• Rundbrief 6/2026

    Veranstaltungen zum 9. November

    Liebe Mitglieder,

    Freundinnen und Freunde der GfCJZ,

    am 9. November wird an die Novemberpogrome erinnert. In der Nacht vom 9. auf den 10 November organisierten Nationalsozialisten reichsweit gewaltsame Angriffe auf Jüdinnen und Juden. Synagogen wurden in Brand gesetzt, jüdische Geschäfte und Wohnungen zerstört, Menschen ermordet, misshandelt und zu Tausenden verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt. Die Pogrome markieren eine entscheidende Eskalation der antisemitischen Verfolgung des NS-Terrors.

    Im Angesicht des aktuell drastisch zunehmenden Antisemitismus, der Ausgrenzung und Bedrohung jüdischen Lebens, mahnt uns das Gedenken an den 9. November, Antisemitismus entschieden entgegenzutreten, Solidarität mit Jüdinnen und Juden zu zeigen und jüdisches Leben in Deutschland zu schützen. 

    In den nächsten Wochen wird mit unterschiedlichen Veranstaltungen der vielen Opfer des Novemberpogroms 1938 gedacht, an das unermessliche Leid erinnert, das ihnen und ihren Familien zugefügt wurde. 

    Wir möchten Sie auf einige Veranstaltungen lippischer Kommunen hinweisen:

    Bad Salzuflen

     

    Montag, 09. November 2026 um 18:00 Uhr

    Gedenkstunde für die Opfer des Holocaust

    Kranzniederlegung an der Alten Synagoge Mauerstraße; Ansprache durch Bürgermeister Dirk Tolkemitt und Vortrag von der Historikerin Pia Güllner zu den Geschehnissen in der Reichspogromnacht in Bad Salzuflen. Musikalische Begleitung durch eine Klarinettenspielerin.
    Anschließend: Vortrag von Dr. Jan Christian Pinsch mit dem Titel: "Warum gerade jetzt die Erinnerungskultur wichtig ist?" im katholischen Gemeindehaus in der Grabenstraße 14, Bad Salzuflen

    Stadt Bad Salzuflen und Bad Salzufler Ratschlag



     

    Detmold

     

    Montag, 02. November 2026 um 19:30 Uhr  und  Dienstag, 03. November 2026 um 19:30 Uhr

    Hans-Werner Meyer, © Valeria Mitelman

    Dorfgeschichten
    Lesung mit Hans-Werner Meyer

    Der Schauspieler Hans-Werner Meyer liest aus dem Roman »Who the Fuck Is Kafka« (erschienen 2015) von Lizzie Doron.

    Was passiert, wenn zwei Menschen aufeinandertreffen, deren Lebensgeschichten kaum unterschiedlicher sein könnten – und dennoch verbindet diese zwei Menschen viel miteinander.

    In ihrem Doku-Roman »Who the Fuck Is Kafka« erzählt die israelisch-jüdische Schriftstellerin Lizzie Doron von ihrer Freundschaft mit Nadim, einem palästinensisch-muslimischen Mann. Sie begegnen sich auf einer Friedenkonferenz in Rom. Sie hat in ihrem persönlichen Gepäck den Holocaust, er die Geschichte von Vertreibung und Diskriminierung seit dem 1948er-Krieg. Und dennoch entsteht zwischen Alltag und Geschichte, persönlicher Nähe und politischen Grenzen ein vielschichtiges Porträt zweier Menschen, die einander zuhören – und dabei ihre eigenen Vorstellungen von der Welt hinterfragen. Sie wird die Geschichte seiner Familie aufschreiben und er die ihre verfilmen. Ein oft quälender Prozess des ständigen Auf und Ab beginnt, der tiefe Einblicke in das israelisch-palästinensische Dilemma eröffnet.

    Mit Wärme, Humor und großer Offenheit begegnet Lizzie Doron den Fragen nach Herkunft, Identität, Erinnerung und den persönlichen Geschichten hinter einem politischen Konflikt.

    Literaturbüro OWL in Detmold e.V., in Kooperation mit dem LWL-Museum Hellerlecht Detmold und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V.

