campaign is also supported by the German government. More detailed information can be found on the homepage www.juedisch-beziehungsweise-christlich.de. Under this link, we have also added an explanatory text by our Protestant chairperson, Pastor Bettina Hanke-Postma.

     

    On 26.01.21, one day before the international day of remembrance for the victims of National Socialism, the "Tolerance Tunnel" was presented at a federal press conference. Professor Dr. Matitjahu Kellig, chairman of the Jewish Community Herford-Detmold, is a board member of this NGO. His contribution, which is well worth seeing, can be viewed at www.toleranz-tunnel.de. Tolerance tunnels are to be displayed in public places as a reminder of extreme examples of group-based hostility toward people. Respect, tolerance, civil courage and humanity are propagated as countermeasures to contribute to peaceful coexistence. You can find an informative flyer in this attachment.

     

    In addition, we would like to refer to the essay worth reading by our member the historian Gudrun Mitschke-Buchholz. The essay deals with the Jewish synagogues in Detmold and especially with the prayer house. It can be downloaded at www.stadtarchiv.detmold.de/startseite.

     

    Our member, theologian Dr. Oliver Arnhold, , reveals in his recent book, "Entjudung" von Theologie und Kirche. The Eisenach Institute for Research and Elimination of Jewish Influence on German Church Life, 1939-1945, Evangelische Verlagsanstalt, 12/2020, exposes the machinations of völkisch Christians. Members of the institute tried to reconcile Christianity and National Socialism. Oliver Arnhold denounces this: "It is Christian duty to act against anti-Semitism. Judaism is the mother religion of Christianity," he says in the LZ of 27.1.2021.

     

    The two journalists Yvonne Glandien and Janet König have created a very impressive video about our honorary chairwoman Karla Raveh. The film has the title „Karla Raveh - die unvergessliche Geschichte einer Holocaust-Überlebenden“ (Karla Raveh - the unforgettable story of a Holocaust survivor). It is very well researched and deeply touching. The account of Karla Raveh's life is illustrated by carefully selected photos and interviews. "I was really a happy, wild girl, but then it was over," Karla Raveh said in 2015. The film elicits painful but also hopeful feelings. The link to the video is: https://www.youtube.com/watch?v=MkFCxMbrrzU&t=7s.

     

    The central event of this year's Holocaust Memorial Day was organized by the Detmold Realschule I on 27.01.21. Under the theme "Humanity and Inhumanity Then and Now", school members created a remarkable and stirring video. It begins and ends with the question, "What is humanity for you?" The range of topics is spread out in an engaging manner and with particularly well-founded content. It is a dignified, lively and comprehensive video. Karla Raveh, who wanted a resistant youth, as she said in the interview, and was committed to this goal, would also have liked it very much. To see the video and online exhibition for the Day of Remembrance of the Victims of National Socialism, go to:  www.realschule1detmold.de.

     

    With best regards on behalf of the entire Board of Directors 

    Barbara Klaus

    Circular as Pdf-File

   
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