    LWL-Museum Hellerlecht Detmold



     

     

    Montag, 09. November 2026 um 17:30 Uhr

    Zentrale Gedenkfeier "Erinnern und Gedenken an den 9. November 1938"

    Die Stadt Detmold, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e. V. sowie die Evangelische und die Katholische Jugend Lippe laden für Montag, 9. November, zur zentralen Gedenkveranstaltung in Erinnerung an die Reichspogromnacht vom 9. November 1938 ein. 

    Gemeinsam erinnern sie an die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes und gedenken der jüdischen Menschen, die verfolgt, entrechtet und ermordet wurden. 

    Die Gedenkfeier beginnt um 17.30 Uhr am Platz der 1938 zerstörten Neuen Synagoge an der Lortzingstraße. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Frank Hilker spricht Alla Epstein, Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold, über die Bedeutung des 9. November. Ein interreligiöser Impuls der Evangelischen Jugend sowie die Kranzniederlegung durch die Evangelische und die Katholische Jugend geben der Veranstaltung einen gemeinsamen Rahmen des Erinnerns. 

    Im Anschluss führt ein stiller Gang zur Gedenkstätte Exterstraße. Dort erinnern Auszubildende der Stadtverwaltung an die jüdischen Verfolgten aus Detmold. Eine Kranzniederlegung der Stadt Detmold schließt das Gedenken an diesem Ort ab. 

    Um 19 Uhr wird die Veranstaltung im Rathaus Detmold am Marktplatz 5 fortgesetzt. Unter dem Titel „Überlebende der Verfolgung und ihre Kinder – Kunst und Musik leben weiter“ gestalten Ensemblemitglieder des Landestheaters Detmold eine Aufführung (Details unten in der Übersicht). Die Gedenkveranstaltung bietet Gelegenheit, gemeinsam innezuhalten, die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten und ein Zeichen gegen Antisemitismus und Ausgrenzung zu setzen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Gedenkfeier und der anschließenden Aufführung teilzunehmen.

    Weitere Informationen finden Sie im Flyer

    Stadt Detmold, GfCJZ Lippe



     

     

    Montag, 09. November 2026 um 19:00 Uhr

    Überlebende der Verfolgung und ihre Kinder – Kunst und Musik leben weiter

    Aufführung von Ensemblemitgliedern des Landestheaters Detmold

    Die ersten 15 Minuten sind den Schauspielern des Landestheaters Detmold gewidmet. Sie werden einen kurzen Ausschnitt aus dem Theaterstück „Muttersprache Mameloschn“ präsentieren. Das letztere Wort hat dieselbe Bedeutung, ist jedoch die jiddische Schreibweise. Das Stück stammt aus der Feder der deutschen Dramatikerin Sasha Marianna Salzmann. 

    Das Stück handelt von drei Generationen jüdischer Frauen, die in Deutschland leben: der Großmutter, der Mutter und ihrer Tochter. Alle drei Frauen haben ähnliche traumatische Erlebnisse, und das Stück beleuchtet, wie jede von ihnen damit umgeht. Es ist ein intelligentes Stück mit einer sehr tiefgründigen Betrachtung der drei Generationen, insbesondere da die Großmutter eine Überlebende eines Konzentrationslagers ist.

    Die zweite Aufführung wird in einem 35- bis 45-minütigen Abschnitt stattfinden. Die drei Opernsänger*innen sind Emily Dorn, Franziska Pfalzgraf und Stephen Chambers. 

    Es wird ein aufbauendes Broadway-/Musical-Programm sein, das auf optimistische und kreative Weise zeigt, wie das Leben weitergeht – sowohl für diejenigen, die persönlich gelitten haben, als auch für ihre Kinder, die dazu beitragen, die Kreativität wie zuvor fortzuführen. Überlebende eines Traumas werden oft als Menschen wahrgenommen, die ihre Trauer durchleben und eine Opferhaltung einnehmen. Die Darbietungen der musikalischen Leistungen – seien es Komponisten oder Sänger, Schauspieler oder Dramatiker – zeugen eindeutig von einer Lebensfreude und Kreativität, die weit über das hinausgeht, was die meisten Menschen auf der Welt zu leisten vermögen.

    Landestheater Detmold in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V.

    Rathaus Detmold, Marktplatz 5



     

     

    Dienstag, 17. November 2026 um 19:30 Uhr

    The Obermeier family, Lage; © Archive photo: M. Hankemeier

    Frieda und Willi Obermeier

    Eine jüdische Familie aus Lippe

    Vortrag von Pfarrer a.D. Martin Hankemeier

    Willi Obermeier (geb.1894) heiratete die nichtjüdische Frieda. Beide dachten, sie würden ein ganz normales glückliches Leben mit ihren Kindern führen. Doch dann kam die NS-Zeit. Bereits 1923 bildete sich in Lage die erste lippische NS-Gruppierung und trat mit entsprechenden Aufmärschen und den diffamierenden Liedern mit großem Gebrüll auf. Steine flogen, und Frieda wurde bereits vor Hitlers Machtergreifung als 'Judenweib' schikaniert.

    Der Vortrag von Martin Hankemeier berichtet von vielen Einzelheiten in der Vorkriegs-, der Kriegs- und der Nachkriegszeit.

    Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V.

    Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38


     

    Herford

     

    Mittwoch, 04. November 2026 um 19:30 Uhr

    Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945

    Gedenken an die Reichspogromsnacht

    Im Rahmen des Gedenkens an die Reichspogromnacht am 9. November laden wir Sie herzlich zu einer Veranstaltung mit Götz Aly ein.

    Der Vortrag mit dem Titel „Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933 bis 1945“ widmet sich der neuen Publikation des Autors. Am 4. November 2026 um 19:30 Uhr stellt Götz Aly sein neuestes Buch im Elsbachhaus (Goebenstraße 3–7, 32052 Herford) vor. Im Anschluss an den Vortrag findet ein moderiertes Gespräch mit dem Autor statt. Die Veranstaltung wird vom Kuratorium Erinnern – Forschen – Gedenken e.V. in Kooperation mit der Erwachsenenbildung im Kirchenkreisverband Herford, Lübbecke, Minden und Vlotho, der Volkshochschule im Kreis Herford und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Herford e.V. durchgeführt. Der Eintritt ist frei.

    Götz Aly zählt zu den bekanntesten Autoren zur Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust. In seinem neuen Buch stellt er die zentrale Frage: Wie konnte das geschehen? In einer schweren Krise wurde die NSDAP 1932 zur mit Abstand stärksten Partei gewählt. Schon bald konnte sie die Macht übernehmen und auf wachsende gesellschaftliche Zustimmung bauen. Hitler brauchte den Krieg, das Volk fürchtete sich davor. Dennoch terrorisierten schließlich 18 Millionen deutsche Soldaten Europa. Wie kam es dazu? Warum beteiligten sich Hunderttausende an beispiellosen Massenmorden?

    Die Antwort ist vielschichtig. Die NSDAP versprach den Deutschen Aufstieg und Wohlstand. Zugleich hielt sie die Menschen in ständiger Bewegung: keine Atempause, keine Zeit zum Nachdenken. So führte der Weg in den Krieg. Als der Glaube an einen Sieg schwand, wurde aus der „Volksgemeinschaft“ eine „Verbrechensgemeinschaft“. Jeder konnte wissen, welche Schuld die Deutschen auf sich luden. Zugleich wurde die Angst vor dem, was nach einer Niederlage geschehen würde, bewusst geschürt.

    Götz Aly schildert in einer fesselnden Erzählung die Herrschaftsmethoden, mit denen die NS-Machthaber Millionen Deutsche in gefügige Vollstrecker oder vom Krieg abgestumpfte Mitmacher verwandelten und von denen nicht wenige beängstigend aktuell erscheinen.

    Anmeldung unter kontakt@gcjz-herford.de

    Kooperationspartner: 

    VHS im Kreis Herford
    Ev. Erwachsenenbildung im Kirchenkreisverband Herford/ Lübbecke/ Minden/ Vlotho
    Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Herford e.V.

    Elsbachhaus, Herford



     

     

    Mittwoch, 11. November 2026 um 18:30 Uhr

    Gedenken neu denken

    Wie sich Erinnern an den Holocaust verändern muss

    Susanne Siegert

    Unsere Erinnerungskultur muss sich verändern. Wie und warum, legt Susanne Siegert in diesem Buch dar. Sie plädiert für eine pluralistische, neue Gedenkarbeit mit einem Schwerpunkt auf der Verantwortung der Nachfahren der Tätergeneration anstelle unserer „einstudierten“ gemeinsamen Rückschau mit den Opfern. Es geht um weniger bekannte NS-Verbrechen, um weniger bekannte Orte, um bisher vernachlässigte Opfergruppen. Gleichzeitig zeigt dieses Buch, wie wichtig eine aktivere, vielfältigere Gedenkkultur ist, um künftige Generationen auch ohne direkte Zeitzeugenberichte zu erreichen.

    Eintritt frei

    Begrenzte Plätze: Anmeldung nötig unter anmeldung@gegenrechts.info

    Veranstalter*innen: Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford und Kuratorium Erinnern Forschen Gedenken in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold und VHS Kreis Herford

    Synagoge Herford, Komturstr. 21



     

    Weitere Informationen zu den Veranstaltungen der GCJZ Herford entnehmen Sie dem Programm Spätherbst 2026.

    Lage

     

    Montag, 23. November 2026 um 19:30 Uhr

    Frieda und Willi Obermeier

    Eine jüdische Familie aus Lippe

    Vortrag von Pfarrer a.D. Martin Hankemeier

    Willi Obermeier (geb.1894) heiratete die nichtjüdische Frieda. Beide dachten, sie würden ein ganz normales glückliches Leben mit ihren Kindern führen. Doch dann kam die NS-Zeit. Bereits 1923 bildete sich in Lage die erste lippische NS-Gruppierung und trat mit entsprechenden Aufmärschen und den diffamierenden Liedern mit großem Gebrüll auf. Steine flogen, und Frieda wurde bereits vor Hitlers Machtergreifung als 'Judenweib' schikaniert.

    Der Vortrag von Martin Hankemeier berichtet von vielen Einzelheiten in der Vorkriegs-, der Kriegs- und der Nachkriegszeit.

    Lage, Alte Schmiede, Hardisser Str. 2a


     

    Lemgo

     

    Montag, 09. November 2026 um 18:00 Uhr

    "Erinnern" Gedenkstunde für die Opfer des Holocaust am 9. November 1938

    Am Montag, den 9. November 2026, laden die Alte Hansestadt Lemgo und der »Arbeitskreis 9. November« zur Gedenkstunde anlässlich der Reichspogromnacht 1938 ein. Zusammen mit dem Verein Stolpersteine und Frenkel-Haus, dem Stadtkonvent der Kirchengemeinden Lemgo, der Türkisch Islamischen Gemeinde Lemgo, den weiterführenden Schulen, der Freiwilligen Feuerwehr, der VHS Detmold-Lemgo, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe und der Stiftung Eben Ezer wird gemeinsam der Opfer des Holocaust gedacht. Die Gedenkstunde auf dem Marktplatz wird mit Ansprachen, Musikbeiträgen und einem Moment der Stille gestaltet. Anschließend begeben sich die Teilnehmenden gemeinsam zum Synagogenmahnmal für den zweiten Teil der Gedenkveranstaltung.

     

    Die Gedenkstunde steht für Solidarität mit Jüdinnen und Juden weltweit und für das gemeinsame Eintreten für Frieden und Toleranz.

    18:00 Uhr: Gedenkstunde auf dem Marktplatz. Schüler*innen der Heinrich-Drake-Schule verteilen  Windlichter. Nach einer Begrüßung durch den Arbeitskreis »9. November« und einer Ansprache von Bürgermeister Markus Baier, folgen Wortbeiträge von SchülerInnen der Realschule Lemgo, des Marianne-Weber-Gymnasiums und Auszubildenden der Stadt Lemgo. Musikalisch wird die Veranstaltung durch die Musikschule Lemgo und BläserInnen des Engelbert-Kaempfer-Gymnasiums begleitet. Nach einer "Zeit der Stille" gehen die TeilnehmerInnen geschlossen schweigend zur Mahn- und Gedenkstätte Synagoge Neue Straße.

    18:40 Uhr: Fortsetzung der Gedenkstunde mit TreffChor der Karla-Raveh-Gesamtschule und Frauenchor der Musikschule Lemgo; Ansprache durch Pfarrer Matthias Altevogt (Stadtkonvent) mit Fürbittengebete von SchülerInnen der Karla-Raveh-Gesamtschule; gemeinsames Singen von „Hineh ma tov“.

    Weitere Informationen finden Sie im Flyer

    Stadt Lemgo und der Arbeitskreis »9. November Lemgo«


     

     

    Herzliche Grüße

    Kristina Panchyrz und Philipp Wagner

    (Geschäftsführung)

  • Circular 6/2026        Translated by DeepL

    Events to mark 9 November

    Dear members,

    Friends of the GfCJZ,

    9 November marks the commemoration of the November pogroms. On the night of 9–10 November, the Nazis organised violent attacks against Jewish people across the Reich. Synagogues were set alight, Jewish shops and homes were destroyed, people were murdered, abused and, by the thousands, arrested and deported to concentration camps. The pogroms marked a decisive escalation in the anti-Semitic persecution carried out under Nazi terror.

    In the face of the current drastic rise in anti-Semitism, the marginalisation and threats to Jewish life, the commemoration of 9 November urges us to stand firm against anti-Semitism, to show solidarity with Jewish people and to protect Jewish life in Germany. 

    Over the coming weeks, various events will be held to commemorate the many victims of the November pogrom of 1938 and to remember the immeasurable suffering inflicted upon them and their families. 

    We would like to draw your attention to a number of events organised by local authorities in the Lippe region:

    Bad Salzuflen

     

    Monday, November 09, 2026, 18:00

    Commemoration ceremony for the victims of the Holocaust

    Wreath-laying ceremony at the Old Synagogue on Mauerstraße; address by Mayor Dirk Tolkemitt and a talk by historian Pia Güllner on the events of Kristallnacht in Bad Salzuflen. Musical accompaniment by a clarinettist.
    Followed by: a talk by Dr Jan Christian Pinsch entitled ‘Why is the culture of remembrance important, particularly now?’ at the Catholic parish hall, Grabenstraße 14, Bad Salzuflen

    Town of Bad Salzuflen and Bad Salzuflen Council



     

    Detmold

     

    Monday, November 02, 2026, 19:30  and  Tuesday, November 03, 2026, 19:30

    Hans-Werner Meyer, © Valeria Mitelman

    Village Stories

    A reading with Hans-Werner Meyer

    Actor Hans-Werner Meyer reads from the novel *Who the Fuck Is Kafka* (published in 2015) by Lizzie Doron.

    What happens when two people meet whose life stories could hardly be more different – and yet these two people have so much in common.

    In her docu-novel *Who the Fuck Is Kafka*, the Israeli-Jewish writer Lizzie Doron recounts her friendship with Nadim, a Palestinian Muslim man. They meet at a peace conference in Rome. She carries the Holocaust in her personal baggage; he carries a history of displacement and discrimination dating back to the 1948 war. And yet, amidst everyday life and history, personal closeness and political boundaries, a multi-layered portrait emerges of two people who listen to one another – and in doing so question their own perceptions of the world. She will write down the story of his family, and he will film hers. An often agonising process of constant ups and downs begins, offering deep insights into the Israeli-Palestinian dilemma.

    With warmth, humour and great openness, Lizzie Doron tackles questions of origin, identity, memory and the personal stories behind a political conflict.

    Literaturbüro OWL in Detmold e.V., in cooperation with the LWL Museum Hellerlecht Detmold and the Society for Christian-Jewish Cooperation in Lippe e.V.

    LWL-Museum Hellerlecht Detmold



     

     

    Monday, November 09, 2026, 17:30

    Central Commemoration Ceremony: ‘Remembering and Commemorating 9 November 1938’

    The City of Detmold, the Society for Christian-Jewish Cooperation in Lippe e. V., and the Protestant and Catholic Youth Organisations of Lippe invite you to a central commemorative event on Monday, 9 November, to mark the anniversary of Kristallnacht on 9 November 1938. 

    Together, they will commemorate the crimes of the Nazi regime and honour the memory of the Jewish people who were persecuted, deprived of their rights and murdered. 

    The commemoration ceremony begins at 5.30 pm at the site of the New Synagogue on Lortzingstraße, which was destroyed in 1938. Following a welcome address by Mayor Frank Hilker, Alla Epstein, Chair of the Board of the Jewish Community of Herford-Detmold, will speak about the significance of 9 November. An interfaith reflection led by the Protestant Youth, together with the laying of wreaths by the Protestant and Catholic Youth groups, will provide a shared framework for remembrance at the event. 

    This is followed by a silent procession to the Exterstraße memorial. There, trainees from the city administration pay tribute to the Jewish victims of persecution from Detmold. A wreath-laying ceremony by the City of Detmold brings the commemoration at this site to a close. 

    At 7.00 pm, the event will continue at Detmold Town Hall, Marktplatz 5. Under the title ‘Survivors of Persecution and Their Children – Art and Music Live On’, members of the Detmold State Theatre ensemble will put on a performance (details below in the overview). The commemorative event offers an opportunity to pause and reflect together, to keep the memory of the victims alive and to take a stand against anti-Semitism and exclusion. Anyone interested is warmly invited to attend.

    Further information can be found in the Flyer

    Stadt Detmold, GfCJZ Lippe



     

     

    Monday, November 09, 2026, 19:00

    Survivors of persecution and their children – art and music live on

    Performance by members of the Detmold State Theatre ensemble

    The first 15 minutes are dedicated to the actors of the Landestheater Detmold. They will present a short excerpt from the play ‘Muttersprache Mameloschn’. The latter word has the same meaning, but is the Yiddish spelling. The play was written by the German playwright Sasha Marianna Salzmann.

    The play centres on three generations of Jewish women living in Germany: the grandmother, the mother and her daughter. All three women have experienced similar traumas, and the play explores how each of them copes with them. It is an intelligent play offering a very profound exploration of the three generations, particularly as the grandmother is a concentration camp survivor.

    The second performance will take place in a 35- to 45-minute segment. The three opera singers are Emily Dorn, Franziska Pfalzgraf and Stephen Chambers. 

    It will be an uplifting Broadway-style musical programme that demonstrates, in an optimistic and creative way, how life goes on – both for those who have suffered personally and for their children, who help to carry on the creative spirit as before. Survivors of trauma are often perceived as people who are working through their grief and adopting a victim mentality. The musical performances – whether by composers or singers, actors or playwrights – clearly demonstrate a zest for life and creativity that goes far beyond what most people in the world are capable of achieving.

    Detmold State Theatre in collaboration with the Society for Christian-Jewish Cooperation in Lippe e.V.

    Rathaus Detmold, Marktplatz 5



     

     

    Tuesday, November 17, 2026, 19:30

    The Obermeier family, Lage; © Archive photo: M. Hankemeier

    Frieda and Willi Obermeier

    A Jewish family from Lippe

    Lecture by retired Reverend Martin Hankemeier

    Willi Obermeier (born 1894) married Frieda, who was not Jewish. They both thought they would lead a perfectly normal, happy life with their children. But then the Nazi era began. As early as 1923, the first Nazi group in the Lippe region was formed in Lage and made its presence felt with marches and defamatory songs, accompanied by loud shouting. Stones were thrown, and Frieda was harassed as a ‘Jewish woman’ even before Hitler seized power.

    Martin Hankemeier’s lecture provides many details about the pre-war, wartime and post-war periods.

    Association for Christian-Jewish Cooperation in Lippe e.V.

    Haus Münsterberg, Hornsche Straße 38



     

    Herford

     

    Wednesday, November 04, 2026, 19:30

    How could this have happened? Germany 1933 to 1945

    Commemorating Kristallnacht

    As part of the commemoration of Kristallnacht on 9 November, we warmly invite you to an event featuring Götz Aly.

    The talk, entitled ‘How could this have happened? Germany 1933 to 1945’, focuses on the author’s new book. On 4 November 2026 at 7.30 pm, Götz Aly will present his latest book at the Elsbachhaus (Goebenstraße 3–7, 32052 Herford). The lecture will be followed by a moderated discussion with the author. The event is organised by the Kuratorium Erinnern – Forschen – Gedenken e.V. in cooperation with the Adult Education Department of the Herford, Lübbecke, Minden and Vlotho Church District Association, the Herford District Adult Education Centre and the Society for Christian-Jewish Cooperation Herford e.V. Admission is free.

    Götz Aly is one of the best-known authors on the history of National Socialism and the Holocaust. In his new book, he poses the central question: How could this have happened? In the midst of a severe crisis, the NSDAP was elected as by far the strongest party in 1932. It was soon able to seize power and build on growing public support. Hitler needed the war; the people feared it. Yet, in the end, 18 million German soldiers terrorised Europe. How did this come about? Why did hundreds of thousands take part in unprecedented mass murders?

    The answer is complex. The NSDAP promised the Germans advancement and prosperity. At the same time, it kept people constantly on the move: no respite, no time to reflect. This is how the path led to war. As belief in victory waned, the ‘community of the people’ turned into a ‘community of crime’. Everyone could have known what guilt the Germans were incurring. At the same time, fear of what would happen after a defeat was deliberately stoked.

    In a gripping account, Götz Aly describes the methods of control used by the Nazi rulers to transform millions of Germans into compliant enforcers or war-numbed accomplices – methods, not a few of which seem alarmingly relevant today.

    Register at kontakt@gcjz-herford.de

    Partners: 

    VHS in the Herford district

    Society for Christian-Jewish Cooperation Herford e.V.

    Elsbachhaus, Herford



     

     

    Wednesday, November 11, 2026, 18:30

    Rethinking Remembrance

    How the remembrance of the Holocaust must change

    Susanne Siegert

    Our culture of remembrance must change. In this book, Susanne Siegert explains how and why. She argues for a new, pluralistic approach to remembrance, with a focus on the responsibility of the descendants of the perpetrators’ generation, rather than our ‘rehearsed’ collective reflection centred on the victims. It deals with lesser-known Nazi crimes, lesser-known places and previously neglected groups of victims. At the same time, this book demonstrates how important a more active, diverse culture of remembrance is in reaching future generations, even without direct eyewitness accounts.

    Free admission

    Limited places: registration required at anmeldung@gegenrechts.info

    Organisers: NRWeltoffen specialist unit in the Herford district and the ‘Erinnern Forschen Gedenken’ Board of Trustees, in cooperation with the Jewish Community of Herford-Detmold and the Herford District Adult Education Centre (VHS)

    Synagoge Herford, Komturstr. 21



     

    Further information on the events organised by the GCJZ Herford can be found in the programme Spätherbst 2026.

    Lage

     

    Monday, November 23, 2026, 19:30

    Frieda and Willi Obermeier

    A Jewish family from Lippe

    Lecture by retired pastor Martin Hankemeier

    Willi Obermeier (born 1894) married Frieda, who was not Jewish. They both thought they would lead a perfectly normal, happy life with their children. But then came the Nazi era. As early as 1923, the first Nazi group in the Lippe region was formed in Lage and made its presence felt with marches and defamatory songs, accompanied by loud shouting. Stones were thrown, and Frieda was harassed as a ‘Jewish woman’ even before Hitler seized power.

    Martin Hankemeier’s lecture provides many details about the pre-war, wartime and post-war periods.

    Lage, Alte Schmiede, Hardisser Str. 2a


     

    Lemgo

     

    Monday, November 09, 2026, 18:00

    "Remembering" – A memorial service for the victims of the Holocaust on 9 November 1938

    On Monday, 9 November 2026, the Old Hanseatic City of Lemgo and the ‘9 November Working Group’ invite you to a commemorative service marking the 1938 Reichspogromnacht. Together with the Stolpersteine and Frenkel-Haus Association, the Lemgo City Council of Church Parishes, the Turkish Islamic Community of Lemgo, secondary schools, the Volunteer Fire Brigade, the Detmold-Lemgo Adult Education Centre, the Society for Christian-Jewish Cooperation in Lippe and the Eben Ezer Foundation, a joint commemoration will be held for the victims of the

    6.00 pm: Commemorative service on the market square. Pupils from the Heinrich Drake School will hand out lanterns. Following a welcome from the ‘9 November’ working group and a speech by Mayor Markus Baier, there will be speeches by pupils from Lemgo Secondary School, the Marianne Weber Grammar School and apprentices employed by the City of Lemgo. The event will be accompanied by music from the Lemgo Music School and brass players from the Engelbert-Kaempfer-Gymnasium. After a ‘moment of silence’, the event will continue

    6.40 pm: The memorial service continues with the TreffChor choir from the Karla-Raveh Comprehensive School and the women’s choir from the Lemgo Music School; a address by Reverend Matthias Altevogt (Stadtkonvent) with intercessory prayers led by pupils from the Karla-Raveh Comprehensive School; a joint rendition of ‘Hineh ma tov’.

    Further information can be found in the Programm  Flyer

    The town of Lemgo and the ‘9 November Lemgo’ working group


     

     

    Best regards

    Kristina Panchyrz and Philipp Wagner

    (Management)

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